===Vor dem Brainstorming===
:Um die Stärken dieses „Werkzeuges“ zu nutzen, sollte das Brainstorming entsprechend vorbereitet werden. Wichtig ist, dass durch eine gewissenhafte Vorbereitung die idealen Voraussetzungen geschaffen werden, um mit dem eigentlichen „Brainstorming-Prozess“ ein qualitativ hochwertiges Ergebnis zu erzielen.
====Gruppengröße und Zusammensetzung====
:Um ein möglichst hohes kreatives und assoziatives Potential zu erhalten sollte die Gruppe nicht zu klein sein. Bei der Gruppenzusammenstellung ist darauf zu achten, dass durch die Strukturierung der Teilnehmer möglichst eine heterogene Gruppe mit hohem kreativen und assoziativen Potential entsteht. Ideal sind dabei Gruppengrößen zwischen fünf und neun Teilnehmern. Bei größeren Gruppen kommt es häufig zu kommunikativen Störungen die den Fluss des Brainstormings hemmen können.
:Die Gruppe wird idealerweise interdisziplinär besetzt. Wenn möglich ergänzen sich die Teilnehmer in ihren fachlichen Kompetenzen, in psychologischen Fähigkeiten und im Charakterprofil. Eine Mischung aus Fachleuten und „Laien“ kann zusätzliche Ressourcen freimachen. Bei der Zusammensetzung der Gruppe sollte darauf geachtet werden, dass Hierarchieunterschiede innerhalb der Gruppe nicht zu Störungen des „Kreativprozesses“ führen.
====Eine klare Rollenverteilung unterstützt die Wirksamkeit des Brainstormings====
:Hierbei handelt es sich vor allem um die folgenden Rollen: ein Moderator, idealerweise ein Protokollant sowie die aktiven Brainstorming-Teilnehmer.
:Der Moderator unterstützt beim Brainstorming durch seine Tätigkeit den effizienten Ablauf und die Qualität des Ergebnisses.
:Seine Aufgaben sind es: ::'''Vorbereitung des Brainstormings'''::*Problemanalyse (eventuell gemeinsam mit der Gruppe)::*Erarbeiten einer Fragestellung (eventuell gemeinsam mit der Gruppe)::*Ziel und Zielkriterien an die Teilnehmer weitergeben::*Brainstormingregeln an die Teilnehmer weitergeben
::'''Durchführung des Brainstormings'''::*Leitung, Moderation und Lenkung des Brainstorming-Prozesses::*Einhaltung der Brainstormingregeln beachten::*„Kommunikationsstörungen“ durch unauffälliges Eingreifen beheben::*Alle (auch stille) Teilnehmer mit einbeziehen und motivieren::*Teilnehmer motivieren und zur Kreativität stimulieren
:*Über kreative Totpunkte hinweghelfen (z.B. durch kreative neue Fragestellungen) und mehr Ideen produzieren helfen
::*Bei Abschweifen zum Thema zurückführen
::'''Nachbereitung'''::*Nachbereitung der Arbeitsergebnisse ::*Stimuliert durch die Ergebnisse können weitere Ideen ergänzt werden::*Verwendung der gesammelten Ideen durch Auswertung
====Zielorientierung====
:Der eigentlichen Brainstormingsitzung sollte eine genaue Problemanalyse vorausgehen. Komplexe Problemfelder sollten in Teilprobleme unterteilt werden. Auf Grundlage der Analyse wird dann die genaue Fragestellung für den eigentlichen Kreativprozess entwickelt und daraus ein konkretes Ziel für die Brainstormingsitzung definiert.
===Durchführung des Brainstormings===
:Zu Beginn der Brainstormingsitzung wird die Fragestellung für das Brainstorming durch den Moderator an alle Teilnehmer weitergegeben und das Ziel sowie die Kriterien der Zielerreichung dargestellt. Somit soll sichergestellt werden, dass alle Teilnehmer im selben „kreativen Boot“ sitzen und anschließend in dieselbe Richtung rudern um gemeinsam ein Ziel zu erreichen.
====Regeln====
:Der Moderator sorgt am besten bereits vor der Brainstormingsitzung dafür, dass allen Teilnehmern die Regeln für wirkungsvolles Brainstorming bekannt sind. Während des Brainstormings gewährleistet der Moderator die Einhaltung der Regeln durch die Teilnehmer.
::'''Osborns ursprüngliche Regeln'''::*Übe keine Kritik!::*Je mehr Ideen, desto besser::*Ergänze und verbessere bereits vorhandene Ideen::*Je ungewöhnlicher die Idee, desto besser
:'''Aus den ursprünglich vier Regeln von Osborn und den Erfahrungen im Brainstorming lassen sich einige weitere bzw. ergänzende und ähnliche Regeln ableiten'''