Der Lefkoe Belief Process (LBP) [früher hieß er Decision Maker Belief Process] ist eine effektive Intervention zur Eliminierung von Glaubenssätzen und gehört nicht im engeren Sinne zum klassischen NLP. Gleichzeitig bedient sich die Methode diverser NLP-Formate und vereint sie zu einem neuen Format. Entwickelt wurde das Format von dem jüdischen Amerikaner Morty Lefkoe.
Unter der Überschrift Lefkoe Methode fast fasst er mehre Formate zusammen. Der wichtigste ist der Lefkoe Belief Process. . Weitere Formate sind der Dekondizionierungsprozess Dekonditionierungsprozess (Lefkoe Stimulus Process 'LStimulusP'), Erwartungsveränderungsprozess (Lefkoe Expectation Process 'LExpectationP*) und der Selbstwahrnehmungsprozess (Lefkoe Sense of Self Process ‚LSenceP‘).
Der LBP hat auch eine spirituelle Komponente. Dabei handelt es sich um das den „Who am I really Process“, der den Klienten in einen erweiterten Bewußtseinszustand bringen soll, in dem erkannt werden soll, dass man der Schöpfer seines Lebens ist und nicht 'nur' die Schöpfung.
== Historisches ==
*Menschen bilden Glaubenssätze durch die wiederholte, gleiche Interpretation von Ereignissen
*Menschen repräsentieren die Bedeutung bzw. Interpretation visuell und überlagern ein kreiertes Bild mit dem tatsächlichen sinnlichen eindrücken Eindrücken und glauben deshalb die Wirklichkeit des Glaubenssatzes z.B. "das Leben ist hart " in der Realität gesehen zu haben*Menschen glauben, dass Ereignisse Gefühle in Ihnen ihnen erzeugen können
*Ereignisse haben keine inhärente Bedeutung in sich selber und sind deshalb stets bedeutungslos
*Gefühle können nicht durch bedeutungslose Ereignisse entstehen, sondern nur die Interpretation der Ereignisse
Der LBP wird für nachhaltige Veränderungen im Gefühlsleben und Verhalten verwendet. Häufigste Anwendungen sind:
*Selbstwert-Gefühl SteigerungenMinderwertigkeitsgefühle*AngstgefühleAngst
*Soziale Phobien
*Prokrastination
*Zwangsverhalten, Sucht
*Lampenfieber, Sprechen vor Publikum
* Depression
Die Dauer des Prozesses liebt liegt ca. bei 15 Minuten.
=== Schritt 1 ===
Der Klient soll den Glaubenssatz einmal laut aussprechen und l seine kinästetische Reaktion auf den Glaubenssatz herausfinden.
Fühlt er sich wenigsten ein bisschen wahr an?
„Merke Dir Dein Gefühl, ich werde Dich am Ende nocheinmal noch einmal bitten dasselbe zu tun.“
"In Deiner Situation würden viele andere Menschen das Gleiche schließen.
Welche anderen Interpretationsmöglichkeiten für diese Ereignisse fallen Dir noch ein.?"
Hier findet ein Reframing statt.
z.B. "Vielleicht warst Du als Kind nichts wert, aber das heißt nicht, dass Du als Erwachsener ebenfalls nichts wert sein wirst?"
z.B. „Deine Eltern haben gesagt, dass Du nichts wert bist, aber vielleicht haben Sie sich schlicht geirrt?“
Wichtig beim Reframing ist, dass die Ereignisse selbst nicht verändert werden.
Dann fragt man den Klienten:
"Ist „Dein Satz“ also die einzige wirkliche Wahrheit oder nur eine mögliche Wahrheit von Vielen?"Der Klient sollte antworten: "Es ist nur eine mögliche Wahrheit. " Damit hat er den Glaubenssatz für sich schon aufgeweicht.
Falls nicht, dann kann man zum nächsten Schritt übergehen.
"Ok. Gut. Jetzt schau nochmal, ob eine Videokamera diesen Satz auch aufgenommen hätte, wenn sie damals dabei gewesen wäre.Alles was du mit den Augen sehen kannst, hat eine Position, Farbe, Größe und Form. Konntest Du den Glaubenssatz [hier sollte man die Worte des Satzes sagen] wirklich sehen?"
Der Klient sollte sagen „Nein“.
Wenn der Satz nicht in der Welt war, wo war er dann?
Der Klient sollte sagen „In meinem Kopf“.
=== Schritt 5 ===
Dieser Schritte ist besonders dann wirksam, wenn der Klient sagt, dass er gefühlt hat das , dass sein Glaubenssatz stimmt.
Hier geht es darum , dass der Klient erkennt, dass Ereignisse keine Gefühle machen können , und das dass die Gefühle durch die Bedeutung entstanden sind, die er den Ereignissen gegeben hat.
Dies läßt lässt sich auf verschiedenen Wegen erreichen:
"Es sah so aus, als hätten die Ereignisse die Gefühle bei Dir gemacht, stimmtsstimmt's?
