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Grundannahmen des NLP

[Grundannahmen; Axiome; Presuppositions of NLP]

Grundannahmen oder Axiome sind Annahmen, die einer Lehre zugrunde liegen und die selber nicht widerlegt oder bewiesen werden (können).

Nach Richard Bandler basiert NLP auf den folgenden 8 Annahmen[1]:

  • Die Fähigkeit den PROZESS zu verändern, mit dem wir die Realität wahrnehmen, ist oft wertvoller, als den INHALT unserer Erfahrung der Realität zu verändern.
    The ability to change the process by which we experience reality is more often valuable than changing the content of our experience of reality.

  • Die Bedeutung Deiner Kommunikation liegt in der Reaktion, die Du erhältst.
    The meaning of the communication is the response you get.

  • Alle Unterscheidungen, die Menschen in Bezug auf unsere Umwelt und unser Verhalten machen können, sind brauchbar durch die visuellen, auditiven, kinesthätischen, olfaktorischen und gustatorischen Sinne darstellbar.
    All distinctions human beings are able to make concerning our environment and our behavior can be usefully represented through the visual, auditory, kinesthetic, olfactory, and gustatory senses.

  • Die Mittel, die ein Individuum benötigt, um angestrebte Veränderungen zu erreichen, sind bereits im Individuum vorhanden.
    The resources an individual needs in order to effect a change are already within them.

  • Die Landkarte ist nicht die Landschaft.
    The map is not the territory.

  • Der positive Wert des Individuums bleibt konstant, während der Wert und die Angemessenheit des inneren und/oder äußeren Verhaltens bezweifelt wird.
    The positive worth of the individual is held constant, while the value and appropriateness of internal and/or external behavior is questioned.

  • Es gibt eine positive Absicht hinter jedem Verhalten und einen Kontext, in dem jedes Verhalten nützlich ist.
    There is a positive intention motivating every behavior, and a context in which every behavior has value.

  • Fehler gegen Versagen. - Alle Resultate und Verhaltensweisen sind etwas Erreichtes, unabhängig davon, ob sie gewünschte Ergebnisse in Bezug auf eine Aufgabe/Sache sind oder nicht.
    Feedback vs. Failure. - All results and behaviors are achievements, whether they are desired outcomes for a given task/context, or not.


Eine Liste weiterer Grundannahmen im NLP:

Modell der Welt

  • Jeder Mensch ist einzigartig. Jeder Mensch hat sein eigenes berechtigtes Modell der Welt. Jeder lebt in seinem eigenen Modell der Welt.
  • Menschen reagieren nicht auf die Realität sondern auf ihr Abbild der Realität. Es gibt keine objektive Wahrheit. (Alfred Korzybski)
  • Das beste Modell ist das mit den meisten Wahlmöglichkeiten.
  • Man isst nicht die Speisekarte. Nur der Schizophrene isst die Speisekarte und beschwert sich anschließend über den schalen Geschmack. (Gregory Bateson)
  • Nur der Wahnsinnige ist sich absolut sicher. (Robert Anton Wilson)



Menschenbild – Das Modell des Menschen

  • Geist, Körper und Seele sind Eins und sie sind systemische Prozesse. Sie sind Teile des gleichen Systems der gleichen kybernetischen Struktur und beeinflussen sich wechselseitig. Jeder Mensch ist eine unteilbare Einheit. Alles, was in einem Teil des Systems geschieht, hat Auswirkungen auf alle anderen Teile.
  • Menschen treffen - innerhalb ihres Modells der Welt - zu jedem Zeitpunkt, die beste, ihnen mögliche, Wahl aus den ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und mit denen ihnen zu Verfügung stehenden Informationen.
  • Alle Menschen funktionieren perfekt.
  • Es gibt keine schlechten Menschen, es gibt nur schlechte Zustände. (Der positive Wert des Individuums bleibt konstant, die Angemessenheit des Verhaltens kann bezweifelt werden.)



Verhalten

  • Jedem Verhalten liegt eine positive Absicht zugrunde.
  • Jedes Verhalten ist nützlich. Es gibt jeweils zumindest einen Kontext, in dem jedes Verhalten nützlich ist.



