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Änderungen

Glaubenssatz

61 Byte hinzugefügt, 19:23, 20. Sep. 2007
Korrektur Rechtschreibung
Glaubenssätze stützen sich auf:
*Entscheidungen, Erinnerungen, Einstellungen -> [[Geschichte]]n
*Ein Gefühl der Sicherheit ->[[Statemanagement]]*Die ->[[Realitätsstrategie]].*Andere Glaubenssätze ->[[Glaubenssystem]]e*„Logische“ Begründungen und Folgerungen ->[[Sleight of Mouth Pattern]]
Es gibt zwei Arten von Glaubenssätzen:
*Regeln (Ursache Wirkung): "wenn..., dann...", "X bedeutet Y", "Weil... "
*Annahmen: "Es ist nun mal so...", "Die Menschen/Das Leben...", "Man kann/darf/soll/muss/ist (nicht) ..."
Anthony Robbins gliedert "unsere Anschauungen" in der Reihenfolge ihrer Stärke in: Meinungen - Glaubenssätze - Überzeugungen (Wissen).
Nach [[Watzlawick%2C_Paul|Paul Watzlawick ]] gibt es Wahrheiten erster Ordnung (sehen alle so) und Wahrheiten zweiter Ordnung (sehen nicht alle so).
[[Dilts, Robert|Robert Dilts]]<ref>Dilts - S.37ff</ref> bietet eine weitere Unterteilung von Glaubenssätzen an:
Glaubenssätze haben die Fähigkeit, sich selbst zu erhalten. Solange die Hauptaussage erhalten bleibt, sind diese sehr anpassungsfähig und oft logisch nicht widerlegbar.
<i>Ein Patient hatte die Wahnvorstellung, eine Leiche zu sein, und nahm deshalb keine Nahrung mehr zu sich. <br>
Sein Therapeut fragte ihn: "Bluten Leichen?" <br>
Antwort: "Nein, sie sind blutleer." <br>
Im erweiterten Sinne ist daher jede Aussage ein Glaubenssatz. (Ist Blau wirklich blau - für jeden? Ist die Erde wirklich eine Kugel - woher weißt du das? Welche Beweise hast du für deine Vergangenheit - oder bist du vielleicht gerade eben mit deiner "Erinnerung" geschaffen worden und mit dir all die anderen Menschen (mit ihrer Erinnerung)? Gibt es dich wirklich - oder träumt dich ein höheres Wesen? ...)!
Glaubenssätze sind das Baumaterial, mit dem wir unsere Wirklichkeit stabilisieren. Glaubenssätze helfen uns, uns in der Welt zu orientieren. Dem Begriff Glaubenssatz haftet oft ein Markel Makel an, als müsste man Glaubenssätze grundsätzlich auflösen oder verändern; doch über 99% unserer Glaubenssätze sind wertvoll und unterstützen uns in unseren (Über)Leben!
*Selbstwirksamkeitserwartung - Den Glauben, dass Du alles hast, um das Ziel zu erreichen (auch wenn Du glaubst, dass Du hierfür Deine Ressourcen neu organisieren musst).
*Reaktionserwartung - Das was Du als Resultat Deiner Aktivitäten, in einer bestimmten Situation, erwartest. <br>
Hat eine Person weder Zielerwartung (→hoffnungslos→ hoffnungslos) noch Selbstwirksamkeitserwartung (→hilflos→ hilflos) wird sie apathisch. D.h. sie wird nicht die notwendigen Schritte zur Zielerreichung unternehmen. "Wenn Sie nicht erwarten, von einer Krankheit zu gesunden, werden Sie nichts von all dem tun, was Ihnen helfen kann, sich zu erholen - besonders nicht solche Dinge, die schwierig sein könnten. Mit anderen Worten, wenn sie Sie nicht daran glauben, dass Ihr Ziel auf sie Sie wartet, ..., dass sie Sie haben was sie Sie brauchen, um ihr Ihr Ziel zu erreichen, werden Sie nicht tun, was nötig und wichtig ist, um Ihr Ziel zu erreichen."<ref>Dilts - S.35</ref>
Klient: "Hm, tja also ... ich nehme an, in einem Restaurant könnte Fisch serviert werden."<br>
Psychoanalytiker: "Ah-ha! Ich wusste es doch. Fische im Traum."<br>
Eines der Probleme bei der Identifizierung von Glaubenssätzen ist, dass man als Helfer dazu tendiert, bei anderen Menschen Beweise für seine eigenen Glaubenssätze zu finden. </i></small>
</ref> ("eingeladene" Projektion)
::Gegen Projektion hilft nur: wach sein gegenüber den eigenen Erwartungen und dem Gefühl, man wüsste schon, was als nächstes kommt!
