Transaktionsanalyse: Unterschied zwischen den Versionen

Aus NLPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zeile 9: Zeile 9:
  
 
Die Methoden und Konzepte der TA sind immer noch sehr populär in zahlreichen Coaching-Situationen: in Beratung, Seelsorge, Erziehung, Erwachsenenbildung und Organisationsentwicklung.
 
Die Methoden und Konzepte der TA sind immer noch sehr populär in zahlreichen Coaching-Situationen: in Beratung, Seelsorge, Erziehung, Erwachsenenbildung und Organisationsentwicklung.
 +
 +
== Konzepte der TA ==
 +
 +
TA beruht weitestgehend auf zwei Konzepten.
 +
 +
: 1. '''Jeder Mensch trägt drei verschiedene Ich-Zustände in sich.'''
 +
Diese Zustände sind aber nicht etwa Rollen, sondern Realtitäten. In dem Moment, in dem man sich im Kindheits-Ich befindet, ist man ''wirklich'' ein Kind von 4 Jahren!
 +
 +
:*''Das Eltern-Ich''
 +
: Sammlung aller Ermahnungen und Regeln, die ein Kind in den ersten sechs Jahren zu hören bekommt, bevorzugt von den Eltern, aber auch von anderen stark beeinflussenden Faktoren (z.B. dem Fernsehen). Es handelt sich hier um unzweifelhafte Wahrheiten, die später nicht mehr korrigiert werden können.
 +
:*''Das Kind-Ich''
 +
: Parallel zum Eltern-Ich entsteht diese Sammlung von inneren Ereignissen. Da der kleine Mensch noch nicht ausreichend über Sprache verfügt, geht es hier vor allem um Gefühle. Kennzeichnend für diesen Zustand ist die Hilflosigkeit und Passivität.
 +
:*''Das Erwachsenen-Ich''
 +
: Hier geht es um Informationen, die der erwachsene Mensch sich selbst beschafft. Das Erwachsenen-Ich trifft aktiv Entscheidungen und nimmt Einfluss auf das eigene Leben.
 +
 +
: 2. '''Die Theorie der vier Lebensanschauungen'''
 +
  
 
<!--
 
<!--

Version vom 26. November 2009, 23:06 Uhr

[Dieser Beitrag entsteht gerade - also bitte nicht über Unvollständigkeiten wundern...]


Eric Berne (1910-1970) entwickelte die Transaktionsanalyse (TA) Mitte der fünfziger Jahre in den USA. Selbst Psychiater mit psychoanalytischer Ausbildung war er unzufrieden mit der Psychotherapie seiner Zeit. Dies animierte ihn zu einer Reihe von Innovationen:

  • Er fand ein Verfahren, mit dem Probleme schnell und pragmatisch gelöst wurden.
  • Berater und Klient bestimmen gemeinsam ein Ziel, für dessen Erreichen sie gemeinsam verantwortlich sind. Auf diese Weise gibt es eine (bisher nicht gekannte) Gleichberechtigung beider Seiten.
  • Die Methoden der TA liegen offen - es gibt keine Geheimsprache, kein Geheimwissen, alles muss auch für Laien verständlich sein.

Die Methoden und Konzepte der TA sind immer noch sehr populär in zahlreichen Coaching-Situationen: in Beratung, Seelsorge, Erziehung, Erwachsenenbildung und Organisationsentwicklung.

Konzepte der TA

TA beruht weitestgehend auf zwei Konzepten.

1. Jeder Mensch trägt drei verschiedene Ich-Zustände in sich.

Diese Zustände sind aber nicht etwa Rollen, sondern Realtitäten. In dem Moment, in dem man sich im Kindheits-Ich befindet, ist man wirklich ein Kind von 4 Jahren!

  • Das Eltern-Ich
Sammlung aller Ermahnungen und Regeln, die ein Kind in den ersten sechs Jahren zu hören bekommt, bevorzugt von den Eltern, aber auch von anderen stark beeinflussenden Faktoren (z.B. dem Fernsehen). Es handelt sich hier um unzweifelhafte Wahrheiten, die später nicht mehr korrigiert werden können.
  • Das Kind-Ich
Parallel zum Eltern-Ich entsteht diese Sammlung von inneren Ereignissen. Da der kleine Mensch noch nicht ausreichend über Sprache verfügt, geht es hier vor allem um Gefühle. Kennzeichnend für diesen Zustand ist die Hilflosigkeit und Passivität.
  • Das Erwachsenen-Ich
Hier geht es um Informationen, die der erwachsene Mensch sich selbst beschafft. Das Erwachsenen-Ich trifft aktiv Entscheidungen und nimmt Einfluss auf das eigene Leben.
2. Die Theorie der vier Lebensanschauungen


Hinweise & Beispiele

Geschichte

Wenn man eine wissenschaftliche Basis für die Transaktionsanalyse sucht, findet man sie in den Erkenntnissen der frühen Neurochirurgie aus den USA. Der Neurochirurg Wilder Penfield (1891 - 1976) machte in den 50er Jahren im Rahmen seiner Operationen Versuche an den Schläfenlappen seiner Patienten.
Er reizte mit schwachen elektrischen Impulsen deren Großhirnrinde, und sie, nur örtlich betäubt, machten Aussagen über so hervorgerufene Erinnerungen.
Interessant dabei sind vor allem zwei Dinge: Wiederholte er die Reizung, wiederholte sich auch die Erinnerung und zwar so, dass die Patienten sie förmlich noch einmal durchlebten. Die Patienten sahen sich wie in einem Film; der Einfluss der Sonde war zwingend, d.h., sie konnten die hervorgerufene Erinnerung weder verhindern noch sie beeinflussen.
Thomas A. Harris (1910 - 1995), amerikanischer Psychiater, ging davon aus, dass Situationen im Alltag die Funktion der elektrischen Reize übernehmen können. Erlebt ein Mensch etwas, was in er in seiner Vergangenheit ähnlich schon einmal erlebt hat, kommen alte Gefühle wieder hervor. Dieses Wiedererleben aber läuft unterbewusst ab, als Indiz dienen nur die dadurch hervorgerufenen Gefühle, die schwer einzuordnen sind, da ihnen konkrete Inhalte fehlen.



Siehe auch

assoziierte Methoden

zwei wichtige Konzepte, die angelehnt an die Transaktionsanalyse entwickelt wurden bzw. gemeinsame Ideen haben:

  • themenzentrierte Interaktion nach Ruth Cohen
  • Psychografie

Literatur

Eric Berne: Spiele der Erwachsenen. Hamburg 1970, ISBN 9783499613500
Harris, Amy B. & Harris, Thomas A.: Einmal o.k. Immer o.k. Transaktionsanalyse für den Alltag. Hamburg 1990, ISBN 9783499187889
Harris, Thomas A.: Ich bin o.k. Du bist o.k. Eine Einführung in die Transaktionsanalyse. Hamburg 1975.
Penfield, Wilder: "Memory Mechanism", American Medical Association. Archives of Neurology and Psychiatry, 67 (1952): 178 -198.

Weblinks