Morpheus: "Dann wären wir morgen wahrscheinlich alle tot, aber was würde das dann von jedem anderen Tag unterscheiden? Aber was wäre, wenn ich mich nicht geirrt hätte? Was wäre, wenn die Prophezeiung wahr wäre? Was wäre, wenn dieser Krieg morgen vorbei sein könnte? Ist es das nicht wert, dafür zu kämpfen? Ist es das nicht wert, dafür zu sterben?" <br>
-- Matrix Reloaded
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Im ausgehenden 18. Jahrhundert stellte König Gustav III. von
Schweden die Hypothese auf, daß Kaffee Gift sei, und ordnete
eine klinische Studie an.
Studienort: Ein schwedischer Kerker. Ein überführter Mörder
wurde dazu verurteilt, jeden Tag Kaffee zu trinken. Ein
zweiter Mörder mußte täglich Tee trinken und diente als Kontrolle.
Ergebnisse:
Die beiden Ärzte starben zuerst.
Der König wurde ermordet.
Beide Verurteilten erfreuten sich eines langen Lebens bis der
Teetrinker im Alter von 83 Jahren sanft entschlief.
Das Sterbealter des Kaffeetrinkers wird nicht mitgeteilt.
Die Größe der Stichprobe erscheint ein wenig zu gering, um valide
Aussagen machen zu können. Möglicherweise war auch der Endpunkt
der Studie zu hart gewählt. Das Ergebnis der Studie hatte, wie
üblich, keinen Einfluß auf die Entscheidungsträger.
Kaffeegenuß wurde in Schweden 1794 und noch einmal 1822 verboten.
[An early clinical trial. Ann. int. Med. 117 (1992) 1, 30.]
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