__NOTOC__{{TOCright}}<div style="text-align:left;">''„Sprich, damit ich Dich sehe“'' <small>- Sokrates</small> <br>''"Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt."'' <small>- Ludwig Wittgenstein</small> <br>''"Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen."'' <small>- Ludwig Wittgenstein</small></div>
Die Arbeit mit '''Sprache''' hat im [[NLP]] ist der visuell (Gebärdensprache, Schrift, Symbole), auditiv (sprechen/singen, pfeifen,...), oder kinästhetisch (Blindenschrift, Berührung, ...) codierte Ausdruck inneren Erlebens. <br>Wir verwenden Sprache zur Übertragung von Anfang an besondere BedeutungInformationen. Zum einen um uns unserer eigenen Repräsentation der Welt (Modell der Welt) bewusst zu werden ([[Grinder, John|John GrinderBewußtsein]] ist Linguist und brachte sein Fachwissen ) und seinen Fachblick in die gemeinsame Arbeit zum anderen um uns mit [[Bandleranderen auszutauschen. Menschen verwenden also Sprache, Richard|Richard Bandler]] um mit einsich selber (Notizen, Selbstgespräche) oder Anderen (Menschen, Tiere, Pflanzen, Dinge, Höhere Wesen...)zu kommunizieren. Sprache hat Sinn (Semantik) und Struktur (Grammatik) und sie besteht aus Informationseinheiten (Phonologie, Morphologie u.a.).
Die Bedeutung vielleicht wichtigste [[Grundannahmen des NLP|Grundannahme]] des [[NLP]], wonach Menschen nicht auf die [[Realität]] reagieren, sondern auf ihre Abbildung ([[Modell]]) der Realität, gilt umso stärker für Sprache im NLP zeigt sich am »L«: Neuro-. Denn auch Sprache ist nicht die [[Wirklichkeit]], sondern das ''Abbild des Abbildes der Wirklichkeit'Linguistisches''' Programmieren. Das erste Abbild (die Landkarte) ist die Wahrnehmung dessen was draußen ist, verändert durch unsere neurologischen [[Filter]]. Das zweite Abbild ist ergänzt und verändert durch Hinzufügen unseres inneren Erlebens - unsere Erwartungen, Erinnerungen, [[Metaprogramme]] und Annahmen über die Wirklichkeit - hier geben wir Bedeutung(!). Sprache ist nun wiederum eine 3. Abbildung dieser inneren Karte in Worte.
Im NLP hat Sprache BedeutungWorte repräsentieren nicht Gegenstände und Ereignisse, sowohl als* [[Logische Ebenen#Filter sondern die durch ein menschliches Nervensystem wahrgenommenen und Meta-Programme|Wahrnehmungsfilter]] (sozialer Filter)damit veränderten Gegenstände und Ereignisse. Dieses Abbild des Abbildes ist an vielen Stellen sehr mangelhaft. So hat beispielsweise das Wort »Tisch« nichts tischhaftes an sich. Und je nach dem, als auch als* [[Modell welche Bedeutung eine Kultur einer Sache beimisst, differenziert die Sprache in Bezug auf diese Sache mehr oder weniger. Ein berühmtes Beispiel sind die 40 Worte der Welt]]Eskimos für Schnee - wir haben eins.
Die vielleicht wichtigste [[Grundannahmen|Grundannahme]] des NLPWir nehmen, wonach Menschen nicht auf die [[Realität]] reagierenhäufig bewusst oder unbewusst an, sondern auf ihre Abbildung ([[Modell]]) dass das Gehirn ein treues Abbild der Realitätproduziert, gilt insbesondere ein Abbild, das mit der Welt "identisch" ist. '''Doch können wir für immer und ewig nur Landkarten und niemals das Gebiet erleben!''' Wenn wir uns dies völlig klar machen und verstehen, dass wir in einer subjektiven Welt der Landkarten leben, in der wir uns gegenseitig Geschichten über das da draußen oder über uns drinnen erzählen, können wir begreifen wie Veränderungen viel einfacher werden (natürlich können wir auch an diesem Umstand verzweifeln, im Sinne ressoursevollen Erlebens, empfiehlt es sich jedoch diese Möglichkeit zu verwerfen). Wir verändern nämlich nur Landkarten - d. h. wir verändern, wie die Menschen die Welt subjektiv erleben, und nicht die Welt. Und mit Hilfe von Sprache:wirken wir auf Landkarten ein und strukturieren sie um.
