Ziel

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Version vom 12. April 2006, 23:47 Uhr von Ralf Stumpf (Diskussion | Beiträge) (neuer Artikel (Definition, Text, Aufsatz, ...?))

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Ein Ziel ist ein zukünftiger, wünschenswerter Zustand.

Im NLP sind Ziele grundlegend wichtig, da die Methode sich als zielorientiert versteht:

Ziel, Zukunft, Ergebnis, Lösung, ... Problem, Vergangenheit, Ursache, Grund/Begründung, ...

Die Wichtigkeit von Zielen im NLP ist auch historisch begründet: in den 1970er Jahren war Psychotherapie vorwiegend problem- und vergangenheitsorientiert. Der Blick auf Ziele war deshalb neu und befreiend. Da ein zielorientiertes Vorgehen in Therapie und Beratung heute viel selbstverständlicher ist, lohnt sich auch ein Blick auf die Vor- und Nachteile einer Zielorientierung.

Wortherkunft, Begriffsdefinition und Unterscheidungen

Nach Pauls Deutschem Wörterbuch leitet sich das Wort vom althochdeutschen/mittelhochdeutschen zil ab und meint ursprünglich einen festgesetzten Punkt, der dazu dient, Richtung und Ende einer Bewegung zu bestimmen (z.B. beim Schießen oder Jagen). Bald wird der Begriff auch im übertragenen Sinne für die Richtung einer Tätigkeit benutzt. Bereits im mittelhochdeutschen entsteht die Begriffsverknüpfung mit einem Zeitpunkt (z.B. Zahlungsziel).

Dem deutschen Wort Ziel stehen mehrere englische Worte gegenüber und es zeigen sich wieder die NLP-typischen Unschärfen bei der Übertragung vom Englischen in Deutsche (vergl. NLP-Jargon):

Wo im Deutschen Ziel steht, heißt es im Englischen oft Outcome, was eigentlich Ergebnis, Ausgang, Folge heißt. Das Wörterbuch (http://dict.leo.org) nennt für Ziel: ambition, designation, destination, end, goal, intention, object, objective, prompt, purpose, target

Unterscheidungen

In der Praxis lohnen sich folgende Unterscheidungen:

Punkt- und Prozeßziele:

  • Punktziele
    • bezeichnen einen klar definierten Zeit-Punkt, z.B. 31.12.2005, 20.00 Uhr
    • sind normalerweise auf der Ebene Kontext und/oder Verhalten, d.h. »ich habe« oder »ich mache«
    • lassen sich sinnvoll in der Vergangenheitsform formulieren: »Ich werde in New York gewesen sein.«, »Ich werde die Prüfung bestanden haben.«
  • Prozeßziele
    • bezeichnen einen andauernden Prozeß, oft ohne Zeitangabe, manchmal mit Angabe eines Beginns oder Zeit-Raums (»ab Dezember«, »im nächsten Jahr«)
    • können auf allen logischen Ebenen sein, bevorzug auf den höheren logischen Ebenen
    • lassen sich nicht sinnvoll in der Vergangenheitsform formulieren (lassen sich nur sinnvoll in der Gegenwartform formulieren): »Ich werde Englisch gekonnt haben.«, »Ich werde glücklich gewesen sein.«


kurz-, mittel- und langfristig:

Die Begriffe werden gerne verwendet und selten definiert. Von Ralf Stumpf stammt folgende Unterscheidung (Q: Artikel »Zielen üben«):

  • kurzfristig: Lebensalter in Wochen (z.B. 32 Jahre – 32 Wochen, d.h. 7 bis 8 Monate)
  • mittelfristig: Lebensalter in Monaten (z.B. 32 Jahre – 32 Monate, d.h. gut 2,5 Jahre)
  • langfristig: Lebensalter in Jahren (z.B. 32 Jahre – 32 Jahre, also bis zum 64 Lebensjahr).

Zitat: Dieser Maßstab hat mehrerer Vorteile. Erstens messen Sie Ihre Zeitspannen an sich selbst. Und zweitens werden die Zeitspannen im Laufe des Lebens länger und entsprechen damit unserem subjektiven Zeitgefühl. Für eine Kind ist ein Vierteljahr eine Ewigkeit, alte Menschen denken in Dekaden. Und fragen Sie mal eine Zwanzigjährige nach ihrem Wunschbild für den neunzigsten Geburtstag...! Für die ist Vierzig schon unvorstellbar alt. (Q: Artikel »Zielen üben«)


linear vs. nicht-linear; Ordnung vs. Chaos; monokausal vs. komplex

http://www.grube-trainings.de/spurwechsel.pdf


[to be continued]