Cookies helfen uns bei der Bereitstellung von NLPedia. Durch die Nutzung von NLPedia erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies speichern.

NLPedia:Geschichten

Kommunikation ist alles!

Großer Aufruhr im Wald!
Es geht das Gerücht um, der Bär habe eine Todesliste. Alle fragen sich wer denn nun da drauf steht.
Als erster nimmt der Hirsch allen Mut zusammen und geht zum Bären und fragt ihn: "Sag mal Bär, steh ich auch auf deiner Liste?"
"Ja", sagt der Bär, "auch dein Name steht auf der Liste."
Voll Angst dreht sich der Hirsch um und geht. Und wirklich, nach 2 Tagen wird der Hirsch tot aufgefunden.
Die Angst bei den Waldbewohner steigt immer mehr und die Gerüchteküche um die Frage, wer denn nun auf der Liste stehe, brodelt. Der Keiler ist der Nächste dem der Geduldsfaden reißt und den Bär aufsucht um ihn zu fragen, ob auch er auf der Liste stehen würde.
"Ja", antwortet der Bär, "auch du stehst auf der Liste".
Verängstigt verabschiedet sich der Keiler vom Bären. Und auch ihn fand man nach 2 Tagen tot auf.
Nun bricht die Panik bei den Waldbewohnern aus. Nur der Hase traut sich noch den Bären aufzusuchen.
"Bär, steh ich auch auf der Liste?"
"Ja, auch du stehst auf der Liste"
"Kannst du mich da streichen?"
"Ja klar, kein Problem!"

Quelle unbekannt



Eines Tages kam ein junger Schüler zu seinem Meister, der für seine Weisheit bekannt war, und fragte: » Was ist das Geheimnis für Erfolg im Leben?« Der Meister antwortete: »Komm morgen früh zum Fluss.« So geschah es. Am nächsten Morgen standen sie am Ufer und der Meister sagte: »Jetzt gehen wir in den Fluss.« Der Schüler folgte seinem Meister bereitwillig. Als beide bis zum Hals im Wasser standen, packte der Meister den jungen Schüler ganz plötzlich und drückte dessen Kopf unter Wasser. Der arme Kerl wehrte sich verzweifelt, aber der Meister ließ ihn nicht los -lange, sehr lange nicht. Als er endlich seinen Griff lockerte, prustete und hechelte der junge Schüler völlig außer sich. Der Meister fragte: »Als du dort unten im Wasser warst, was wolltest du am meisten?« »Luft natürlich!«, rief der junge Schüler. »Siehst du«, sagte der Meister, »das ist das Geheimnis des Erfolgs. Wenn du Erfolg so sehr willst, wie du unter Wasser Luft wolltest, dann wirst du auch Erfolg haben.«

aus "Ente oder Adler" von Ardeschyr Hagmaier



Der Magier

Es war einmal ein junger Prinz, der glaubte an alles, mit Ausnahme von drei Dingen. Er glaubte nicht an Prinzessinnen, er glaubte nicht an Inseln, er glaubte nicht an Gott. Sein Vater, der König, sagte ihm, daß es solche Dinge nicht gäbe. Da es im Reich seines Vaters weder Prinzessinnen noch Inseln und auch keine Spur von Gott gab, glaubte der Prinz seinem Vater. Aber eines Tages lief der Prinz vom Palast fort und kam in das Nachbarland. Zu seinem Erstaunen sah er vor jeder Küste Inseln und auf diesen Inseln fremde, beunruhigende Wesen, die er nicht zu benennen wagte. Als er nach einem Schiff Ausschau hielt, kam ihm am Strand ein Mann in voller Abendgala entgegen.

"Sind das echte Inseln?" fragte der junge Prinz.

"Natürlich sind das echte Inseln", sagte der Herr in Abendgala.

"Und jene fremden und beunruhigenden Wesen?"

"Das sind echte und leibhaftige Prinzessinnen."

"Dann muß es auch Gott geben!", rief der Prinz.

"Ich bin Gott", antwortete der Herr in Abendgala mit einer Verbeugung.

Der junge Prinz kehrte, so schnell er konnte, wieder nach Hause zurück. "Du bis also zurückgekehrt", sagte sein Vater, der König. "Ich habe Inseln gesehen, ich habe Prinzessinnen gesehen, ich habe Gott gesehen", sagte der Prinz vorwurfsvoll. Der König war ungerührt.

