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Six Step

4.897 Byte entfernt, 19:54, 24. Feb. 2008
Absatz über fremde Teile gelöscht! Urheber des Textes stellt den Teil unter seinem Namen neu ein.
*Getroffene Vereinbarungen mit inneren Teilen sollten auf jeden Fall eingehalten werden.
*Das Bewusstsein sollte sich stets im Klaren sein, dass es der Chef aller Teile ist.
 
 
== Destruktive Teile und Systemische Ansätze ==
Ein Beispiel (aus einem [https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=5698400 Thread über Arbeit mit fremden Teilen]): <br>
Ein Klient möchte ein störendes Verhalten loswerden. Der Berater entschließt sich zur Durchführung eines 6-Step-Reframing. Im ursprünglichen NLP wird im Rahmen der Teilearbeit u.a. gelehrt, dass ein jeder Teil (incl. seiner Glaubenssätze) innerhalb einer Person mit ein wenig liebevoller Zuwendung zur Kooperation bereit sein wird und selbstverständlich auch immer eine latente positive Absicht hat, welche dann utilisiert werden kann. <br>
Aber was tun, wenn der störende Teil eines Klienten trotz Würdigung nicht zur Kooperation bereit ist? Oder auf die Frage nach der Absicht so etwas sagt, wie: „Ich möchte, dass Du Sch… frisst!“ (Ja, so etwas gibt es!). Ohne systemische Kenntnisse wäre der Berater hier wahrscheinlich geneigt, den Klienten zu bitten, den Teil einfach noch ein wenig liebevoller zu würdigen. Oder nachzufragen, was denn wohl die positive Absicht hinter dem Sch… fressen sei…
 
Stattdessen kann es hier sinnvoll sein, von einem systemischen Phänomen auszugehen. Mann könnte den Klienten also fragen: <br>
„Wenn Du nochmal in Dich hineinspürst: Ist das überhaupt ein Teil von Dir?“
 
I.d.R. bekommt der Klient recht schnell ein Gefühl/Bild o.ä. dafür, wie die Antwort lautet, und bei einem Fall, wie oben geschildert, lautet sie i.d.R.: „Nein!“. Stattdessen wurde er von einer anderen Person übernommen. <br>
Nun geht es darum, zu identifizieren, von wem der Teil übernommen wurde. In den meisten Fällen handelt es sich um Personen aus dem engeren Familiensystem: Vater, Mutter, Großeltern, Geschwisterteile (Achtung: es kann sich auch um verstorbene Personen handeln, die der Klient niemals kennen gelernt hat…), aber es können vereinzelt auch andere Menschen oder Wesen auftauchen.
Wenn Klient oder Berater nicht direkt eine Intuition haben, so ist es hilfreich, wenn der Klient die verschiedenen Alternativen probeweise laut ausspricht, also z.B.: <br>
„Du bist ein Teil von meinem Vater!“ oder „Du gehörst zu meiner Großmutter!“. <br>
Der Klient wird i.d.R. wiederum schnell ein Gefühl/Bild o.ä. entwickeln, welche Alternative stimmig ist. Der Berater sollte hier zusätzlich sehr genau die Physiologie beachten und evtl. zur Absicherung noch eine Gegenprobe machen.
Ist der Fremd-Teil dann eindeutig identifiziert, so kann der Klient diesen in einer Art Ritual an die Ursprungsperson zurückgeben. Hierzu kann er sich die entsprechende Person (möglichst bildlich) vorstellen, um dann laut und mit fester Stimme auszusprechen (als Beispiel hier Tochter an Vater): <br>
„Ich bin Deine Tochter und Du bist mein Vater. Und sollte ich aus Liebe* zu Dir bewusst oder unbewusst* zugestimmt haben, diesen Teil von Dir zu übernehmen, so nehme ich diese Entscheidung hiermit zurück – und ich entscheide neu. Der Teil verlässt nun meinen Körper, meinen Geist und mein Energiesystem! In allen Zeiten, Räumen und Dimensionen!** JETZT…“
 
Hierbei kann es hilfreich sein, wenn der Klient sich entsprechend des Geschehens ein Bild oder einen Film von der Rückgabe des Teils macht. Anschließend sollte – wie nach jeder Intervention – ein Öko-Check durchgeführt werden, um evtl. Einwände zu hören. Es kann z.B. passieren, dass der Klient merkt, dass die Ursprungsperson den Teil partout nicht zurücknehmen will. Oft hilft es dann, die Ursprungsperson nochmal deutlich auf das Leid aufmerksam zu machen, was sie dem Klienten durch die Übergabe des Teils zugefügt hat, um dann zu fragen, ob das wirklich ihre Absicht war.
 
Anschließend sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, die beim Klienten entstandene Lücke zu füllen, indem ein neuer, positiver Teil installiert wird. Man kann dem Klienten hier auch suggerieren, dass dies unbewusst und von selbst („und du kannst dich überraschen lassen, was schon bald an der Stelle entstehen kann, wo bis jetzt…“ etc.) geschieht.
 
Die Rückgabe eines fremden Teils/Glaubensatzes etc. kann sehr tief sitzende Blockaden lösen und wird dann vom Klienten als extrem befreiend erlebt.
 
<small>*Die Übernahme von fremden Teilen/Gefühlen/Glaubenssätzen geschieht in vielen Fällen schön im frühesten Kindesalter und daher häufig aus der unbedingten kindlichen Liebe heraus, z.B. um unbewusst einen Elternteil zu entlasten. Es kann aber auch andere Gründe geben. Die esoterisch veranlagten Personen unter Euch können im Übrigen auch mal nachspüren, ob das Ganze schon vor der Geburt (also noch im Mutterleib) passiert ist, oder sogar vor der Empfängnis (sprich: aus einem anderen Leben stammt).</small>
 
<small>**Der Esoterik vollkommen Abgeneigte können diesen Satz natürlich auch weglassen, aber man sollte ihn besser mitsprechen. Man kann ja nie wissen :-)</small>