*Roter Hering <ref>Dilts - S.41: <i><small>"Wenn Ihnen Menschen über ihre Glaubenssätze berichten, erhalten Sie oft logische Konstrukte, die die Leute erfunden haben , um bestimmten ihrer Verhaltensweisen Sinn zu geben. Freud sprach über den Begriff frei-flottierender Angst. (Angst, die durch unbewusste Konflikte entsteht.) Nach Freud ist das Angstgefühl das einzige, dessen sich eine Person mit solch einem Problem bewusst ist. Daher denkt sie sich logische Gründe dafür aus, warum sie sich so fühlt. Ihre logischen Gründe haben nichts mit ihren Angstgefühlen zu tun. <br>
Ich nenne diese logischen Konstrukte "rote Heringe". Wenn Sie jemals mit "zwangsbesessenen" ("obsessive-compulsive") Menschen gearbeitet haben, sind Sie wahrscheinlich diesem Phänomen begegnet. Eine Frau hat vielleicht bestimmte Erklärungen über Mikroben und warum es ihr davon schlecht geht. Ihre Erklärungen haben im Allgemeinen gar nichts damit zu tun, wo diese Gefühle herkommen."
</small></i></ref>(Eine falsche Fährte wird gelegt, indem ein logisches Konstrukt für die Glaubenssätze/Gefühle/Verhalten geliefert wird)
*Auf einen Glaubenssatz bekommt man oft starke Reaktionen (deutliche Zustimmung oder Ablehnung).
*Erfolgreiche Glaubenssatzänderungen setzten deutliche Emotionen frei (Grinsen, Lachen, Verwirrung,...).
*Glaubenssätze sind weder gut noch schlecht, . Glaubenssätze können einem Menschen jedoch mehr oder weniger Wahlmöglichkeiten und damit [[Flexibilität]] geben. *Glaubenssätze kann man durch anzweifeln Anzweifeln und durch Hinterfragen verändern ([[Sleight of Mouth Pattern]]). ("Welchen Beweis hast du jetzt dafür, dass dein Problem wirklich besteht? Bist du dir wirklich sicher?")
*Glaubenssätze werden durch Zustimmung oder Widersprechen eher gestärkt.
*Glaubenssätze vertragen Ausnahmen ("Ausnahmen bestätigen die Regel"): "Geld verdirbt den Charakter - naja mein Freund Kurt - der Millionär - ist eine Ausnahme aber ..."
Nachdem jeder Satz ein Glaubenssatz ist, gibt es hier eine Fülle von möglichen Formulierungen:
*Typische Glaubenssätze erkennst Du an:
::Wenn/dann; Es ist nun mal so, dass...; Die Menschen/Das Leben/...; Weil...; X bedeutet y.
*Eine weitere Gruppe von Glaubenssätzen verwenden die Modaloperatoren "müssen", "dürfen", "können", "sollen" und "sein":
::Ich muss arbeiten (weil ich sonst...). Ich sollte meine Eltern lieben ... Ich darf mich nicht fürchten. Ich bin nun mal (k)ein...
#Das Ziel ist erreichbar, es gibt einen Weg.
#Der Weg ist mir bekannt, ich kenne den Weg.
#Das Ziel ist von mir erreichbar, ich kann es erreichen, den Weg gehen.
#Ich mache es, ich gehe den Weg.
#Ich habe es verdient (dieses Ziel zu erreichen).
;Schwächung von Glaubenssätzen und Mehrung von Wahlmöglichkeiten
#Suche dir drei Glaubenssätze (A,B,C) von denen A und B im gleichen Kontext stehen und dich behindern. Du solltest dir #*bei A 100% sicher bist das sein, dass es stimmt (z.B. "Es ist wichtig , sich Namen merken zu können!")#*bei B 100% sicher bist das sein, dass es nicht stimmt , aber wäre schön , wenn es so wäre (z.B. "Ich kann mir gut Namen merken!")#* bei C nicht sicher bist sein und es sollte dir auch eigentlich egal ist sein (z.B. "In Dänemark gibt es mehr Frauen als Männer!")
#Finde die Submodalitäten für starke und schwache Glaubenssätze (Gemeinsamkeiten von A und B im Gegensatz zu C) auf den Sinneskanälen V, A und K (VAK sind üblicherweise unterschiedlich stark).
#Erlebe nun A und B mit den Submodalitäten von C ([[Mapping across]]).
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