New Behavior Generator: Unterschied zwischen den Versionen

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New Behavior Generator ist eine [[Modelling]]strategie zur Verhalten. Das Format ist geeignet für Menschen, die in bestimmten Situationen ein neues Verhalten zeigen möchten und nicht genau wissen, wie. Mit dem NBG können sie es verändern, generieren oder einfach nur klauen.
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Der '''New Behavior Generator''' ist eine [[Modelling]]strategie für neues [[Verhalten]]. Im Rahmen des Formats kann man Verhalten verändern, generieren oder einfach übernehmen.
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Verhalten kann modelliert werden:
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* von einer lebenden Person
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* von einer Figur aus einem Buch oder Film
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* von sich selbst - ein Verhalten, das schon einmal da war, aber momentan nicht verfügbar ist oder welches man selbst in der Zukunft haben wird.
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* von einer selbst ausgedachten Person, die sich so verhalten würde, wie man es selbst gern täte
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== Historisches==
 
== Historisches==
Der New Behavior Generator ist ein klassisches NLP - Format aus den ersten Jahren von Bandler und Grinder.
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Der New Behavior Generator ist ein klassisches [[Format|NLP Format]] aus den ersten Jahren von [[Bandler%2C_Richard|Bandler]] und [[Grinder%2C_John|Grinder]].
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== Anwendung, Einsatz ==
 
== Anwendung, Einsatz ==
Möglichkeiten des Modellierens
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Der New Behavior Generator ist geeignet für Menschen, die neues Verhalten lernen möchten und nicht genau wissen wie, aber ein Vorbild haben. <br>
* Ein Verhalten einer lebenden Person.
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Dauer: 5-60 min.
* Ein Verhalten einer Figur aus einem Buch oder Film.
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* Ein Verhaltens von sich selbst, was schon einmal da war, aber momentan nicht verfügbar ist.
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* Eines Verhaltens, welches eine (ausgedachte) Person haben könnte, und man selbst gut gebrauchen kann.
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== Ablauf ==
 
== Ablauf ==
Voraussetzung ist immer ein Modell oder Vorbild.
 
  
=== Schritt 0 ===
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=== Vorbild - Modell untersuchen ===
Modellfindung<br>
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*Wahl eines geeigneten Modells für das gewünschte Verhalten und einer Situation, in der das Modell das Verhalten zeigte.
Beschreiben einer Situation mit einem von mir typischen Verhalten und dem Wunsch einer Verhaltensänderung. Finden eines Modells.
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*Beschreiben der Szene, in der das Modell erfolgreich handelte, d.h., der Coachee sieht, hört und erlebt das Modell aus der Beobachterposition.
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*Herausarbeiten der wesentlichen Verhaltensweisen des Modells, ggf. Film langsamer laufen lassen oder anderen Bickwinkel einnehmen.
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::"Du siehst die Szene klar und deutlich. Woran merkst Du, dass das Modell genau das macht, was Du willst? Was ist das Wesentliche?"
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=== Selbstbild dissoziiert ===
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*Der Coachee setzt sich an die Stelle des Modells in der gleichen Szene und sieht sich dabei von außen, d.h., der Coachee sieht, hört und erlebt sich selbst von außen mit dem neuen Verhalten handeln.
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::"Nimm das Modell aus dem Bild aber lasse die Energie in dem Bild und stelle Dich selbst an die Stelle!"
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*Was passt nicht? Was muss geändert werden? Was ist noch unklar? -> An schwierigen Stellen aus der Situation rausgehen, das Vorbild untersuchen und dann anpassen - entweder das Vorbild (bei nicht wesentlichen Dingen) oder das Selbstbild.
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::Zum Beispiel: Körperbewegung, Mimik, Gesten, Stimmlage, Sprechgeschwindigkeit, Altersunterschied, Kleidung, beteiligte Personen...
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=== Selbstbild assoziiert ===
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*Der Coachee schlüpft nun in seine neue Haut, d.h., der Coachee erlebt sich selbst assoziiert mit dem neuen Verhalten, also mit dem, was vorher das angepasste Modell (Selbstbild dissoziiert) getan, gesagt und vermutlich gefühlt hat.
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::"Stimmt das neue Verhalten schon? Soll noch etwas verändert werden?"
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*Zwischen den einzelnen Schritten wird so lange hin und her gesprungen, bis alles stimmig ist.
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*Wenn alles stimmig erscheint, nocheinmal das Modell betrachten und ganz genau beobachten, ob alles wesentliche wirklich übereinstimmt.
  
