Modelling

Aus NLPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

[Modellieren, Modeling]

Der Prozess des Modelling (engl.: Modellbildung, modellieren, formen) analysiert und beschreibt die Muster einer spezifischen menschlichen Fähigkeit und überträgt sie in eine Sequenz von lehrhaften Erfahrungen, die, wenn in gleicher Sequenz befolgt, sich in jedem Menschen zu jener gleichen Erfahrung installieren lassen.

Modelling ist beschleunigtes Lernen. Es geht auf den NLP Grundsatz zurück, dass das, was ein Mensch erreicht hat, für jeden anderen Menschen ebenfalls erreichbar ist. Dabei ist der Mensch, der das gewünschte hat, tut, kann, denkt/weiß oder ist, das Modell und wird auf den relevanten logischen Ebenen untersucht.

Wird im Modellingprozess an komplexen Prozessen gearbeitet spricht man von Makromodelling. Geht es um einfache Abläufe, die typischerweise Teile von komplexen Prozessen sind, nennt man es Mikromodelling. Steht das Modell zu Verfügung und kann befragt werden, ist es ein explizites Modelling, wogegen bei einem impliziten Modelling das Modell nicht zu Verfügung steht und man in dem Modellingprozess mit Berichten und eigener Phantasie arbeitet. Ferner unterscheidet man bewusstes und unbewusstes Modelling. Oft übernehmen wir Verhalten, Strategien oder Denkweisen von anderen Menschen ohne uns dessen bewusst zu sein. Das ist dann das Ergebnis eines unbewussten Modellingprozeses.

Modelliert man eigene Fähigkeiten, um sie über einen bestimmten Kontext hinaus zur Verfügung zu haben (Generalisierung) oder um sie anderen erklären zu können, nennt man das Selbstmodelling.

Bei der Wahl des Modells ist es sinnvoll, jemanden als Modell zu suchen, der schnell und gern gelernt hat, denn er wird vermutlich eine bessere Strategie zu Verfügung haben als jemand, der erst nach langer Zeit und großen Schwierigkeiten zum Ziel kam.

Im einfachsten Fall geht es darum, ein Verhalten zu übernehmen durch Nachmachen dessen, was man sieht, hört oder spürt. Ein NLP Format, um neues Verhalten zu üben, ist der New Behavior Generator. Geht es um Fähigkeiten, kommt die logische Ebene III ins Spiel und damit Submodalitäten- und Strategiearbeit. Wenn es auch darum geht, was der Andere denkt, über sich, andere und die Welt, was ihm wichtig ist und worauf er achtet oder wem er sich zugehörig fühlt, sind die Ebenen IV-VI dabei.

Selbstmodelling ist eine gute Methode sich für ein Seminar vorzubereiten. D.h., wenn Du das Thema über das Du referierst beherrscht, weißt Du noch nicht zwangsläufig, wie Du es machst - nach einem Selbstmodelling über die logischen Ebenen ist das anders! Im Negativen heißt es oft: "Die einen können es, die anderen lehren es!"

Modelling folgt dem Schema:

  • Elizitation - herausarbeiten der Strategie des Modells
  • Utilisation - Anpassen der Strategie auf Thema und Person
  • Installation - lernen/übernehmen der utilisierten Strategie

Installationsbeispiele für die logischen Ebenen II-VI:

  • II Nachmachen oder New Behavior Generator
  • III Submodalitätenarbeit
  • IV-VI Geschichten und Emotionen und New Belief Generator
  • II-VI Trance
Construction.png Dieser Artikel wurde auf den Seiten der Qualitätssicherung eingetragen. Hilf mit, ihn zu verbessern! Beteilige dich an der Diskussion oder überarbeite ihn direkt!

Folgendes muss noch verbessert werden:
In diesem Artikel werden 2 Arten des Modelling beschrieben aber nicht angemessen nebeneinander erklärt
--Carsten 13:29, 9. Dez. 2007 (CET)


Historie

"Wie ein begnadeter Künstler komponiert, so sind manche Menschen mehr begabt,
etwas aus ihrem Leben zu machen, als andere. Sie haben zwar Einfluss auf Jene
ihrer Umgebung, aber der Prozess endet hier, weil es keinen Weg gibt, in
technischen Begriffen zu beschreiben, was sie tun und was ohnehin zu einem
großen Teil außerhalb ihres Bewusstseins liegt. Irgendwann in der Zukunft,
eine lange, lange Zeit vom Jetzt entfernt, dann, wenn unsere Kultur besser
erforscht sein wird, dann wird es etwas der musikalischen Partitur Vergleichbares
geben, das gelernt werden kann, für jeden unterschiedlichen Typus von Mensch,
für jeden Mann, jede Frau, unterschiedliche Berufe und Beziehungen, für Zeit,
für Arbeit, für Raum, für Spiel. Was sind die Elemente, Einzelheiten und Muster,
die das Leben der Erfolgreichen von jenen weniger Glücklichen unterscheidet.
Wir brauchen Mittel und Wege, das Leben etwas weniger zufällig und etwas mehr
erfreulich zu machen."
Hall, Edward T.: The Silent Language. ISBN 0385055498