"Weder gibt es wirkliche Inseln noch wirkliche Prinzessinnen noch einen wirklichen Gott".

"Ich habe sie gesehen!"

"Sag mir wie Gott gekleidet war."

"Gott trug volle Abendgala."

"Waren die Ärmel seines Fracks hochgeschlagen?"

Der Prinz entsann sich, daß sie es gewesen waren. Der König lächelte.

"Das ist die Kleidung eines Magiers. Du bist getäuscht worden."

Darauf kehrte der Prinz ins Nachbarland zurück und ging an den selben Strand, wo er abermals auf Herrn in Abendgala traf.

"Mein Vater, der König, hat mir gesagt, wer Sie sind", sagte der Prinz empört. "Sie haben mich letztes Mal getäuscht, diesmal aber nicht. Jetzt weiß ich, daß das keine echten Inseln und echten Prinzessinnen sind, denn Sie sind ein Magier."

Der Herr am Strand lächelte. "Du hast Dich getäuscht, mein Junge. In deines Vaters Reich gibt es viele Inseln und viele Prinzessinnen. Du bist aber unter deines Vaters Bann, so daß du sie nicht sehen kannst."

Nachdenklich kehrte der Prinz heim. Als er seinem Vater begegnete, sah er seinem Vater ins Gesicht.

"Vater stimmt es, daß du kein echter König bist, sondern nur ein Magier?"

Der König lächelte und schlug seine Ärmel zurück. "Ja, mein Sohn, ich bin nur ein Magier."

"Dann war der Herr am anderen Strand Gott."

"Der Herr am anderen Strand war ein anderer Magier."

"Ich muß die Wahrheit wissen, die Wahrheit jenseits der Magie."

"Es gibt keine Wahrheit jenseits der Magie."

Der Prinz war von Trauer erfüllt. Er sagte: "Ich werde mich umbringen." Durch einen Zauber ließ der König den Tod erscheinen. Der Tod stand in der Tür und winkte dem Prinzen. Der Prinz erschauerte. Er erinnerte sich der schönen aber unwirklichen Inseln und der unwirklichen aber schönen Prinzessinnen.

"Also gut", sagte er, "ich kann es ertragen."

"Du siehst mein Sohn", sagte der König, "auch du beginnst, ein Magier zu sein."

John Fowles, The Magus zit. nach Bandler, Die Struktur der Magie I



Eine Studentin schrieb...

Liebe Mama, lieber Papa,

Ich habe vor 3 Monaten die Universität begonnen und weiss, dass wir wenig Kontakt hatten. Darum will ich euch jetzt alles erzählen, was bisher so geschehen ist.

Eigentlich läuft alles recht gut. Ich hatte vor ein paar Wochen eine Gehirnerschütterung, die ich mir auf einer Party zugezogen habe, aber das kam einfach daher, dass ich die falschen Pillen geschluckt habe, die irgendein Junge mir gegeben hat. Aber ich erinnere mich nicht mehr so genau daran und meine Klamotten habe ich fast alle wieder gefunden, macht euch keine Sorgen.

Gott sei dank musste ich nicht ins Krankenhaus, und habe jetzt nur noch ein paar Mal am Tag Kopfschmerzen. Anfangs wurde ich durch den Lärm im Studentenhaus sehr gestört, aber jetzt wohne ich bei einem sehr netten Jungen, der bei der Tankstelle um die Ecke arbeitet. Er ist wirklich ein Schatz und wir wollen heiraten. Wir haben noch kein Datum festgelegt, aber ich will nicht zu lange warten, sonst sieht man dass ich schwanger bin.

Ja Mama und Papa, ich bekomme ein Kind und es läuft prima. Ich fühle mich zwar ab und zu etwas müde, aber das kommt durch die Medikamente, die ich gegen die Infektion nehme, die ich mir dummerweise von Abdul eingefangen habe. Aber das ist nicht seine Schuld, ich hätte einfach besser aufpassen müssen. Ihr werdet Abdul mögen. Er hatte zwar keine Ausbildung, ist aber sehr ehrgeizig und will bald seine eigene Tankstelle eröffnen. Zumindest falls wir das Geld unter meinen Namen leihen können. Es ist schon blöd, nur weil er kein Deutscher ist, und ne Weile im Gefängnis gesessen hat, kann er keinen Kredit bekommen. Das ist doch echt diskriminierend. Er interessiert sich auch sehr in Politik und ist Mitglied von 3 arabischen Organisationen, wo ein gewisser Bin Laden Vorsitzender ist, ein sehr netter, reicher Mann mit einem schwarzgrauen langen Bart.