=== Schritt 1 ===
+
=== Öko-Check ===
Situationsbeschreibung<br>
+
*Kläre, ob der Coachee das neue Verhalten mit allen möglichen Folgen will, wenn nicht: Verhalten anpassen.
Ich kenne einen/eine und ich würde mich gerne so verhalten wie er/sie. Finde eine Situation, in der sich es genau so verhalten hat, wie du es dir wünscht.
+
Beschreibe die Situation, konkrete Szene exemplarisch.
+
woran merkst du, das die Frau genau das macht, was du willst.
+
Du siehst die Szene klar und deutlich.
+
  
=== Schritt 3 ===
+
=== Integration ===
Anpassen<br>
+
*Der Coachee nimmt das neue Verhalten mit einem Ritual symbolisch in sich auf.
Geh an den Anfang des Szene. Nimm die Person raus, sieh dich an ihrer Stelle.
+
Lass die gleiche Szene laufen und sie dich tun, was sie gerade getan und gesagt hat.
+
  
Was möchtest du ändern?
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=== Future Pace ===
- Körperbewegung
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*Der Coachee erlebt/sieht sich mit dem neuen Verhalten in einer zukünftigen Situation - mit der neuen Mimik, Gestik, Stimme, Auftreten ... .
- Mimik
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- Stimmlage deiner anpassen
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- Altersunterschied
+
  
Gucke dir den Film noch einmal mit Dir.
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=== Test ===
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*Möglichst bald (sofort?) Testen in wirklicher Situation.
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*Wenn das Ergebnis noch nicht optimal ist, gleich den NBG im Schnelldurchlauf durchgehen und Verhalten optimieren.
  
 
== Variationen ==
 
== Variationen ==
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Der NBG kann auch mit [[Bodenanker]]n ausgeführt werden.
  
  
 
== Hinweise & Beispiele ==
 
== Hinweise & Beispiele ==
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*Es ist sehr wichtig, immer wieder Dinge, die nicht passen, anzupassen. Wann immer etwas nicht passt, wird wieder zurückgesprungen (zwischen 3, 2 und 1) und geändert. Dies hat über das Anpassen, der unpassenden Umstände hinaus eine ganz wichtige weitere Funktion: das Wesentliche am neuen Verhalten wird durch das häufige hin- und herspringen herausgearbeitet und einstudiert (modelliert)!
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*In jedem Schritt sollten mindestens die drei Hauptsinnessysteme [[VAKOG|VAK]] wahrgenommen werden (im Betrachter - bei Dissoziation - oder im Selbst - bei Assoziation).
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*Es ist wichtig, dass der Coachee spätestens am Ende jeden Schrittes, das zu modellierende Verhalten, als erfolgreich wahrnimmt (i.d.R. er sieht, hört, fühlt, dass andere beeindruckt/begeistert/... sind oder es eben klappt).
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* Fällt es dem Coachee schwer sich assoziiert an der eigenen Stelle zu erleben, kann man einen Zwischenschritt einführen: Der Coachee ''schlüpft'' dazu ''in die Haut des Modells'' aus Schritt 1, in der gewählten Situation ohne dabei das Modell zu ersetzen d.h. er sieht aus dessen Augen und fühlt, wie das Modell fühlt.
  
 
== Übung ==
 
== Übung ==

Aktuelle Version vom 26. Februar 2014, 12:08 Uhr

[New Behaviour Generator, NBG]


Der New Behavior Generator ist eine Modellingstrategie für neues Verhalten. Im Rahmen des Formats kann man Verhalten verändern, generieren oder einfach übernehmen.

Verhalten kann modelliert werden:

  • von einer lebenden Person
  • von einer Figur aus einem Buch oder Film
  • von sich selbst - ein Verhalten, das schon einmal da war, aber momentan nicht verfügbar ist oder welches man selbst in der Zukunft haben wird.
  • von einer selbst ausgedachten Person, die sich so verhalten würde, wie man es selbst gern täte


Historisches

Der New Behavior Generator ist ein klassisches NLP Format aus den ersten Jahren von Bandler und Grinder.


Anwendung, Einsatz

Der New Behavior Generator ist geeignet für Menschen, die neues Verhalten lernen möchten und nicht genau wissen wie, aber ein Vorbild haben.
Dauer: 5-60 min.


