Symptomaufstellungen

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Version vom 2. Mai 2012, 20:22 Uhr von Carsten Gramatke (Diskussion | Beiträge)

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Symptomaufstellungen sind eine Variante der Systemischen Aufstellungen.

Systemischen Aufstellungen werden auch in der Anwendung des NLP genutzt. Bekannte Vertreter des Systemischen NLP sind z.B. Virginia Satir und Robert Dilts.

Aufstellungsarbeit bietet die Möglichkeit, innerseelische Vorgänge darzustellen. Durch diese werden Einsichten, Erkenntnisse und Lösungsmöglichkeiten gewonnen, die bewusst bisher unzugänglich waren. Generationsübergreifende Verstrickungen und familien-dynamische Zusammenhänge können Hindernisse auf dem Weg zur Gesundheit sein. Syptomaufstellungen können hilfreich sein, wenn der Patient mit z.B. chronischen Symptomen trotz ärztlicher Behandlung keine Linderung erfährt. Sie können eine ärztliche Behandlung unterstützen und somit Ressourcen zur Selbstheilung aktivieren.


Das Ziel von systemischen Aufstellungen ist es, unbewusste Verstrickungen und Bindungen, sowie Blockaden und verborgene Dynamiken bewusst zu machen und aufzulösen.


Themen des Symptomaufstellens können sein

- körperliche u. psychosomatische Beschwerden

- chron. Erkrankungen

- Depressionen

- Ängste

- starke, wiederkehrende Gefühlszustände wie Trauer, Fremdbestimmtheit oder Starre.


Können Menschen negative Erfahrungen nicht oder kaum bewältigen, entstehen psychische Probleme und seelische Konflikte, die sich bis hin zu einer Krankheit manifestieren. Solche Überforderungen und Traumatisierungen werden durch sog. „Live Events“ wie z.B. plötzliche Todesfälle oder soziale Stresssituationen, wie z.B. sexueller und emotionaler Missbrauch, Trennungserlebnisse, nicht verarbeitete Abtreibungen, hervorgerufen.

Diese Erfahrungen werden häufig unbewusst und unerkannt innerhalb des eigenen Familiensystems weitergegeben und spielen in den Alltag und Beziehungen hinein.

Das systemische Symptomaufstellen bietet eine Möglichkeit, blockierende und krankmachende Glaubenssätze zu erkennen und zu verändern sowie generationsübergreifende, systemische Hintergründe von emotionalen Zuständen und Krankheiten zu veranschaulichen und damit transparent zu machen und zu klären.



Die Vorgehensweise:

Anschaulich werden mittels Stellvertretern beim Syptomaufstellen die Grundmuster und Beziehungen des Aufstellers und des Symptoms sowie deren Dynamik untereinander geklärt und deren Verstrickung gelöst. Im weiteren Verlauf zeigen sich dann die Thematiken, die in der Verstrickung eine tragende Rolle spielen.

Eine gute Lösung ist gegeben, wenn das Symptom und dem, wofür es steht, den ihm gebührenden Platz im System einnimmt und angemessene Würdigung erfahren kann. Die Würdigung wird als spürbare Entlastung erlebt. Eine neue Ordnung entsteht, die stärkend wirkt.

So können in der Syptomaufstellung die Stellvertreter die grundlegenden Bezüge des Symptoms und den damit verbundenen Thematiken intuitiv erfassen. Gegenstand der Intuition ist nicht die gedankliche Welt oder die subjektiven Mutmaßungen der Stellvertreter, sondern deren unmittelbares Empfinden zueinander.

Das Erkennen geschieht nicht nur mittels des einzelnen Stellvertreters, sondern entsteht auch mit den Bezügen der Stellvertreter untereinander. Der Aufstellungsleiter greift dieses Wissen auf und macht es dem Aufsteller anschaulich aus einer übergeordneten Perspektive. Damit werden die Verstrickungen deutlich und es wird möglich, Erkenntnisse und (Glaubens-)Sätze zu finden, um sich aus den Verstrickungen zu lösen.

Durch das Miterleben und die Stellvertretung in der Aufstellung des Symptombildes findet ein ständiger Erfahrungs- und Lernprozess des Aufstellers statt, bei dem sich zusätzlich neue Perspektiven für die eigenen Beziehungszusammenhänge eröffnen.

Das Symptom – als Ausdruck / Stellvertreter eines ungelösten Themas – kann sich auflösen und das Leben gestaltet sich wieder fließender und freudvoller; Beziehungen werden leichter, Lebensumstände verändern sich und der Körper hat die Möglichkeit sich zu entspannen, zu regenerieren und zu heilen.

Es wird gelernt, sich nicht länger auf das auszurichten, was schwächt, sondern auf das, was stärkt. }}