Ansonsten weiß ich da nicht so viel drüber, ich muss nämlich immer gehen, wenn sie sich versammeln. Vorgestern musste ich ihn bei der Polizei abholen und es war toll zu sehen, wie er die Polizisten mit ein paar Argumenten zum schweigen brachte. Er ist wirklich stolz auf mich und findet, dass ich mit dem Kopftuch (ja, das muss halt) noch viel schöner bin als all die anderen Frauen, die er bisher hatte. So, jetzt wisst ihr, was alles hätte geschehen können.

Ich will noch eben loswerden, dass ich keine Gehirnerschütterung, keine Pillen, kein Baby, keine Geschlechtskrankheit und keinen Freund habe. Ich habe ne 4 in Geschichte und ne 5 in Philosophie und wollte eigentlich nur deutlich machen, dass das kein Desaster ist.

Liebe Grüße von eurer Tochter!



Kaffee

Im ausgehenden 18. Jahrhundert stellte König Gustav III. von Schweden die Hypothese auf, dass Kaffee Gift sei, und ordnete eine klinische Studie an. Ein zum Tode verurteilter Häftling wurde begnadigt und dazu verurteilt, jeden Tag Kaffee zu trinken. Ein zweiter Häftling musste täglich Tee trinken und diente als Kontrollgruppe. Zwei Ärzte überwachten das Experiment.

Ergebnisse: Zuerst starb der eine Arzt. Dann der andere. Dann wurde der König ermordet. Dann starb der Teetrinker im Alter von 83 Jahren. Dann der Kaffeetrinker (Alter nicht bekannt).

Das Ergebnis der Studie hatte, wie üblich, keinen Einfluss auf die Entscheidungsträger. Der Genuss von Kaffee wurde in Schweden 1794 und noch einmal 1822 verboten.



Sein oder werden?

Bei einem Golfturnier sagte ein junger Spieler voller Stolz zu seinem Idol Bernhard Langer: »Herr Langer, ich möchte gerne so werden wie Sie!«, woraufhin der Profi entgegnete: »Nein, das möchtest du nicht.« Der junge Golfer wiederholte: »Doch, ich möchte so werden wie Sie!« »Nein«, wiederholte Bernhard Langer, »das möchtest du nicht!« Nachdem es auf diese Weise drei- oder vielmal hin- und herging, sagte Bernhard Langer: »Du möchtest vielleicht so sein wie ich, aber du möchtest es nicht werden.« Der Junge runzelte die Stirn. »Du möchtest so sein wie ich, aber bist du auch dazu bereit, tage-, wochen- und monatelang zu üben? Bei Wind und Wetter auf dem Platz zu sein, um sechs Uhr morgens aufzustehen, um noch vor dem Frühstück die ersten hundert Bälle zu schlagen?
aus "Ente oder Adler" von Ardeschyr Hagmaier



Das Drei-Minuten-Seminar

Wenn NLP je in einem 3-Minuten-Seminar vorgestellt werden müsste, ginge dies ungefähr folgendermaßen.
Der Vortragende käme hereinspaziert und würde sagen:

„Meine sehr geehrten Damen und Herren, um im Leben erfolgreich zu sein, brauchen Sie sich nur drei Dinge zu merken:
1. Machen Sie sich klar, was Sie wollen; behalten Sie in jeder Situation eine klare Vorstellung von ihrem Ziel.
2. Seien Sie wachsam und halten Sie Ihre Sinne offen, so dass Sie wahrnehmen, was Sie bekommen.
3. Haben Sie die Flexibilität, das, was Sie tun, so lange zu verändern, bis Sie das bekommen, was Sie wollen. "

Dann würde er an die Tafel schreiben: Ziel - Sinnesschärfe - Flexibilität

Und er würde den Raum verlassen. Ende des Seminars!

-Neurolinguistisches Programmieren; von Seymour, O'Connor



Zwei Mönche waren auf der Wanderschaft. Eines Tages kamen sie an einen Fluss.

Dort stand eine junge Frau mit wunderschönen Kleidern. Offenbar wollte sie über den Fluss, doch da das Wasser sehr tief war, konnte sie den Fluss nicht durchqueren, ohne ihre Kleider zu beschädigen.

