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Benutzer:Mandy B.

2.329 Byte hinzugefügt, 13:32, 14. Okt. 2015
Am Ende wird ein Verfahren entworfen, wie das Muster anderen Menschen beigebracht werden kann. Damit erfolgt eine Verallgemeinerung, so dass theoretisch jede Person in der Lage sein müsste, das erfolgreiche Muster anzuwenden.
== Modelllernen ==
 
Das Modelllernen (oder auch sozial-kognitives Lernen) basiert auf der Erkenntnis, dass Menschen und Tiere durch Imitation lernen können, indem sie Handlungen anderer beobachten [2] . Auf der Basis von Modelllernen ([[modelling]]) werden zum Beispiel Wissen, Verhaltensmuster oder kognitive Fertigkeiten erworben, die zuvor nicht Bestandteil des eigenen Repertoires waren [3]. Durch die Beobachtung und anschließende Imitation eines Modells kann das eigene Verhalten beispielsweise dem erfolgreicher Personen angepasst werden ohne eigene Fehler zu machen oder ohne ein langwieriges Ausprobieren. Somit kann Lernen stattfinden, wenn nicht selbst „aktiv“ gehandelt, sondern eher „passiv“ beobachtet wird. Diesen wirksamen Lernmechanismus hat Bandura bereits seit den 60er-Jahren in vielen Studien empirisch untersucht.
Es gibt verschiedene Typen des Modelllernens wie zum Beispiel Beobachtungslernen, Hemmung (negative (soziale) Konsequenzen werden erwartet) oder Enthemmung (negative (soziale) Konsequenzen entfallen), die häufig im Zusammenhang mit dem Erlernen aggressiven Verhaltens untersucht werden [3]. Ob Modelllernen tatsächlich stattfindet und somit das Verhalten oder ähnliches einer anderen Person imitiert wird, hängt laut Bandura von vier Faktoren ab [2]:
1. Aufmerksamkeit
Dem zu modellierenden Verhalten muss genügend Aufmerksamkeit geschenkt werden, das heißt, das Verhalten muss als neu, auffällig, attraktiv oder ähnliches wahrgenommen werden.
 
2. Gedächtnis
Das zu modellierende Verhalten muss erinnert werden können. Dies bezieht sich auf eher generelle, abstrakte Muster. Eine detailgetreuere Abbildung des Verhaltens ist meist nicht möglich bzw. erforderlich.
3. Motorische Reproduktionsfähigkeit
Soll beispielsweise ein Verhalten modelliert werden, so muss man die erforderliche Motorik mitbringen, wie zum Beispiel Kraft oder Körpergröße.
4. Motivation
Das zu modellierende Verhalten sollte einen Nutzen für die Person aufweisen, so dass diese motiviert ist, zu imitieren beispielsweise durch die Erwartung, dass das Verhalten belohnt wird.
Darüber hinaus hängt Modelllernen nach Bandura auch mit der wahrgenommenen Selbstwirksamkeit zusammen, also der subjektiven Überzeugung einer Person, ob sie ein bestimmtes Verhalten erfolgreich ausführen kann [3].
[[Kategorie:Biografie|Bandura]]
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