Stimmt das tatsächlich? Was bedeutet es, wenn Deine Ereignisse so stattgefunden haben?"
Oder
"Was weiß ich über Dich mit Sicherheit, wenn ich weiß was Du mir jetzt erzählt hast?"
Oder
"Wenn viele Menschen das Video der Ereignisse anschauen, gäben Sie dann alle den Ereignissen dieselbe Bedeutung?
Wenn nicht, dann haben Ereignisse nicht eine bestimmte Bedeutung, stimmt’s? - Und sind also an sich bedeutungslos.
Können bedeutungslose Ereignisse überhaupt Gefühle verursachen?
Wenn es nicht die Ereignisse waren, die das Gefühl verursacht haben, was war es dann?"
Der Klient sollte sagen: „Durch meine Interpretation“.
=== Schritt 6 ===
Der Schritt ähnelt den Schritt 2 und soll dem Klienten ermöglichen, den damaligen Ereignissen eine neue Bedeutung zu geben.
Dieser Schritt bedient sich eines Als-Ob Rahmens (z.B. "Stell Dir vor damals wäre ich dabei gewesen und hätte Dir ins Ohr geflüstert").
"Stell Dir vor du bist damals und alles geschieht wieder und du denkst „Dein Satz“ ….
[hier werden zwei bis drei Re-Framings aus Schritt 2 oder neue Re-Framings angeboten].
"Wie fühlt sich das an, so auf diese Ereignisse zu reagieren bzw. diese Bedeutung zu geben?“
Der Klient sollte sagen: „Erleichternd, gut“
== Survival Strategy Beliefs ==
Menschen bilden nach Lefkoe spezielle Glaubenssätze als Überlebensstrategien (sog. Survival Strategy Beliefs), die zu Zwangsverhalten führen
Diese speziellen Glaubenssätze werden basierend auf Glaubenssätzen gebildet die den Selbstwert stark angreifen z.B. "Ich bin nicht gut genug", "Ich bin nicht wichtig", "Ich bin schlecht", "Ich bin nicht liebenswert " etc.Erlebt ein Kind, dass diese Sätze gebildet hat , ein wiederholtes Lob für ein bestimmtes Verhalten, fühlt es sich kurzzeitig gut und bildet daraufhin häufig eine Überlebensstrategie, die z.B. lauten kann: "Leistungen bringen (Zwangsverhalten) macht mich zu einem guten und wichtigen Menschen (Glaube)" oder "Menschen beeindrucken (Zwangsverhalten) macht mich liebenswert (Glaube)" oder "Viel Geld haben (Zwangsverhalten) macht mich wichtig und liebenswert(Glaube)". Auch für diese spezielle Art Glaubenssätze lässt sich der LBP anwenden. Allerdings gibt es zwei Dinge zu beachten. Zum einen soll man zuerst den Glaubenssatz löschen, der ursprünglich für die Bildung der Überlebensstrategie verantwortlich war. Zum anderen werden für diesen Glaubenssatz 4 spezielle alternative Interpretationen benötigt, die dem Klienten zeigen sollen, dass sein Glaubenssatz nicht die einzige Wahrheit ist, die es gibt.
Auch für diese spezielle Art Glaubenssätze lässt sich der LBP anwenden. Allerdings gibt es zwei Dinge zu beachten: Zum einen soll man zuerst den Glaubenssatz löschen, der ursprünglich für die Bildung der Überlebensstrategie verantwortlich war (z.B. "Ich bin nicht gut genug"). Zum anderen werden für diesen Glaubenssatz 4 spezielle alternative Interpretationen benötigt, die dem Klienten zeigen sollen, dass sein Glaubenssatz nicht die einzige Wahrheit ist, die es gibt.
===== Vier alternative Betrachtungsweise für den Klienten bezüglich seiner Überlebensstrategie:=====
*1. (Das Zwangsverhalten) ist nur ein Weg (Glaube zu sein), aber es ist nicht der einzige Weg.
*2. Durch (Das Zwangsverhalten) fühlt man sich zwar (Glaube), aber es macht Dich für immer (Glaube), weil der gute Zustand nicht andauert.
*3, (Das Zwangsverhalten) hat mit bestimmten Menschen, Situationen oder in der speziellen Zeit funktioniert, um Dir das Gefühl zu geben +(Glaube), aber es kann nicht mit allen Menschen, oder in allen Situationen, oder jederzeit funktionieren.
*4. Da Dein (Glaube) nie wirklich wahr war kann auch (Dein Zwangsverhalten / Ergebnis) Dich nicht (Glaube) machen.
== Beispiele ==
== Auführliche Ausführliche Schritt für Schritt Anleitung auf Englisch von Morty Lefkoe ==
[[bild:LBP-Glaubenssatz Prozess Anleitung - Steps-start-with-belief-color coded-K-081107-pdf.pdf|In diesem Dokument befindet sich eine sehr ausführliche Anleitung für den Lefkoe Belief Prozess mit dessen Hilfe man einen Klienten von Anfang bis Ende durchleiten kann.]]