<small><nowiki> [Anker; Ankern; Anchor; Anchors; Anchoring] </nowiki></small>{{TOCright}}
Im NLP ist ein '''AnkerAnkern''' im wesentlichen »eine beliebige Repräsentation (intern oder extern erzeugt), die ist der Vorgang des bewusst herbeigeführten Verbindens bestimmter Reize mit bestimmten Reaktionen. Im NLP ist es eine andere Repräsentation[[:Kategorie:Grundbegriff|Grundtechnik]], oder eine Serie von Repräsentationen oder eine Strategie auslöst. Grundlage beim Ankern ist die Annahme, daß alle Erfahrungen als ›Gestalten‹ sinnlicher Information repräsentiert werden. Immer wenn ein Teil einer gewissen Erfahrung wieder eingeführt wird, werden auch andere Teile dieser Erfahrung in einem gewissen Maß reproduziertfast allen [[Format]]en enthalten ist. Jeder beliebige Teil einer Erfahrung kann also als Anker benutzt werden, um einen anderen Teil dieser Erfahrung auszulösen.«(Dilts u.a., Strukturen subjektiver Erfahrung, Seite 134, Zitat gekürzt)
D:»Im NLP ist ein '''Anker''' im wesentlichen »eine beliebige [[Repräsentation]] (intern oder extern erzeugt), die eine andere Repräsentation oder eine Serie von Repräsentationen oder eine [[Strategie]] auslöst.hGrundlage beim Ankern ist die Annahme, dass alle Erfahrungen als ›[[Gestalt]]en‹ sinnlicher Information repräsentiert werden. jede Immer, wenn ein Teil einer gewissen Erfahrung wieder eingeführt wird, werden auch andere Teile dieser Erfahrung in einem gewissen Maß reproduziert. Jeder beliebige innere Reaktion Teil einer Erfahrung kann mit jedem beliebigem inneren und äußeren Reiz verknüpft also als Anker benutzt werden, um einen anderen Teil dieser Erfahrung auszulösen.«<ref>Robert B. Dilts, John Grinder, Richard Bandler: Strukturen subjektiver Erfahrung, S.134, ISBN 3873872293 </ref>
Als '''ankern''' wird der Vorgang Die Verankerung scheint als Teil des Verbindens "Modells" von bestimmten Reizen mit Reaktionen bezeichnetVirginia Satir aus der Familientherapie in NLP importiert worden zu sein.<ref>Haber, Russell, (2002): Virginia Satir: An integrated, humanistic approach Contemporary Family Therapy, Vol 24(1), Mar 2002,p32 pp. 23-34 ISSN 1573-3335 doi:10.1023/A:1014317420921</ref>
Ein Beispiel für einen == Anwendung, Einsatz ==Anker ist ein bestimmtes lang nicht gehörtes Liedwerden eingesetzt, welches gerade im Autoradio läuft und unmittelbar dazu führtum:*ressourcenvolle Zustände gezielt herbeiführen zu können, dass man sich in eine Situation zurückversetzt fühlt*Namen, Begriffe oder Situationen abrufbar zu machen, *leichter in der man das Lied oft und viel gehört hat (erste/Phantasie an bestimmte Liebe''Zeiten'' zu gehen, Flirt, Strandparty im Urlaub, Beerdigung, "unser Lied" von Partnern, Feierabendsong im Supermarkt usw.). Hierbei handelt es sich um einen typischen Anker: eine Sinneswahrnehmung *zurück aus einer Trance in die Gegenwart zu kommen (lange nicht gehörtes LiedGegenwartsanker) führt unmittelbar zu einem emotionalen Zustand oder*komplette (fühlen wie in einer bestimmten Situation "damals"NLP). Ähnliche Verbindungen können visuell, durch eine Berührung, einen Geruch oder einen Geschmack ausgelöst werden-Formate via Anker auszulösen.
Sehr typische gezielt eingesetzte akustische Anker sind Titelmelodien von TV-Serien/TV-Magazinen. Bekannt sind: Bonanza, Lindenstraße, Sesamstraße, Monitor, Spiegel-TV, Tagesschau. Hört man == Geschichte ==Beim Ankern wird die Melodie[[klassische Konditionierung]]skette nach [[Pawlow, stellt sich bereits ein bestimmtes Gefühl einIwan Petrowitsch|Pawlow]] durchlaufen, das von der Sendung erzeugt wird. <br>Eingesetzt werden akustische Anker auch in der Werbung (z.B. Barcardi, Telekom, Marlboro, Langnese). Der Leser prüfe sich, zu welcher Serie/Werbung ihm sofort die Melodie in für deren Beschreibung er 1904 den Sinn kommt. Das funktioniert so, als auch umgekehrtNobelpreis für Physiologie und Medizin erhielt.