Ablauf

Vorbild - Modell untersuchen

  • Wahl eines geeigneten Modells für das gewünschte Verhalten und einer Situation, in der das Modell das Verhalten zeigte.
  • Beschreiben der Szene, in der das Modell erfolgreich handelte, d.h., der Coachee sieht, hört und erlebt das Modell aus der Beobachterposition.
  • Herausarbeiten der wesentlichen Verhaltensweisen des Modells, ggf. Film langsamer laufen lassen oder anderen Bickwinkel einnehmen.
"Du siehst die Szene klar und deutlich. Woran merkst Du, dass das Modell genau das macht, was Du willst? Was ist das Wesentliche?"

Selbstbild dissoziiert

  • Der Coachee setzt sich an die Stelle des Modells in der gleichen Szene und sieht sich dabei von außen, d.h., der Coachee sieht, hört und erlebt sich selbst von außen mit dem neuen Verhalten handeln.
"Nimm das Modell aus dem Bild aber lasse die Energie in dem Bild und stelle Dich selbst an die Stelle!"
  • Was passt nicht? Was muss geändert werden? Was ist noch unklar? -> An schwierigen Stellen aus der Situation rausgehen, das Vorbild untersuchen und dann anpassen - entweder das Vorbild (bei nicht wesentlichen Dingen) oder das Selbstbild.
Zum Beispiel: Körperbewegung, Mimik, Gesten, Stimmlage, Sprechgeschwindigkeit, Altersunterschied, Kleidung, beteiligte Personen...

Selbstbild assoziiert

  • Der Coachee schlüpft nun in seine neue Haut, d.h., der Coachee erlebt sich selbst assoziiert mit dem neuen Verhalten, also mit dem, was vorher das angepasste Modell (Selbstbild dissoziiert) getan, gesagt und vermutlich gefühlt hat.
"Stimmt das neue Verhalten schon? Soll noch etwas verändert werden?"
  • Zwischen den einzelnen Schritten wird so lange hin und her gesprungen, bis alles stimmig ist.
  • Wenn alles stimmig erscheint, nocheinmal das Modell betrachten und ganz genau beobachten, ob alles wesentliche wirklich übereinstimmt.

Öko-Check

  • Kläre, ob der Coachee das neue Verhalten mit allen möglichen Folgen will, wenn nicht: Verhalten anpassen.

Integration

  • Der Coachee nimmt das neue Verhalten mit einem Ritual symbolisch in sich auf.

Future Pace

  • Der Coachee erlebt/sieht sich mit dem neuen Verhalten in einer zukünftigen Situation - mit der neuen Mimik, Gestik, Stimme, Auftreten ... .

Test

  • Möglichst bald (sofort?) Testen in wirklicher Situation.
  • Wenn das Ergebnis noch nicht optimal ist, gleich den NBG im Schnelldurchlauf durchgehen und Verhalten optimieren.

Variationen

Der NBG kann auch mit Bodenankern ausgeführt werden.


Hinweise & Beispiele

  • Es ist sehr wichtig, immer wieder Dinge, die nicht passen, anzupassen. Wann immer etwas nicht passt, wird wieder zurückgesprungen (zwischen 3, 2 und 1) und geändert. Dies hat über das Anpassen, der unpassenden Umstände hinaus eine ganz wichtige weitere Funktion: das Wesentliche am neuen Verhalten wird durch das häufige hin- und herspringen herausgearbeitet und einstudiert (modelliert)!
  • In jedem Schritt sollten mindestens die drei Hauptsinnessysteme VAK wahrgenommen werden (im Betrachter - bei Dissoziation - oder im Selbst - bei Assoziation).
  • Es ist wichtig, dass der Coachee spätestens am Ende jeden Schrittes, das zu modellierende Verhalten, als erfolgreich wahrnimmt (i.d.R. er sieht, hört, fühlt, dass andere beeindruckt/begeistert/... sind oder es eben klappt).
  • Fällt es dem Coachee schwer sich assoziiert an der eigenen Stelle zu erleben, kann man einen Zwischenschritt einführen: Der Coachee schlüpft dazu in die Haut des Modells aus Schritt 1, in der gewählten Situation ohne dabei das Modell zu ersetzen d.h. er sieht aus dessen Augen und fühlt, wie das Modell fühlt.

Übung

Siehe auch

Verwandte Begriffe

Literatur

Weblinks