In den frühen 80er Jahren machten sich Leslie Cameron-Bandler, David Gordon und Michael Lebeau die Worte Halls zu eigen und entwickelten aus den linguistischen Mustern des frühen Modells von NLP die Technik des Modelling. Zentrale Grundannahme: Das was ein Mensch kann, können alle Menschen ebenso lernen. In vier Standardwerken zu diesem Thema legten sie ihre Erfahrungen nieder. Alles, was seither über Modelling geschrieben oder gelehrt wird, basiert auf diesen vier Werken.

1. The Emprint Method: A Guide to Reproducing Competence ISBN 0932573029
2. The Emotional Hostage: Rescuing your emotional Life ISBN 0932573037
3. Solutions: Enhancing Love, Sex, and Relationships ISBN 0932573010
4. Know How: Guided Programs for inventing your own best future ISBN 0932573002


Der Modelling-Prozess:

Der Modelling-Prozess findet in drei Stufen statt:

1. Ergebnisdefinition mit Notation

Aufzeichnung in Kategorien der Ergebniskriterien aus dem Modell von NLP.
Über sequentialanalytische Fragen (Wie genau stellen Sie es an, wenn Sie .......?)
kommt man zu den einzelnen Schritten der unterliegenden Aktivitäten.

2. Analyse der unterliegenden Aktivitäten

Die Analyse der Tätigkeitswörter führt zu den Aktivitäten.

3. Festlegen der installierbaren operativen Formate

Adverbien wie "dann, und dann, als nächstes, hinterher, zuerst...usw."
führen zu den operativen Formaten.

Für die Notation der operativen Formate entwickelten Cameron-Bandler, Gordon und Lebeau eine eigene Beschreibungssprache, die alle Aspekte der jeweiligen operativen Formate umfassend beschreibt. Hier ein Beispiel für eine vereinfachte Version der Beschreibungssprache (Notation):

Notationsbeispiel















Hier ein tatsächliches Anwendungsbeispiel, ein Schritt aus einer Entscheidungsstrategie. Die gesamte Entscheidungsstrategie besteht aus 217 einzelnen operativen Formaten.

Notationsbeispiel
















Anwendung

Auch das Modell von NLP entstand durch eine Vorstufe des Modelling, dem Linguistischen Modelling: Bandler und Grinder wählten Therapeuten als Vorbilder (= Modelle), die von den erzielten Ergebnissen zu den Besten ihres Gebietes gehörten, analysierten und beschrieben deren Sprachstrategien.

Dies waren die Paten für das linguistische Modelling in der Anfangszeit des Modells von NLP:

Auf der Basis der oben genannten Publikationen wurden viele Kompetenzgebiete modelliert. Robert Dilts modellierte Walt Disney (Walt Disney Creativity Strategy), Richard Bandler modellierte die besten Verkäufer, Genie Z. Laborde modellierte erfolgreiche Manager uvm.

Beispiele

Modelling

Literatur

  • Berry, Vivienne, Byers, Rea und Roux de Bezieux, Henry: Ein Kurs im Channeln, Verlag Hermann Bauer KG, 1194 (ISBN 3762604789)
  • Cameron-Bandler, Leslie u.a.: The Emprint Method: A Guide to Reproducing Competence, Verlag Future Pace, San Raphael, 1985 (ISBN 0932573029)
  • Cameron-Bandler, Leslie u.a.: The Emotional Hostage: Rescuing your emotional Life, Verlag Future Pace, San Raphael, 1986 (ISBN 0932573037)
  • Cameron-Bandler, Leslie u.a.: Solutions: Enhancing Love, Sex, and Relationships, Verlag Future Pace, San Raphael, 1985 (ISBN 0932573010)
  • Cameron-Bandler, Leslie u.a.: Know How: Guided Programs for inventing your own best future, Verlag Future Pace, San Raphael, 1985 (ISBN 0932573002)
  • Hall, Edward T.: The Silent Language, Doubleday Verlag, New York, 1959 (ISBN 0385055498)