Lernen & Veränderung

  • NLP ist lernen, wie man Lernen lernt. (Gregory Bateson)
  • Was ein Mensch erreichen kann, kann prinzipiell jeder erreichen (solange die Aufgabe in genügend kleine Schritte zerlegt wird). Wenn einer etwas gut kann, ist es möglich, ihn zu modellieren und diese Fähigkeit sich selbst und anderen beizubringen.
  • Menschen verfügen bereits (potentiell) über alle Ressourcen, die sie brauchen, um die von ihnen angestrebten Veränderungen zu erreichen!
  • Wenn Du von jemandem etwas möchtest, schaffe einen Kontext, indem die erwünschte Veränderung, wie von allein geschehen kann.
  • Veränderungen müssen nicht über das Bewusstsein laufen.
  • Veränderungen müssen ökologisch sein, sonst gibt es Problemverschiebungen, oder sie werden überhaupt nicht umgesetzt.
  • Lernen heißt, einen Unterschied zu machen, wo vorher keiner war. (Nach G. Bateson)
  • Man kann auch gute Zustände noch verbessern.
  • Menschen lernen.
  • Alles was Du brauchst ist hier und jetzt vorhanden.
  • Jedes Problem beinhaltet ein Geschenk.
  • Willst Du Erkennen, lerne zu handeln. (Heinz von Foerster, der ethische Imperativ)



Flexibilität

  • Wenn das, was du tust nicht funktioniert, dann mache solange etwas anderes, bis du auf dem Weg zum Erfolg bist.
  • Handle stets so, dass weitere Möglichkeiten entstehen.(Heinz von Foerster, der ethische Imperativ)
  • Es gibt in jeder Situation mindestens drei Möglichkeiten.
  • In jedem System übernimmt dasjenige Element mit der größten Flexibilität die Kontrolle.
  • Widerstand von A ist eine Aussagen über B. Widerstand des Klienten ist eine Aussage über den Therapeuten.
  • Wahlmöglichkeiten sind besser als keine Wahlmöglichkeiten.
  • Hast Du eine Möglichkeit bist Du ein Roboter, hast Du zwei Möglichkeiten, hast Du ein Dilemma, ab drei Möglichkeiten hast Du Wahlmöglichkeiten.



Kommunikation & Interaktion

  • Die Bedeutung von Kommunikation liegt in der Reaktion, die man erhält. Die Intention des Kommunikators ist nicht die Bedeutung der Kommunikation.
  • Es gibt kein Versagen, es gibt nur Feedback (Rückmeldung, Er-Folge).
  • Man kann nicht nicht kommunizieren.(Paul Watzlawick)
  • Kommunikation geschieht über den Austausch sinnlicher Erfahrungen. Man kommuniziert immer in mehreren Sinneskanälen gleichzeitig.
  • Individuen haben zwei Ebenen der Kommunikation, die bewusste und die unbewusste.
  • Die Basis für wirksame Kommunikation ist der Rapport. Rapport heißt, dem andern in seinem Modell der Welt zu begegnen.
  • Kommunikation ist redundant. Kommunikation findet auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig statt.
  • Wahr ist nicht was A meint, sondern was B versteht. (Watzlawick)
  • Es gibt keinen Ersatz für saubere sensorische Kanäle.
  • Information is the difference that makes a difference. (Bateson)
  • Verstehen geht vor verstanden werden.
  • In gelungener Kommunikation gibt es nur Gewinner (win-win-Prinzip).



Andere

  • Probleme sind Ziele, die auf dem Kopf stehen. (O’Connor/Seymour)
  • Es gibt keine Probleme, sondern nur Entwicklungsmöglichkeiten.
  • Das Vorgehen des NLP ist ziel- und lösungsorientiert anstatt ursachen- und problemorientiert.
  • Psychische Zustände und Physiologie stehen in wechselseitiger Verbindung, d.h., das eine lässt sich über das andere verändern.


Quellen

  1. Bandler: www.purenlp.com/nlpresp.htm, 1997
Zuletzt geändert am 14. August 2007 um 09:16