''Sprache hat Struktur, und in dieser Struktur folgt sie der Landkarte und hat damit eine genauso ähnliche oder unähnliche Struktur, wie das Gebiet, das sie abbildet. Damit ist Sprache nicht nur das Abbild unseres Modells über die [[Wirklichkeit]], sondern auch ein Abbild der WirklichkeitModellbildungsinstrument! Dies hat zwei wichtige Aspekte: 1.Können wir über Sprache auf die Landkarte ''schließen''. 2. Können wir über Sprache auf die Landkarte einwirken. 2a. Als Sender, indem wir Glaubenssätze hinterfragen oder neue Angebote machen. 2b. Als Selbst, indem wir anders mit uns selber und anderen kommunizieren.
Und Korzybski prägte den Begriff der ''[[semantische Reaktion|semantischen Reaktion]]''. Er beschrieb damit, dass, wenn ein Symbol (z.B. ein Wort) für einen Menschen etwas ''bedeutet'', der Anblick dieses Abbild ist an vielen Stellen recht mangelhaftSymbols in ihm eine individuelle (semantische) Reaktion auslöst. Berühmte Beispiele sind die 40 Wird eine semantische Reaktion ausgelöst, hat dies also einen bestimmten [[Zustand]] zu Folge (im NLP nennt man dies [[Anker]]). D.h. man kann mit Worten den Zustand einer anderen Person verändern. Verwendet man also ungünstige Worte in der Eskimos für Schnee, oder daß das Wort »Tisch« nichts tischhaftes an Kommunikation mit sich hatselber oder Anderen, bekommt man auch ungünstige Ergebnisse. Hier ist ein Aspekt der Macht der Sprache.
Der Pantomime Samy Molcho sagtWenn wir über Sprache nachdenken, daß beschreiben wir die Sprache sprachlich. Wir kommen nun auf der nächsten Abstraktionsebene der Wirklichkeit an und erstellen also eine Karte der Karte der Karte der Wirklichkeit. Das ist nicht ganz unheikel, doch sieht man an den zahlreichen Sprachmodellen, das diese Modellbildung uns helfen kann besser zu kommunizieren. Im Rahmen dieser Regeln des jeweiligen Sprachsystems, werden die Verständigung natürlich erst einmal erschwertWahrnehmung, Differenzierung und Urteile und Verhalten vorgeprägt. Am bekannten Beispiel der 40 Worte der Eskimos für Schnee, kann man vermuten welche Differenzierung und Bedeutung von Schnee hier abgebildet wird. Damit hat er Recht:
1. '''Der sprachliche Anteil der Kommunikation ist höchstens 20%.Identität und Sein''' Wir haben 100: Korzybski beschreibt die ungünstige Auswirkung des Wortes "sein" in unserer Sprache.000 Jahre Erfahrung Die Verwendung der Wortes "sein" führt zu der Annahme ein Menschen, oder etwas, sei mit Sprache etwas anderem identisch und 5 Millionen Jahre Erfahrung mit non-verbaler Kommunikation.<br>2. könne daher damit ''gleichgesetzt''Sprache dient dem Austausch von Emotionen und dem sozialen Zusammenhalt der Hordewerden.''' Die Übermittlung von Hier werden Ähnlichkeiten zu Gleichheiten vereinfacht. Dies ermöglicht uns eine (linear-logischenunangemessene) Informationen ist die Ausnahme!<br>3Vereinfachung der Welt und führt damit zu einem scheinbar vereinfachten im Umgang mit ihr. '''Sprachliche Botschaften sind niemals vollständig.''' Fehlende Informationen werden vom Hörer durch Halluzinationen ergänzt