Ohne zu zögern ging einer der Mönche auf die Frau zu, hob sie auf seine Schultern und watete mit ihr durch das Wasser. Auf der anderen Flussseite setzte er sie trocken ab.

Nachdem der andere Mönch auch durch den Fluss gewatet war, setzten die beiden ihre Wanderung fort.

Nach etwa einer Stunde fing der eine Mönch an, den anderen zu kritisieren: "Du weißt schon, dass das, was du getan hast, nicht richtig war, nicht wahr? Du weißt, wir dürfen keinen nahen Kontakt mit Frauen haben. Wie konntest du nur gegen diese Regel verstoßen?"

Der Mönch, der die Frau durch den Fluss getragen hatte, hörte sich die Vorwürfe des anderen ruhig an. Dann antwortete er: "Ich habe die Frau vor einer Stunde am Fluss abgesetzt – warum trägst du sie immer noch mit dir herum?"



Ein Mann fand eines Tages seine Axt nicht mehr. Er suchte und suchte, aber sie war verschwunden.
Der Mann wurde ärgerlich und verdächtigte den Sohn seines Nachbarn, die Axt genommen zu haben. An diesem Tag beobachtete er den Sohn seines Nachbarn ganz genau. Und tatsächlich: Der Gang des Jungen war der Gang eines Axtdiebs. Die Worte, die er sprach, waren die Worte eines Axtdiebs. Sein ganzes Wesen und sein Verhalten waren die eines Axtdiebs.
Am Abend fand der Mann die Axt durch Zufall hinter einem großen Korb in seinem eigenen Schuppen.
Als er am nächsten Morgen den Sohn seines Nachbarn erneut betrachtete, fand er weder in dessen Gang, noch in seinen Worten oder seinem Verhalten irgend etwas von einem Axtdieb...



Als ich zum ersten Mal im Wartezimmer meines neuen Zahnarztes saß, sah ich auf einer Urkunde an der Wand seinen vollständigen Namen. Ich erinnerte mich, dass ein schlanker, fleißiger Junge gleichen Namens vor gut 30 Jahren in meiner Klasse war. Doch als ich den Arzt sah, verwarf ich den Gedanken. Dieser glatzköpfige, weißbärtige Mann mit den tiefen Falten war viel zu alt, um in meiner Klasse gewesen zu sein. Nachdem er meine Zähne untersucht hatte, fragte ich ihn trotzdem, ob er das örtliche Gymnasium besucht hätte.
"Ja", antwortete er.
"Wann haben Sie Abi gemacht?"
"1972, warum?"
"Sie waren in meiner Klasse", antwortete ich.
Er betrachtete mich aufmerksam und fragte dann: "Was haben Sie unterrichtet?"
Quelle: brand eins



"Mark Twain hat einmal gesagt: »Es gibt keinen traurigeren Anblick als einen jungen Pessimisten.« Er hatte recht. Menschen, die an den Mißerfolg glauben, fristen mit Sicherheit ein mittelmäßiges Dasein. Der Mißerfolg ist etwas, das in den Gedanken von Menschen, die Großes erreichen, einfach nicht vorkommt. Sie halten sich nicht damit auf. Sie investieren keine unangenehmen Gefühle in etwas, das nicht funktioniert.

Ich möchte Ihnen nun die Lebensgeschichte eines Mannes erzählen, der

  • mit 31 eine geschäftliche Pleite erlebte,
  • mit 32 einen Wahlkampf verlor,
  • mit 34 erneut eine Pleite erlebte,
  • mit 35 den Tod seiner Geliebten verwinden mußte,
  • mit 36 einen Nervenzusammenbruch hatte,
  • mit 38 eine Wahl verlor,
  • mit 43 im Kongreß unterlag,
  • mit 46 im Kongreß unterlag,
  • mit 48 im Kongreß unterlag,
  • mit 55 im Kampf um einen Senatorenplatz unterlag,
  • mit 56 sein Ziel, Vizepräsident zu werden, nicht erreichte,
  • mit 58 im Kampf um einen Senatorensitz unterlag,
  • mit 60 zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde.

