Resolving Grief: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Format Resolving Grief wurde von Connirae und Steve Andreas entwickelt. Das Format unterstützt Menschen bei der Trauerarbeit: einen Verlust so zu verarbeiten, dass sie das Wesentliche der Beziehung zu dem vorlorenen Menschen behalten und darüber hinaus mit anderen weiterleben können, ohne Traurigkeit und schlechte Gefühle.
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Das Format Resolving Grief wurde von [[Connirae_Andreas | Connirae]] und [[Steve Andreas]] entwickelt. Das Format unterstützt Menschen bei der Trauerarbeit: einen Verlust so zu verarbeiten, dass sie das Wesentliche der Beziehung zu dem verlorenen Menschen behalten und darüber hinaus mit anderen weiterleben können, ohne Traurigkeit und schlechte Gefühle.
  
 
== Anwendung, Einsatz ==
 
== Anwendung, Einsatz ==

Aktuelle Version vom 20. September 2018, 23:31 Uhr

Format zur Trauerarbeit


Beschreibung

Das Format Resolving Grief wurde von Connirae und Steve Andreas entwickelt. Das Format unterstützt Menschen bei der Trauerarbeit: einen Verlust so zu verarbeiten, dass sie das Wesentliche der Beziehung zu dem verlorenen Menschen behalten und darüber hinaus mit anderen weiterleben können, ohne Traurigkeit und schlechte Gefühle.

Anwendung, Einsatz

Das Format wird vordergründig zur Trauerarbeit eingesetzt. Weiterhin dient das Format zur Unterstützung von

  • Etwas zu bearbeiten, was man verloren hat (einen Freund, ein Tier, einen Job usw.).
  • Eine glückliche Kindheit, die man (angeblich) nie gehabt hat.
  • Eine positive Beziehung zu einem Elternteil, die einem heute noch fehlt.

Neben der Bearbeitung bereits geschehener Verluste kann das Format ebenfalls eingesetzt werden, um einen Menschen auf einen Verlust, einen Tod, eine Trennung oder vielleicht eine Scheidung vorbereiten.

Ablauf

Thema und Kalibrierung

  • Thema erfragen
  • Trauerrepräsentation kalibrieren
  • "Denke bitte kurz an den Menschen, den du verloren hast und über dessen Verlust du trauerst. Wie denkst du an diese Person?"
  • Skalenfrage einsetzen.

Ressourcevollen Lösungsrepräsentation

  • Arbeite die Submodalitäten der ressourcevollen Lösungsrepräsentation heraus
  • "Denke jetzt an einen Menschen, der nicht mehr in deinem Leben ist und an den du gerne und mit Freude zurückdenkst. Wie denkst du an diese Person?"

Öko-Check

  • "Ist es für dich in Ordnung, dich in derselben Weise an den Menschen, um den du trauerst, zu erinnern wie an den Menschen, an den du gerne zurückdenkst?"
  • Wenn "Ja": Submodalitäten herausarbeiten.
  • Wenn "Nein": Den Einwand bearbeiten und ggf. das Format hier beenden.

(Der Coachee muss die Trauer wirklich überwinden wollen. Sonst ist es an dieser Stelle besser, das Format zu beenden.)

Mapping Across

  • "Denke nun noch einmal an den Menschen, um den du trauerst."
  • Submodalitäten herausarbeiten und
  • Übertragung der Submodalitäten der Lösungsrepräsentation auf die der Trauerrepräsentation.
  • Skalenfrage erneut stellen, um Veränderung zu messen.

Werte für gute Erinnerungen

  • "Blicke jetzt auf die guten und schönen Erlebnisse, die du mit dem Menschen, um den du trauerst, erlebt hast, zurück. Konzentriere dich dabei nur auf die guten Erlebnisse. Finde dabei heraus, was genau du am Zusammensein mit diesem Menschen in den gut Erlebnissen schätzt. Welche Werte wurden dir dadurch erfüllt?"

Wertebild

  • "Wenn du jetzt an diese Werte denkst, welche Bild entsteht dann vor dir, dass diese Werte repräsentiert? Dieses Bild kann symbolisch oder abstrakt sein. Es wird aber auf jeden Fall das Wesentliche der besonderen und schönen Erlebnisse mit dem Menschen um den du trauerst enthalten und bewahren."

Zukunftsbild

  • Erzeugen: Nimm dieses Wertebild und gehe damit in die Zukunft. Stelle dir vor, dass du einer anderen Person begegnest, mit der du diese Werte lebst. Welches Bild entsteht daraus? Dieses Bild kann vielleicht noch etwas verschwommen oder unklar sein, weil du vielleicht noch nicht weißt, wen du in der Zukunft noch treffen wirst. Es wird aber genauso die Werte, wie das Wertebild von eben, repräsentieren."
  • Vervielfältigen: "Nimm jetzt dieses Bild und vervielfältige es, als ob ein Kartenspiel daraus wird. Und vielleicht während du es vervielfältigst, stellt sich heraus, dass jede Karte ein bisschen anders ist, aber jede repräsentiert deine besonderen Werte."
  • Ausstreuen: "Wenn du diesen Bilderstapel hast, möchte ich, dass du dir vorstellst, sie in deiner Zukunft auszustreuen, so dass sie sich in deiner Zukunft verteilen. Einige näher bei dir, einige ferner. Nachdem du sie verteilt hast, kannst du wieder erkennen, dass sie das Wesentliche wiederspiegeln." (vorher herausgearbeitete Werte)

Testen

  • "Was denkst du jetzt über deine Zukunft und wie denkst du an den Menschen, um den du getrauert hast?"
  • Stelle noch einmal die Skalenfrage, um zu testen, wie das Gefühl im Vergleich zum Anfang ist.

Übung

Übung für 3 Personen, Dauer ca. 60 Min.

Ablauf:

  • Submodalitäten der Trauerrepräsentation
  • Submodalitäten der ressourcevollen Lösungsrepräsentation
  • Öko-Check
  • Mapping Across
  • Gute Erinnerungen markieren
  • Wertebild
  • Zukunftsbild erzeugen, vervielfältigen und ausstreuen
  • Testen

Verwandte Formate

Trauerreframing