Anders gesagt: Körpersprache In Bezug auf Menschen ist diese sprachliche Verschiebung der Bewertung eines Verhaltens (oder Denkens) auf die RegelIdentitätsebene aus verschiedenen Gründen ungünstig. 1. Menschen sind nicht an sich, Sprache sondern immer im Zusammenhang mit ihrem zeitlichen und räumlichen Umfeld zu sehen (systemischer Ansatz). 2. Der innerste Kern eines Menschen ist weder beschreibbar noch bewertbar. 3. In vielen Fällen steht eine einschränkende Überzeugung über die Ausnahmeeigene Identität einer positiven Veränderung im Weg. Emotionale Dies gilt nicht nur für Lebewesen sondern auch für die Bedeutung von Worten. Da keine 2 Menschen, zugehörigkeitsbildende Sprache die die gleichen Erfahrungen machen, wird auch kein Wort (welches eine Repräsentation ist ) exakt die Regelgleiche Bedeutung für sie haben können. Jedes Wort hat so viele (oft ähnliche) Bedeutungen, wie es Menschen gibt, informationsübermittelnde Sprache die Ausnahme es benutzen. Und bei jedem Menschen verändert sich diese Bedeutung (exakte Repräsentation, mit allen zugehörigen Assoziationen) über die Zeit und in dem Kontext in dem es benutzt wird. Der Versuch der AusnahmeIdentifikation eines Wortes mit einer Bedeutung oder einem Gefühl kann also nur die Identifikation eines Wortes mit einer individuellen Bedeutung oder einem individuellen Gefühl sein. HierbeiDiese Form der Identifikation führt zu starrer und unflexibler Kommunikation. Kurz gesagt, bei ist es weder für Wörter noch für Menschen angemessen, ihnen konstante Eigenschaften zuzuschreiben und sie damit gleichzusetzten, nichts bleibt über Zeit und Kontext gleich. Das Konstrukt von Identität ist also eine unsaubere Landkarten und Menschen, Dingen und Wörtern gegenüber Freiheitsberaubung. === Sprache und NLP ===Die Arbeit mit Sprache hat im NLP von Anfang an besondere Bedeutung. [[Grinder, John|John Grinder]] ist Linguist und brachte sein Fachwissen und seinen Fachblick in die gemeinsame Arbeit mit [[Bandler, Richard|Richard Bandler]] mit ein, eine der Übermittlung ersten Arbeiten der beiden war die Modellierung der sprachlichen Fähigkeiten Virgina Satirs, Fritz Perls und Milton Erickson. Aus diesen Arbeiten entstanden das [[Milton Modell]] und das [[Metamodell]] der Sprache. Die hohe Bedeutung der Sprache im NLP ist im »L« gewürdigt: Neuro-''Wahrheiten zweiter Ordnung'Linguistisches' '' Programmieren. Wichtige Aspekte der Sprache im NLP sind:* Sprache ist Abbild des Abbildes der Wiklichkeit* Sprachliche Botschaften sind niemals vollständig. Fehlende Informationen werden vom Hörer durch Halluzinationen ergänzt.* Sprache hat eine [[Oberflächenstruktur|Oberflächen-]] und eine [[Tiefenstruktur]]. Von der Tiefenstruktur (Erleben) zur Oberflächenstruktur (Abstraktion) gelangt man durch:** [[WatzlawickTilgung]], Paul[[Verzerrung]], [[Generalisierung]]*[[Kongruenz]]/Inkongruenz* Über Sprache haben wir Zugang zur internalen Repräsentation der Wirklichkeit eines Menschen -> Modell der Welt* [[Logische Ebenen#Filter und Meta-Programme|WatzlawickWahrnehmungsfilter]](sozialer Filter) gibt * Wichtige Sprachmodelle sind:** [[Sleight of Mouth Pattern]], [[Metamodell]], [[Miltonmodell]] (Trancesprache), [[Back Track Frame]], [[Reframing]] === 55% Körpersprache - 38% Stimme - 7% Inhalt ===Die '''55-38-7-Regel''' geht zwei Studien von Albert Mehrabian (Professor an der University of California) zurück. 1967 erschien "Inference of Attitude from Nonverbal Communication in Two Channels" und im Jahr 1971 veröffentlichte er eine weitere Studie unter dem Titel "Silent Messages". Das eigentliche Ergebnis der Studien war, dass Menschen sofort in der Lage sind Inkongruenz zu erkennen. D.h. stimmen die Nachrichten, die von diesen 3 Kanälen ausgehen nicht überein, so bemerken wird dies. Bei einem Menschen, der uns bestätigt eine Aufgabe erledigt zu haben und dabei unseren Blicken ausweicht, glauben wir eher den nonverbalen Signalen, als den Worten oder sind zumindest