Der Mann heißt Abraham Lincoln. Hätte er je Präsident werden können, wenn er seine Wahlniederlagen als Mißerfolge angesehen hätte?"
- Anthony Robbins; Das Power Prinzip



Stellen Sie sich vor, Sie betreten einen Laden und treffen dort auf einen freundlichen alten Mann, der auf Ihre Frage, was er zu verkaufen habe, antwortet:
»Alles, was Sie wollen!« 
Sofort beginnen Sie damit, all die Dinge aufzuzählen, die Sie sich schon immer gewünscht haben:
Ich möchte, dass alles, was ich anfasse, erfolgreich wird.
Ich möchte, dass mein großer Traum in Erfüllung geht.
Ich möchte reich und geachtet sein.
Ich wünsche mir Humor und Freude als Begleiter meines Lebens.
Ich will einen Beruf, der mich begeistert.
Ich möchte echte Freunde haben.
Ich wünsche mir ein Leben voll faszinierender Abenteuer.
Ich möchte Gesundheit und Vitalität.
Ich möchte...
Lächelnd fällt der Mann Ihnen ins Wort: »Entschuldigen Sie bitte. Ich habe mich wohl unklar ausgedrückt: Wir verkaufen keine Früchte, wir verkaufen nur Samen.« 

aus "Ente oder Adler" von Ardeschyr Hagmaier



Vorlage:Geschichte 13


Die Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling

>>Eines Tages, als mein Sohn Joshua ungefähr sechs oder sieben Jahre alt war, kam er hysterisch schluchzend von der Schule nach Hause. Einer seiner Freunde war vom Klettergerüst auf dem Pausenhof gefallen und hatte dabei tödliche Verletzungen erlitten. Ich setze mich mit ihm hin und sagte: „Schatz, ich weiß, wie dir zumute ist, du vermisst ihn, und es ist richtig, so zu empfinden. (Pacing / Rapport durch Bestätigung) Und du solltest dir auch klarmachen, dass du deshalb so fühlst, weil du eine Raupe bist.“ Er erwiderte: „Was?“ Ich hatte ihn ganz schön aus dem Konzept gebracht (Seperator / Unterbrecher). Ich sagte: „Du denkst wie eine Raupe.“ Er wollte wissen, was ich damit meinte. „Es gibt einen Punkt“, erklärte ich, „an dem die meisten Raupen denken, sie wären tot. Sie glauben, ihr Leben sei beendet. Wann ist das?“ (Klärung der individuellen Gültigkeit der Metapher) Er erwiderte: „O ja, wenn sich dieses Ding um sie rumwickelt.“ „Richtig. Schon nach kurzer Zeit spinnt sich die Raupe in ihren Kokon ein, so dass sie ganz darunter begraben ist. Und weißt du was? Wenn du den Kokon öffnen würdest, wäre die Raupe nicht mehr da, nur noch ein weicher Brei, eine klebrige Masse. Und die meisten Leute wären, wie auch die Raupe selbst, der Überzeugung, dass sie nicht die geringste Überlebenschance hat. Aber in Wirklichkeit macht sie eine Metamorphose durch. Verstehst du? Sie verwandelt sich in etwas anderes. Und in was?“ (Lässt ihn selbst die Metapher ergründen) „Einen Schmetterling“, sagte er.

„Können die anderen Raupen auf dem Boden sehen, dass ihr Artgenosse zu einem Schmetterling geworden ist?“ wollte ich von ihm wissen (Leading: Frage zur Lenkung der Aufmerksamkeit in Richtung Reframing). „Nein“, antwortete Josh. Ich fuhr fort: „Und was macht eine Raupe, die ihren Kokon durchbricht?“ Joshua antwortete: „Sie fliegt.“ „Genau. Sie verlässt den Kokon als Schmetterling; die Sonne trocknet seine Flügel und er fliegt davon. Er ist noch schöner als zu der Zeit, da er noch eine Raupe war. Ist er nun freier oder weniger frei?“ (Leading: Stellt die Verständnisfähigkeit der Metapher sicher) Josh sagte: „Freier.“ „Und glaubst du, dass er nun mehr Spaß hat?“ „Ja, er hat weniger Beine, die müde werden.“ Und ich sagte: „Stimmt genau. Er braucht keine Beine mehr; er besitzt Flügel. Ich glaube, dass auch dein Freund nun Flügel hat.

