Es gibt viele Arten Werte einzuteilen:
*'''Appetenz-''' und '''Aversionswerte'''. Appetenzwerte sind „Hinzu“-Werte (Liebe, Glück, Sicherheit, Abenteuer etc.), Aversionswerte sind dagegen „Von weg“- Werte (Krankheit, Stress, Streit, etc.) *'''Zweck-''' und '''End-Werte'''. Z.B.: Geld ist ein sog. Zweckwert, der Endwert könnte z.B. Anerkennung oder Sicherheit oder Freiheit sein. Deshalb ist es zum Herausfinden von Werten sinnvoll Fragen zu stellen wie z.B.: Wofür ist das gut? (Chunk up)*Grundwerte, Werte und Kriterien. Grundwerte sind Werte von übergeordneter Bedeutung, z.B. Leben. Werte sind eine größere Anzahl von Idealen, Zielen, Motivatoren, die das Handeln der Person bestimmen, wie Humor, Lernen, Spaß, Genuß, Erfolg. Kriterien sind die Maßstäbe, an denen bestimmte Dinge gemessen werden. Sie sind auch die Maßstäbe der Werte (woher weiß jemand das sein Wert erfüllt ist?) und hier wirds kompliziert.... Z.B. könnte eine Person den Wert Erfolg haben und behaupten, eine bestimmte Arbeit ›schlecht‹ gemacht zu haben. Auf die Fragen: Woher wissen Sie das? Schlecht im Vergleich wozu? Gemessen woran? erhalten Sie Kriterien zur Antwort.
Werte werden erfragt durch: "Wofür?" "Was ist wichtig?"<BR>
Werte sind Motivatoren. Auf Fragen wie "Was haben Sie davon?" "Wofür tun Sie das?" "Was bringt es Ihnen?" oder "Was würde Ihnen fehlen, wenn Sie es nicht täten?" erhalten Sie Werte zur Antwort.
Satzstrukturen: <br>
Werte sind Nominalisierungen:
*Eine Kategorie von Sätzen auf dieser Ebene verwendet den Modaloperator "wollen":
**Ich will (ich habe) Erfolg/Freude/Liebe...
*Andere Sätze erkennen Sie an Formulierungen wie:
**Es bringt mir...; Davon habe ich...; Ich erreiche damit...; Ohne [...] würde mir [...] fehlen.
== Wertehierarchie ==
Werte treten typischerweise in einer Hierarchie auf. <br>
Das heißt es gibt Werte, die uns wichtiger sind als andere und die dadurch eine stärkere Auswirkung auf unser Verhalten bzw. unsere Entscheidungen haben. Folge: Alle Entscheidungen sind Werteklärungen und Werteerklärungen!<br>Kennt man seine wichtigsten Werte und weiß, welche Werte wirklich für das Leben Wichtigkeit haben, so kann man sich schnell und effektiv entscheiden! Stehen Werte jedoch zueinander in Konflikten (z.B. Sicherheit - Abenteuer), spricht man von einem Wertekonflikt, Menschen sind dann unentschlossen und zögerlich! <br>Bei der Arbeit mit Wertehierarchien, macht man sich, bezogen auf einen bestimmten Kontext und ein bestimmtes Zeitfenster, seine wichtigsten Werte bewusst und ordnet diese nach Wichtigkeit. In verschiedenen Kontexten verändert sich die die Wertehierarchie, daher sollte man beim herausarbeiten von Wertehierarchien im betrachteten Kontext bleiben, daher sollte eine Wertehierarchie deswegen auch nicht kontextfrei elizitiert werden.
Das was ein Mensch bewusst über seine Werte und Glaubenssätze zu sagen weiß, wird allerdings üblicherweise eine Mischung aus Rationalisierung, idealisiertem Selbstbild und einigen Selbstbeobachtungen sein.
Zum einen ist damit der individuelle und zum Teil unbewusste Entscheidungsschlüssel gemeint - zum anderen gemeinsame Begriffe, auf die man sich als moralische Richtschnur, für den Zusammenhalt einer Gruppe oder Gesellschaft, einigt. Gemeinsame Werte -> Moral.
Werte bestimmen die Richtung unseres Denkens und unserer Wahrnehmung ("Wo wollen wir hin und wovon weg?"), damit beeinflussen diese Werte bestimmte Glaubenssätze.<br>Glaubenssätzbündel wiederum ergeben Meta-Programme und die bestimmen, ob man seine Werte erreichen kann, sprich leben kann.
Deine Glaubenssätze/Meta-Programme können die Werte und damit den Menschen entweder einschränken oder befreien.
Ein Format, das intensiv mit dem Zusammenhang von Werten und Meta-Programmen arbeitet ist das [[New Role Design]] von Thomas Westerhausen.