Die ersten vier Positionen des Tetralemmas welche als Orte dargestellt werden, wurden um die fünfte Position erweitert. ( Die sogenannte vierfache Negation) Diese fünfte Nicht-Position wird als freies Element dargestellt.
1. Etwas ist (so) / bezeichnet als das Das Eine
beispielsweise eine Lösung die ein Klient als einzig richtige sieht und die für Ihn im Vordergrund steht.
2. Etwas ist nicht (so) / bezeichnet als das Das Andere Das Andere Dieser Standpunkt steht im direkten Gegensatz zur „richtigen Lösung“ (siehe 1.) Und damit ist das Dilemma perfekt! .
Es ist hilfreich wenn „das Andere“ eine echte Alternative zum „Einen“ ist.
Eine einfache Negation des „Einen“ reicht nicht aus, da sie keine eigene Substanz einbringt.
3. Etwas ist sowohl (so) , als auch nicht (so) / ... und wird als Beides bezeichnet
Die ersten beiden Positionen werden betrachtet um den Bezugs- und Bewertungsrahmen zu erweitern
und ob man sich überhaup zwischen 1. und 2. entscheiden muss. Die dritte Position bringt ein neues Element ins Spiel
und lässt sich als erste Metaposition zum alten Dilemma definieren. Von dieser außenstehenden Position kann man beide
Positionen gleichzeitig betrachten und Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken.
Dies ist ein wichtiger Schritt zur Vereinbarkeit der Positionen
4. Etwas ist weder (so) noch nicht (so) / ... Und wird als Keines von Beidem bezeichnet
Hier geht es um Kontext und Bedeutung ohne in den Konflikt verwickelt zu sein. Die Sache wird sehr distanziert von
außen betrachtet. Es ist also eine dissoziierte Metaposition. „Wir Wir sind nicht mehr verwickelt. und Wir betrachten diese Position daher auch als externe Kontexterweiterung.
Das gibt dem Ganzen eine neue Dimension und unter Umständen einen neuen Sinn.
Mit Robert Dilts` Variante des Meta Mirrors können wir erkennen, wo in der dritten Position noch Interaktions-
Typische Fragen hierzu sind:
Welche Werte, Bedürfnisse und Motive stehen hinter Standpunkt 1, 2 und Beidem?
Welche persönlichen Ziele gibt es? Welche Ressourcengibt es? In welchem Kontext fand die Entscheidungsfrage statt?
5. die Die Nichtposition ( All dies nicht – und selbst das Nicht! - Position genannt )
Diese Position hat philosophischen Aufforderungscharakter und dient dazu vorherige Muster zu durchbrechen.
Hier wird alles in Frage gestellt und gleichzeitig unterstützt. An dieser Position angelangt, besteht die Gewissheit
dass nicht nichts gewiss ist und mit dieser Erkenntnis kann etwas Neues kreiert werden.
Die Fünfte Position erreichen wir über die Negation des Tetralemmas. Varga von Kibéd dazu:
„Diese Position nennen wir All dies nicht – und selbst das Nicht! Da sie den Aufforderungscharakter hat,
mit einbezieht, lassen wir eine deutliche Sprechpause bei „-“ eintreten…Das Wort „dies“…bezieht sich auf die ersten
vier Positionen und auf die Einsicht, dass keine dieser Positionen einen alle Aspekte des Problems unfassenden Standpunkt
darstellte. Mit "und selbst das nicht" erinnert uns die fünfte Position daran,dass auch sie kein endgültiger
Standpunkt ist und sich daher selbst aufhebt. ( von den Buddhisten als ein Nichtstandpunkt bezeichnet)"
Es istwahrscheinlich dass ab hier alles anders ist und dass es auch um twas etwas anderes geht. Typische Fragen hierzu:
Gibt es unangesprochene Hindernisse?
Um was geht es wirklich?
Zuerst stellt sich der Entscheider auf das erste Feld und spürt wie sich ein Pro der Standpunkt anfühlt. Welche körperlichen Symptome entwickeln sich? Welche Emotionen tauchen auf? Tauchen Geschmäcker, Gerüche oder Bilder auf? Gibt es irgendwelche Aussagen?
Anschließend geht er auf das zweite Feld mit denselben Vorgaben.
Danach wird die Möglichkeit getestet, ob etwas von Beidem möglich ist (z.B. einer Probe auf Zeit mit genauen Bedingungen oder dem Testen von weiteren Ressourcen) – auch hier wieder mit dem Nachspüren im Körper, wie angenehm oder unangenehm sich die Option anfühlt und ob sich etwas in Ihnen bewegt.
Danach wird die Option 'Keines von Beidem' getestet. Hier können Fragen auftauchen die wichtig sind, z.B. ob es überhaupt die eigene Entscheidung ist oder ob vor dieser Entscheidung eine andere Grundsatzentscheidung gefällt werden sollte. Evtl. müssen in Teamentscheidungen auch Werte oder Bedürfnisse vorher geklärt werden. Dann wird die fünfte Option getestet. Gibt es Träume, Visionen, ferne Zukunftsziele oder Utopien? Geht es am Ende um etwas ganz Anderes?
Aus der fünften Position entsteht das neue Eine und das neue Andere. Typische Fragestellungen dazu lauten:
• Ist vielleicht der Umgang mit einem bestimmten Hindernis das eigentliche Thema?
Ein Beispiel: Das Eine Kann ich es mir leisten, mitten in dieser einer hohen Arbeitsbelastung Urlaubzu Urlaub zu nehmen? Das Eine Ich sollte wohl weiterarbeiten. Ich schaffe es ohnehin bestimmt nicht, den Kopf frei zu bekommen. Meine Karriere Mein Job steht auf dem Spiel.
Das Geld (z.B. bei Selbstständigen) kann ich auch gut gebrauchen.
Ich kann das meinem Chef oder Kollegen nicht antun.
Das Andere
• Ich sollte Urlaub nehmen, um zu entspannen.
• Damit könnte ich endlich den angestauten Stress abbauen.
• Außerdem würde der Urlaub sonst verfallen.
• Und ich wollte ja schon lange einmal das Land ... besuchenetwas für mich tun.
• Und meine Familie könnte auch mal wieder etwas von mir haben.
• Vielleicht kann ich die wichtigsten Arbeiten mitnehmen und mich dann voll darauf konzentrieren?
• Vielleicht kann ich im Urlaub soziale Kompetenzen schulen, die mir dann wieder im Beruf gut tun?
• Kann ich, wenn ich nicht in Urlaub gehe, bessere Bedingungen im Betrieb aushandeln oder einen Bonus beim Chef heraushandeln?
Keins von Beidem
Sollte es bisher noch nicht dazu gekommen sein, können hier Werte, Bedürfnisse und Motive abgefragt werden. In diesem Falle:
Karriere, Geld und die Achtung vor Hierarchien 'sich auch mal gegen den Chef durchsetzen',
Erholung und Familien- / Freinzeit. Der Kontext lautet: Ein strenger Chef, gestresste Kollegen, eine bedürftige Familie,