Weißt du, es ist nicht an uns zu entscheiden, wann sich jemand in einen Schmetterling verwandelt. Wir meinen, dass es sich immer um den falschen Zeitpunkt handelt; aber ich glaube, dass Gott besser weiß als wir, wann unsere Zeit gekommen ist. Jetzt haben wir Winter, und du wünschst dir den Sommer herbei; aber Gott hat für die Jahreszeiten einen anderen Plan. Manchmal müssen wir einfach darauf vertrauen, dass Gott besser weiß als wir, wann Schmetterlinge entstehen sollen. Und wenn wir Raupen sind, erkennen wir manchmal nicht einmal, dass es Schmetterlinge gibt, weil sie hoch über uns schweben. Aber vielleicht sollten wir uns von Zeit zu Zeit daran erinnern, dass sie existieren.“ Joshua lächelte, umarmte mich und sagte: „Ich wette, er ist ein wunderschöner Schmetterling.“<<

Aus Anthony Robbins: Das Robbins Power-Prinzip (S. 263 - 264), Heyne Verlag


Als Mark Twain in seiner Eigenschaft als Redakteur auch für die Sorgenspalte des Blattes zuständig war, schrieb ihm einmal eine Siebzehnjährige, sie verstehe sich mit ihrem Vater nicht. Er sei rückständig und ohne jeden Sinn für das Moderne.
Mark Twain antwortete: „Ich kann Sie gut verstehen. Als ich siebzehn Jahre alt war, zeigte mein Vater ebenfalls keinerlei Bildung. Haben Sie Geduld mit alten Leuten! Die entwickeln sich langsamer. Zehn Jahre später, als ich siebenundzwanzig war, konnte ich mich schon vernünftig mit ihm unterhalten. Heute bin ich siebenunddreißig, und, ob Sie es glauben oder nicht, ich kann ihn fragen, wenn ich keinen Rat mehr weiß. Es ist verblüffend, was der alte Herr dazugelernt hat.“


Motivation

Ein König beschloss zu Ehren seines Gottes einen Tempel bauen zu lassen. Während der Bauarbeiten an diesem Tempel wurden drei unterschiedliche Bauarbeiter zu ihrem Tun befragt. Der eine schlug gerade die großen Steine für die Außenmauern. “Was machst du da?“ – „Ich haue Steine.“ Ein anderer schälte gerade eine wunderschöne Säule aus dem Stein heraus. “Was machst du da?“ – „Ich verdiene Geld für meine Familie.“ Der dritte meißelte ein wunderschönes Ornament. „Was machst du da?“ – „Ich baue einen Tempel.“


Wirklichkeit

Der Meister nahm zwei Stöcke und legte sie in Form eines T auf den Boden. Dann fragte er den Schüler:"Was siehst du?" "Den Buchstaben T", antwortete der. "Genauso habe ich es mir vorgestellt", sagte der Meister. "Es gibt von sich aus keinen Buchstaben T; das T ist die Bedeutung, die du ihm gibst. Was du vor dir siehst, sind zwei abgebrochene Äste in Form von Stöcken." --Antony de Mello - Zeiten des Glücks


Nachdem Luke sein Raumschiff versehentlich in den Sümpfen Dagobah's (dem Heimatplaneten Yoda's) versenkte, traf er auf Yoda, bei dem er seine Yedi-Ausbildung begann. Nach ersten Übungen, Steine mit Gedankenkraft zu bewegen, forderte Yoda ihn auf, sein Raumschiff mit der Kraft seiner Gedanken aus dem Sumpf zu heben... Luke sagte, dass ihm dies unmöglich sein werde!

Yoda: "Unmöglich ist immer alles für dich. Meine Worte, hörst du sie nicht?"
Luke: "Meister, Steine in Bewegung zu versetzen ist eins, aber das hier, das ist etwas völlig Anderes."
Yoda: "Nein! Nichts Anderes! In deiner Vorstellung nur! Vergessen musst du das, was früher du gelernt."
Luke: "Also gut, ich werd's versuchen."
Yoda: "Nein, nicht versuchen. Tu es, oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen."

Luke versuchte es - aber er vermochte nicht, sein Schiff aus dem Sumpf zu bewegen.

Luke: "Ich schaffe es nicht. Es ist einfach zu groß."
Yoda: "Größe bedeutet nichts. Sieh mich an: nach meiner Größe beurteilst du mich, tust du das? ... aber das solltest du nicht... denn die Macht ist mein Verbündeter. Und ein mächtiger Verbündeter ist sie. Das Leben erschafft sie... bringt sie zur Entfaltung. Ihre Energie umgibt uns... verbindet uns mit allem. Erleuchtete Wesen sind wir, nicht diese rohe Materie. Du musst sie fühlen, die Macht, die dich umgibt. Hier, zwischen dir, mir, dem Baum, dem Felsen dort, allgegenwärtig! Ja, selbst zwischen dem Sumpf und dem Schiff."
Luke: "Du willst das Unmögliche."

