Metaprogramm
[Metaprogramme; Meta-Programme; Sorting Styles]
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Meta-Programme sind übergeordnete Programme (Kontrollinstanzen), die andere Programme (Strategien) steuern. Sie bestimmen typische Muster im Denken eines Menschen. Sie sind Teil der unbewußten Filter eines Menschen und legen fest, was in sein Bewußtsein gelangt.
Metaprogramme werden geprägt aufgrund unserer Erfahrungen und Lernprozesse und können im Gegensatz zu den neurologischen Filtern durch Methoden des NLP bewusst gemacht und nach Bedarf verändert werden. Von anderen erlernten Filterinstanzen, wie Werten und Glaubenssätzen unterscheiden sie sich dadurch, dass sie Inhaltsfrei nur die Form vorgeben, auf die jemand reagiert - also nicht, ob etwas gut oder schlecht ist, falsch oder richtig (dies ist das Feld der Glaubenssätzte und Werte) sondern ob es einen interessiert.
Metaprogramme gehören der IV.logischen Ebene an.
Metaprogramme können kontextgebunden sein, jemand kann z.B. im familiären Kontext zu einem starken WIR neigen, dagegen im beruflichen Umfeld aufs ICH gehen. Die einzelnen Metaprogramme sind nicht besser oder schlechter als andere, jede Art Dinge zu sehen, hat ihre Vorteile in bestimmten Kontexten.
Es gibt unzählige Metaprogramme, über 60 typische wurden von Leslie Cameron-Bandler beschrieben.
Historisches
Die Entdeckung der Meta-Programme geht auf die "psychologischen Typen" von C.G. Jung zurück (1923). Er ging davon aus, dass jedes Individuum eine Präferenz hat, die Dinge wahrzunehmen und zu beurteilen. Er unterschied in jeweils zwei Arten des Wahrnehmens und Beurteilens - die Sinneswahrnehmung und die intuitive Wahrnehmung sowie die analytische Beurteilung und die gefühlsmäßige Beurteilung. Später erweiterete er diese beiden um eine weitere Präferenz, der Art, ob ein Mensch eher Aussenwelt oder Innenwelt orientiert ist, also eher extoveriert oder introvertiert ist. Aus der Kombination der Wahrnehmungs-, Beurteilungs- und Orientierungsmuster ergaben sich acht Grundtypen.
Die jungsche Typenlehre wurde in den 1940er Jahren von Isabell Briggs-Myers und Katherine Myers erweitert zu den Myers-Briggs-Typen.
Erläuterung
Es gibt vermutlich hunderte Metaprogramme, hier eine Auswahl:
| Metaprogramme | ||||
|---|---|---|---|---|
| Name | Erklärung | Frage | ||
| Motivation: Hin zu - weg von | Manche Menschen fühlen sich eher dadurch Motiviert, dass sie sich zu etwas hingezogen fühlen, andere wollen eher unangenehmen Dingen entfliehen. | Zieht es dich zu etwas positivem hin oder willst du etwas vermeiden? | ||
| Bezugsrahmen: Intern - Extern | . | Machst du deine Entscheidungen und dein Gefühl davon abhängig, wie du die Dinge siehst oder was andere denken (könnten)? | ||
| Proaktiv - Reaktiv - Inaktiv | . | Handelst du von dir aus oder reagierst du oder bist du eher der Typ der die Dinge aussitzt? | ||
| Gleichheit - Unterschied | . | Achte ich auf das, was wir gemeinsam haben oder auf unsere Unterschiede? | ||
| Möglichkeit - Notwendigkeit | . | Achte ich auf Möglichkeiten und sehe, was alles geht oder fühle ich mich verpflichtet? | ||
| Global - Spezifisch/Detail | . | Will ich Überblick oder es ganz genau wissen? | ||
| Zeiterleben: In Time - Through time | Die Timeline mancher Menschen geht durch sie selber hindurch, sie befinden sozusagen in der Zeit, bei anderen Menschen verläuft sie am Körper vorbei. | Lebe ich in der Zeit (assoziiert) =Gegenwart oder außerhalb (dissoziiert) =Vergangenheit/Zukunft? | ||
