# Nicht-Wahrhaben-Wollens
Man erfährt davon, dass jemand Geliebtes verstorben ist - oder dass der Partner einen verlassen möchte und ist erst mal schockiert und fühlt sich leer. Innerlich sträubt sich alles gegen diesen Gedanken, man will es nicht wahrhaben. Dieser Zustand kann Stunden bis Tage anhalten.
# aufbrechenden Gefühle
Die unterdrückten Gefühle kommen plötzlich an die Oberfläche... es können nebenher Wut, Angst, Ohnmachts- und Einsamkeitssgefühle aufkommen, körperliche Symptome oder Apathie auftreten.
# Suchen und Sich-Trennen
Wir bewegen uns gedanklich wieder auf den geliebten Menschen zu und versuchen die Nähe zu ihm widerherzustellen, indem wir zum Beispiel Orte aufsuchen, die wir mit dieser Person verbinden oder uns Fotos oder Filme anschauen. Es kann auch zu einem inneren Dialog mit der Person kommen.
# Neuer Selbst- und Weltbezug
Dieser Prozeß wird positiv abgeschlossen, wenn der Trauernde wieder "Ja" zum Leben sagt und sich entscheidet, nicht weiter in der Trauer zu verharren.
Es wird ein "Neuer Selbst- und Weltbezug" hergestellt und eine neue Art von "geistiger Beziehung" zu dem Menschen aufgebaut, den man verloren hat. Er lebt quasi als innere Repräsentanz weiter.
=== Jorgos Canacakis ===