Yoda senkte den Kopf, dann machte er eine langsame Handbewegung und das Schiff schwebte sich aus dem Sumpf.

Luke: "Das glaube ich einfach nicht!"
Yoda: "Darum - darum versagst du."

aus: Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück


Gedanken

Ein Wanderer machte Rast nach einem anstrengenden Tag. Er setzte sich unter einen Baum und ruhte seine müden Füße aus.

"Wie schön wäre jetzt ein kühles Getränk" dachte er – und schon stand eine Karaffe mit kristallklarem Wasser vor ihm.

Der Mann nahm einen großen Schluck und dachte "Das ist ja wunderbar! Etwas zu essen dazu wäre aber auch nicht schlecht."

Auch dieser Wunsch wurde sofort erfüllt.

So wünschte er sich noch einen bequemen Sessel, Musik und allerlei andere Dinge.

Als er keinen Bissen und keinen Schluck mehr hinunterbekam, dachte er "Wenn ich jetzt ein Bett hätte, wie schön wäre das…" und schon lag er in einem großen, weichen Bett.

Kurz bevor er einschlief, dachte er noch "Wenn jetzt ein Tiger kommt…"


Zwei Mönche waren auf der Wanderschaft. Eines Tages kamen sie an einen Fluss.

Dort stand eine junge Frau mit wunderschönen Kleidern. Offenbar wollte sie über den Fluss, doch da das Wasser sehr tief war, konnte sie den Fluss nicht durchqueren, ohne ihre Kleider zu beschädigen.

Ohne zu zögern ging einer der Mönche auf die Frau zu, hob sie auf seine Schultern und watete mit ihr durch das Wasser. Auf der anderen Flussseite setzte er sie trocken ab.

Nachdem der andere Mönch auch durch den Fluss gewatet war, setzten die beiden ihre Wanderung fort.

Nach etwa einer Stunde fing der eine Mönch an, den anderen zu kritisieren: "Du weißt schon, dass das, was du getan hast, nicht richtig war, nicht wahr? Du weißt, wir dürfen keinen nahen Kontakt mit Frauen haben. Wie konntest du nur gegen diese Regel verstoßen?"

Der Mönch, der die Frau durch den Fluss getragen hatte, hörte sich die Vorwürfe des anderen ruhig an. Dann antwortete er: "Ich habe die Frau vor einer Stunde am Fluss abgesetzt – warum trägst du sie immer noch mit dir herum?"




Was ist NLP?

Fritz fragte seine Mutter: “Was ist NLP?“ Die Mutter antwortete: „Das sage ich dir gleich. Erst musst du noch etwas tun, damit du es verstehst. Siehst du dort deinen Opa im Sessel sitzen?“ „Klar“, antwortete der Junge. „Frage ihn doch, wie es seiner Arthritis heute geht!“ Fritz ging zu seinem Großvater und erkundigte sich: „Opa, wie geht es deiner Arthritis heute?“ „Ach, sie ist heute schlimmer“, erwiderte der alte Mann. „ Bei feuchtem Wetter ist sie immer schlimmer. Heute kann ich kaum meine Finger bewegen. “Schmerz durchzuckte sein Gesicht. Der Junge ging wieder zu seiner Mutter. „Er sagte, es gehe im schlecht. Ich glaube, er hat Schmerzen. Sagst du mir jetzt was NLP ist?“ „Warte noch einen Moment“, sagte die Mutter. „Geh noch einmal zu deinem Großvater und frage ihn, was der lustigste Streich war, den du als kleiner Junge ausgeführt hast.“ Fritzchen lief wieder zu seinem Opa. “Opa, was war das Lustigste, was ich gemacht habe, als ich noch ganz klein war?“ Der alte Mann begann über das ganze Gesicht zu strahlen: “Das war eine ganze Menge. Einmal spieltest du mit deinem Freund Weihnachtsmann und ihr habt im ganzen Badezimmer Puder ausgestreut – als ‚Schnee’. Da habe ich vielleicht gelacht – aber ich musste das Bad ja auch nicht sauber machen.“ Er blickte lächelnd in die Ferne. „Ein andermal ging ich mit dir spazieren. Es war ein schöner Tag und du sangst ein Kinderlied, das du kurz zuvor gelernt hattest. Du sangst recht laut. Ein Passant guckte uns giftig an. Seinem Geschmack nach, warst du zu laut. Ich sollte dich zur Ruhe ermahnen, forderte er mich auf. Du drehtest dich um und sagtest ihm: ‚Wenn ihnen mein Singen nicht gefällt, dann können sie ja gehen und sich schwarz ärgern!’ Und dann sangst du noch lauter … Der Greis gluckste. Fritz ging wieder zu seiner Mutter: „Hast du gehört, was Opa erzählte?“, wollte er wissen. „Ja“, entgegnete die Mutter. „Mit ein paar Worten hast du seine Stimmung verändert. Das ist NLP.“