| Zeitorientierung: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Zeitlos | . | Ist mir der Zeitaspekt wichtig und wenn ja welcher? | ||
| Primärinteressen: Menschen, Ort, Aktivität, Dinge, Informationen | . | Worauf fokussiere ich? Ist ein gutes Restaurant eines, in dem interessante Menschen sind oder ist es an einem besonderen Ort, oder wird dort nebenbei etwas aufgeführt oder kann man dort gut essen oder erfährt man dort neues? | ||
| Selbst - Andere: Ich - Du - Wir | . | Worum geht es dir? Um dich - um den anderen - um uns? | ||
| dissoziiert (denkend) – assoziiert (fühlend | . | Bist du eher ein Denker oder ein "Fühler"? | ||
| beurteilend – wahrnehmend | . | Sind die Dinge "gut" oder "schlecht", "falsch" oder "richtig" oder eben so wie sie sind? | ||
| Perfektion – Optimierung | Manche Menschen streben nach Perfektion, andere brechen dann ab, wenn das (aus ihrere Sicht) wesentliche getan ist. | Wann ist etwas für dich fertig? | ||
| Vollendung: Anfang - Mitte - Abschluß | . | Bist du eher jemand, der gern Neues beginnt oder einer, der in laufende Projekte einsteigt oder eher der, der die Dinge zuende bringt? | ||
| Vollständigkeit | . | Wie viele Informationen brauchst du, bis du eine (wichtige) Entscheidung treffen kannst? | ||
| Träumer - Realist – Kritiker | . | Liegt dein Fokus auf dem, was sein könnte, es endlich anzupacken oder achtest du auf das, was schiefgehen könnte? | ||
| ernst – spielerisch | . | Bist du eher ernst oder gehst du das Leben spielerisch an? | ||
| strukturiert – unstrukturiert/chaotisch | . | Bist du eher strukturiert oder chaotisch? | ||
| Diskussion (bekannt & falsch) – Dialog (neu & gut) | . | Bist du mehr der "kenn ich alles schon" Standpunkte-Typ oder eher der begeisterungsfähige Typ? | ||
| Herausforderung / Leichtigkeit | . | Heißt Wachstum für dich, dass es schwer geht und du dich anstrengen musst oder ist es fun? | ||
konkret – metaphorisch
entweder/oder – sowohl als auch
Aufgaben-Beziehung (Unterstützung) Optional - Prozedural Überzeugungs-Sort: Repräsentationssysteme Zeitbezug (automatisch, Zeitabschnitt, Anzahl von Malen, immer, nie) Index-Computation (Mercedes Modell) / Interner Prozess, Interner Zustand, externes Verhalten Unabhängigkeit - Nähe - Team / Kooperation
Kontextual - detailgenau Regeln - Struktur (mein, dein, keine, Ihre, Unsere, Die) Entscheidungs-Sort. Sieht richtig aus, klingt richtig, fühlt sich richtig an, riecht gut, schmeckt richtig, macht Sinn. Aktivität Menschen, Aktivität Dinge, Aktivität Systeme Weg-von / Hinzu-Harmonie, weg von / hinzu-Disharmonie
Kontext / Inhalt / Verhältnis
Überzeugung I: V - A - K - Vd
Überzeugung II: 1× - Zeit - Anzahl - Autorität – immer wieder
aktiv – reflektiv
induktiv – deduktiv
Zeitorientierung: V - G - Z – zl
Modaloperator: müssen – sollen – wollen – können – dürfen - … (+ Neg. + Konj. + Neg. Konj.)
selbst – andere
Vergleich: Quantität – Qualität
V - A - K - O - G - Xd - n/u
einzeln - gemeinsam - führen - unterordnen
ich - du - wir - man – es
logische Ebene: I – II – III – IV – V – VI
bewahren – verändern
simultan – sequentiell
aufnehmen – abgeben
geplant – spontan
S.C.O.R.E. Was – wie – warum(2x) – wofür Leary: I – II – III – IV Botschaft – Bild – Bewegung Friedmann: Erkenntnistyp – Handlungstyp – Beziehungstyp