Eine '''Realitätsstrategie''' umfasst eine Sequenz der mentalen Tests und Kriterien, die ein Mensch anwendet, um zu beurteilen, ob eine bestimmte Erfahrung oder Ereignis real oder wirklich geschehen ist. Es handelt sich dabei also um die von Mensch zu Mensch verschiedene Strategie zur Unterscheidung von Phantasie und Wirklichkeit. Die Realitätsstrategie wird im Laufe des Lebens ausgeprägt, daher verwechseln insbesondere Kinder oft [[Wirklichkeit]] und Vorstellung. Doch auch bei Erwachsenen ist diese Fähigkeit zur Unterscheidung zwischen Phantasie und Realität unterschiedlich stark ausgebildet und bei einigen Menschen fast nicht vorhanden.
"Wir Menschen werden nie genau wissen, was Realität ist, weil unser Gehirn den Unterschied zwischen vorgestellter und erinnerter Erfahrung nicht ''wirklich'' kennt. Das Gehirn nutzt dieselben [[Spiegelneuron|dieselben Zellen]], um das eine wie das andere zu repräsentieren. Deswegen brauchen wir eine Strategie, die uns wissen lässt, dass eine Information, die durch die Sinne aufgenommen wurde, bestimmte Tests durchlaufen hat, die eine imaginierte Information nicht durchläuft. <br>
Versuchen Sie ein kleines Experiment. Denken Sie an etwas, das Sie gestern hätten tun können, es aber nicht taten. Beispielsweise hätten Sie gestern einkaufen gehen können, aber Sie haben es nicht getan. Dann denken Sie an etwas, von dem Sie wissen, dass Sie es getan haben - vielleicht zur Arbeit zu gehen oder mit einem Freund zu reden. Stellen Sie die beiden im Geiste gegenüber - wie können Sie bestimmen, dass Sie das eine nicht, das andere aber sehr wohl taten? Der Unterschied kann subtil sein, aber die Qualitäten Ihrer internen Bilder, Geräusche und kinästhetischen Gefühle werden unterschiedlich sein. Wenn Sie Ihr imaginiertes Bild mit Ihrem realen kontrastieren, prüfen Sie Ihr inneres Erleben - sind die Vorstellungen an der gleichen Stelle Ihres Gesichtsfeldes lokalisiert? Ist eins klarer als das andere? Ist eins ein Film und eins ein Standbild? Gibt es Unterschiede in der Qualität Ihrer inneren Stimmen? Die Qualität der Information in unseren Sinnen ist für reale Erfahrungen irgend wie präziser gespeichert als für imaginierte, und das ist es, was den Unterschied ausmacht. Wir haben eine ''Realitätsstrategie'', die es uns ermöglicht, den Unterschied zu erkennen. <br>
Viele Menschen haben versucht, sich selbst zu verändern oder zu re-programmieren, indem sie visualisiert haben, wie sie erfolgreich sein würden. Bei all jenen Leuten, die diese Strategie natürlicherweise auch benutzen, wird das gut funktionieren. Bei all denen, die