aus "NLP - das Workbook" von Joseph O'Connor


Bert Hellinger erzählte einmal die Geschichte eines jungen Mannes, der zu ihm kam, da er 3 Freundinnen hatte und sich für keine entscheiden konnte. Bert bat ihn, von jeder der drei Freundinnen zu erzählen. Und als er von allen erzählt hatte, sagte Bert, das es die Dritte sei. Der andere verstand nicht und fragte, wie er zu dem Urteil gekommen sei. Und Bert antwortete: "Als du von der dritten Freundin erzähltest, da leuchteten deine Augen!"


Vorlage:Geschichte 23



Eine Frau traf ein kleines Mädchen, das am Strand auf und ab lief. Der Sturm hatte über Nacht mit den tosenden Wellen tausende von Seesternen ans Ufer getrieben. Da lagen sie, auf dem weißen Sand. Das Mädchen hob immer wieder welche auf und warf sie zurück ins Meer. Die Frau fragte sie: »Warum tust du das? Du wirst damit nie fertig werden. Hier liegen Tausende von Seesternen herum. Sie werden sterben. Dein Verhalten ändert doch nichts.« »Vielleicht stimmt das, was du sagst«, antwortete das Mädchen, »aber für diesen einen Seestern hat sich etwas verändert.«

aus "Ente oder Adler" von Ardeschyr Hagmaier


Vorlage:Geschichte 25


Das Urteil
Es war einmal ein alter Mann, der besaß ein schönes weißes Pferd. Da, eines Morgens fand man es nicht mehr im Stall und die Leute warfen ihm vor: "Wir haben gewusst, dass das Pferd gestohlen würde. Es wäre besser gewesen, es zu verkaufen!" Der alte Mann antwortete: "Geht nicht so weit, das zu sagen. Alles was ist, ist: Das Pferd ist nicht im Stall. Das ist Tatsache. Ob es ein Unglück ist oder ein Segen weiss ich nicht, weil ich nicht weiss, was folgen wird." Die Leute lachten. Man wusste ja, dass er ein bisschen verrückt war. Aber nach 15 Tagen kehrte das Pferd zurück. Es war nicht gestohlen worden, sondern in die Wildnis ausgebrochen. Und stellt euch vor, es brachte noch 12 wilde Pferde mit. Da gaben die Leute kleinbei: "Alter, du hattest recht, es hat sich tatsächlich als Segen erwiesen." Der aber entgegnete: "Wieder geht ihr zu weit. Alles was ist, ist: Das Pferd ist zurück. Ihr lest nur ein einziges Wort in einem Satz - wie könnt ihr das ganze Buch beurteilen?"
Der alte Mann hatte einen einzigen Sohn; dieser begann die Wildpferde zu trainieren. Schon eine Woche später fiel er vom Pferd und brach sich das Bein. Die Leute beklagten ihn: "Oh, welch ein Unglück." Der Alte indes entgegnete: "Ihr seid vom Urteilen besessen. Alles was ist, ist: Mein Sohn hat das Bein gebrochen. Niemand weiss, ob dies ein Unglück ist oder ein Segen.. Das Leben kommt in Augenblicken, und mehr bekommt ihr nie zu sehen." Es ergab sich, dass das Land in einen Krieg verwickelt wurde. Alle jungen Männer des Ortes wurden zwangsweise zum Frontdienst eingezogen. Nur der Sohn des alten Mannes blieb zurück, weil er sein Bein nicht gebrauchen konnte. Der ganze Ort war vom Wehgeschrei erfüllt, und die Leute kamen zum alten Mann und sagten: "Du hattest recht, es hat sich als Segen erwiesen." Der alte Mann aber meinte: "Ihr hört nicht auf zu urteilen. Alles was ist, ist: Man hat eure Söhne in die Armee eingezogen, und mein Sohn wurde nicht eingezogen ...


Zuletzt geändert am 13. Juni 2007 um 07:21