Bei Stress wird die Funktion der Synapsen, die den Informationsfluss im Gehirn regeln, gestört. Verantwortlich dafür sind die bei Stress ausgeschütteten Hormone Adrenalin und Noradrenalin. Sobald deren Spiegel im Gehirn ansteigt, können Synapsen nicht mehr ungestört feuern, d.h. es fehlt an Transmittersubstanz bzw. die Transmittersubstanz wird nicht mehr ausgeschüttet und der Impuls kann nicht zur angrenzenden Gehirnzelle weitergeleitet werden. Diese natürliche Blockade des Denkens diente dem Menschen zum schnelleren Handeln in Fluchtsituationen und damit dem Selbsterhalt.
=== Einfluss von Strategien auf Gedächtnisleistungen ===
Gedächtnisleistungen sind eng mit den Strukturierungsleistungen des Denkens verknüpft. Fortschritte in der Gedächtnisleistung sind demnach nicht auf kapazitäre Erweiterungen des Gedächtnisses zurückzuführen, sondern auf effektive Gedächtnisstrategien, die wenig Speicherplatz benötigen bzw. automatisierte Operationen, die keinen Speicherplatz benötigen.