verwirrt. Stimmen die Nachrichten dieser 3 Kanäle allerdings überein (Kongruenz), so glauben wir diesem Menschen. Ein aus dem Zusammenhang der Versuchsanordnung genommenes und stark verallgemeinertes Resultat dieser Untersuchungen war, dass bei Präsentationen vor Gruppen, die ''Wirkung'' des Vortragenden zu 55% durch dessen Körpersprache (Körperhaltung, Gestik und Augenkontakt), zu 38% durch seine Stimmlage und nur zu 7% durch den Inhalt seines Vortrags erzielt wird. === Sprechgeschwindigkeit ===Wenn wir schnell sprechen sind wir eher dissoziiert, wir können noch Bilder sehen aber haben es häufig Verständigungsproblemeschwerer dem Text im Gefühl zu folgen, sobald wir langsamer sprechen und den Worten lauschen kommen wir eher in die Assoziation.Dies kann man nutzen um jemanden in die Assoziation oder Dissoziation zu führen. Auf der anderen Seite ist sind visuelle Menschen eher "Schnellsprecher" und Kinästheten eher "Langsamsprecher". Es ist meist sinnvoll, im Gespräch die Sprechgeschwindigkeit des Gegenübers zu pacen. ===Wortwahl und Metaphern===In dem üblicherweise eher oberflächlichen Gebrauch der Sprache nehmen wir oft nicht mehr wahr, was wir eigentlich sagen und was wir über uns aussagen.* Verwenden wir eher Modaloperatoren der Möglichkeit (können, wollen) oder welche der Notwendigkeit (müssen, sollen)?* Sprechen wir von uns in der ICH-Form oder als DU oder MAN* Aktiv oder Passiv* Sind die Sprachbilder freundlich und wertschätzend oder eher feindlich und abschätzig oder sagen sie das Gegenteil von dem was wir sagen wollen.** sich mit etwas ''ins Knie schießen'', eine Sache ''vergewaltigen'', ...** etwas ''zulassen'' oder etwas ''zu lassen''*Je nach dem, was wir ausdrücken wollen, verwenden wir für die gleiche Sache verschiedene Worte - so nennen wir jemanden, den wir mögen vielleicht ''sparsam'' einen anderen dagegen vielleicht ''geizig''. Je nach politschem Interesse des Sprechers nennt er manche Menschen "Freiheitskämpfer", oder "Rebellen" oder "Terroristen". Sobald wir genau zuhören lernen wir viel über das innere Erleben eines Menschen. Wenn wir auf die Metapher des anderen mit einer passenden Metapher antworten, können wir oft Probleme viel effizienter lösen, als wenn wir dies auf der logischen Ebene tun. == Übung =='''Analyse der inneren Problemwelt und Übertragung neuer Strategien''' (etwa 40min.)#Dein Partner spricht von einem Problem. (Bsp."In 2 Tagen kommt ein Problem auf mich zu...")#Stelle Dir bildlich vor, was Dein Gegenüber sagt und verdeutliche ihm, wie er sich innerlich organisiert. (Bsp.:"Und? Begrüßt Du es oder gehst Du ihm aus dem Weg...?")#Zeige die Konsequenzen auf. (Nach einigen Minuten Text, zeigt sich meistens, dass die Person im Problemkontext, die innere Organisation eines Opfers hat (passiv, ausgeliefert, wenig Flexibilität, wenig Freude: "Ich kann nichts tun...")#Lasse Deinen Gegenüber von etwas, was ihn begeistert, erzählen. (Bsp."Dann nehme ich mir Farbe und Pinsel und male einfach.")#Stelle Dir bildlich vor, was Dein Gegenüber sagt und verdeutliche ihm, wie er sich hier innerlich organisiert. (Bsp."Du bist aktiv, und machst es einfach...")#Übertrage die Ressourcestrategie in den Problemkontext (Bsp.:"Wie wäre es, wenn Du einfach auf das Problem zugehst...")
== Siehe auch ==
[[Metamodell der Sprache]]<br>
[[Milton-Modellder Sprache]]<br>
[[Metapher]]<br>
[[Ebenen der Sprache]]<br>
[[Kategorie:DefinitionBegriff]]<div style="text-align:right;"> [http://www.nlpedia.de <small>Hauptseite</small>] </div>