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Änderungen

Soziales Panorama

708 Byte hinzugefügt, 11:59, 27. Dez. 2019
Erweiterung zum Begriff der Personifikation
Lucas Derks geht dabei davon aus, dass die meisten Menschen ihre Beziehungen zu ihren Mitmenschen in Form einer inneren "Landschaft" wahrnehmen, die er soziales Panorama nennt. <br />
Die eigene Person (das Selbstbild) steht dabei in der Mitte dieses Landschaftsbildes. Die Bilder der Menschen, die in seinem Leben im gerade betrachteten Kontext eine Rolle spielen, stehen jeweils um ihn herum. Sie werden dabei als feststehende Objekte im Raum wahrgenommen. Je nachdem, wie wir uns durch internale Repräsentationen diese Menschen im Raum vorstellen, wird deutlich, auf welche Weise wir diese zwischenmenschliche Beziehung gestalten. Für diese internalen Repräsentationen wählt Der prägte Derks den Begriff '''Personifikation''', um deutlich zu machen, dass es sich um das eigene Bild der Person handelt und nicht um die Person selbst. Diese Trennung der Personifikation vom Menschen, den sie repräsentiert, ist in der weiteren Arbeit mit dem Sozialen Panorama wesentlich. Eine Personifikation ist immer fehlerhaft in dem Sinne, dass sie nie wirklich den Menschen beschreiben kann, sondern nur wie die eigene Person ihn wahrnimmt. So kann das Bild später verändert werden, indem ihm zusätzliche Eigenschaften und Submodalitäten hinzugefügt werden können, um so die soziale Beziehung aus der eigenen Sicht zu verbessern. Dabei ist unerheblich, ob der reale Mensch diese Eigenschaften hat oder nicht, die die Personifikation ja ohnehin im genannten Sinn fehlerhaft ist. <br />
Das persönliche Soziale Panorama bildet damit den Ausgangspunkt für unser soziales Handeln. <br />
2. Lassen Sie die Person, an "alle Menschen auf der Welt" denken. <br />
3. Fordern Sie die Person anschliessend anschließend auf, an eine einzelne Person oder an eine bestimmte Gruppe zu denken (z.B.: Familie, Mitarbeiter, Freunde). <br />
4. Fragen Sie die Person, wo sie sich genau diese Person/Gruppe innerlich vorstellt, z.B: vorne, hinten, links, rechts, oben, unten? <br />
Nach dem Sozialen Panorama ist der Ort, aus Richtung und , Distanz (in der wir uns andere Menschen vorstellen) und Blickrichtung der Personifikation die wichtigste soziale Untereigenschaft. <br />
'''Wir repräsentieren unsere soziale Beziehung ganz wesentlich in einer räumlichen Ordnung:'''<br />
Wir hören, sehen und fühlen Personen in einer bestimmten Richtung und in einer bestimmten Distanz. Die vertikale Position, Körpergröße anderer Personen verglichen mit dem Selbst, ist meist mit Status und Selbstwert verbunden. Wer Personen in seinem Sozialen Panorama größer macht, als er sich selbst vorstellt, fühlt sich meist diesen Personen minderwertig und ordnet sich selbst einen geringeren Status zu. <br />
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