Anker können auch GegendenPawlow zeigte, Gebäudedass nach einer Konditionierung ein neutraler Reiz eine Reaktion hervorruft, Räume, Plätze in Räumen, Gegenstände oder Kleidungsstücke sein, ebenso wie Menschen oder Tiere die vorher nur durch einen unkonditionierten Reiz ausgelöst werden konnte. Er ersetzte einen unkonditionierten Reiz (alles kann ein Anker seinAnblick von Futter)für eine unkonditionierte Reaktion (Speichelfluss) durch einen den konditionierten (=neutralen) Reiz (Glockenton). Indem er regelmäßig kurz vor der Reichung des Futters einen Glockenton erklingen ließ, konnte er nach einigen Malen den Speichelfluss bereits durch den Glockenton auslösen.
Wenn man zu bestimmten Gelegenheiten beispielsweise geraucht hatPawlow machte eine weitere sehr wichtige Entdeckung: Hatte er dem Hund über längere Zeit den konditionierten Reiz allein dargeboten, kann es sinnvoll seinso verschwand allmählich die konditionierte Reaktion; er nannte diesen Prozess "Löschung". Wiederholte er nach einiger Zeit das Experiment, so zeigte der Hund nach wesentlich weniger Versuchsdurchführungen wieder die konditionierte Reaktion auf dem Weg zum Nichtraucher, diese Gelegenheiten zu meiden oder konsequent zu umzuankernden konditionierten Reiz.
Wenn man schnell in einen bestimmten Zustand kommen will (KreativitätDas heißt, MeditationAnker können sich abnutzen. Sie werden jedoch nicht gänzlich gelöscht, Klarheit) kann es helfen, immer den selben Ort aufzusuchen (mit immer dem selben Ziel von Kreativität, Meditation, Klarheit)sondern lediglich gehemmt. Auch Worte und Gesten sind ''Abgenutzte'' Anker, beispielsweise können in der Meditation das OM und der Meditationssitz (optimalerweise in bestimmter Kleidung, am besonderen Ort, umgeben mit bestimmten Symbolen und Gerüchen sowie spezieller Musik (VAKOG))einem verkürzten Prozess wieder ''nachgeladen'' werden.
Üblicherweise ankert man:
*Zeiten (z.B. Gegenwartsanker)
*Emotionen (z.B. Ressourceanker)
*Erinnerungen (z.B. Namen, Begriffe, Situationen)
Anker können über jeden der 5 Sinneskanäle installiert werden:== Biologie des Ankerns==*kinästhetische Anker**Raumanker (z.B. Bodenankerfunktioneren nach dem Prinzip '''Neurons that fire together wire together''', d.h. Positionen im Raum)**gezielte Berührungen*visuelle Anker**Einsatz von Gesten**Einsatz von Symbolen, Bildern, Farben*auditive Anker** Wortealso in etwa: ''"Gehirnzellen, die besonders betont werden** Geräuschegemeinsam auslösen, Melodien und akustische Signale*olfaktorische Anker (Gerüche)*gustatorische Anker (Geschmack)verbinden sich untereinander"''.
Unterscheide:*unbedingte Reflexe = angeborene»...Darüber hinaus verbildlichen die modernen, unbedingte Reflexe (Kniesehnenreflexbildgebenden Hirnforschungsverfahren auf neuronaler Ebene zum Beispiel, Lidschlussreflex etc.)*Assoziationen (zweipoliger bedingter Reflex): Es gibt weshalb eine inhaltlich verständliche Verknüpfung zwischen dem Reiz und der Reaktionbesonders grundlegenden Techniken des NLP funktioniert, nämlich das Ankern. Zweipoligkeit meint hier die TatsacheMan weiß heute, dass zum Verstehen Neuronen, die gleichzeitig aktiv sind, sich durch Synapsen miteinander verbinden. In der Reaktion nur Sprache der Reiz als bekannt gegeben sein mussNeurosciences heißt das: "Neurons that fire together wire together.*" Wenn man also beim Ankern (dreipolig, bedingter Reflex): Ein Anker nutzt eine gegebene Assoziation um die Reaktion an einen zusätzlichen bestimmten Zustand des Klienten mit einem spezifischen visuellen, akustischen oder taktilen Reiz zu knüpfenoder einem Geruch verknüpft, der inhaltlich mit der Reaktion vordergründig nichts zu tun haben muss. Ist der Anker erst einmal installiertaktiviert man entsprechende Nervenzellen, wirkt er zweipoligdie sich dadurch, dass sie gemeinsam aktiv sind, miteinander verbinden. Um ihn allerdings setzen zu können muss Die neuronale Verknüpfung erklärt, weshalb dann irgendwann beim Auftreten des bestimmten Reizes gleichzeitig der zu ankernde entsprechende Zustand anderweitig hergestellt werdenhervorgerufen wird. Durch unmittelbare Erfahrung, Erinnerung oder ImaginationAuch die Technik des Zusammenführens von dissoziierten Zuständen (Collapsing Anchors) findet hierin ihre neurophysiologische Erklärung. Diese sind zweipolig und Inhaltsorientiert..« <ref>aus dem Artikel 'Kommunikation mit NLP' managerSeminare Heft 96, März 2006</ref>
=== Reflex, Assoziation, Anker können ===Anker müssen von Reflexen und Assoziationen seinunterschieden werden:*Unbedingte Reflexe sind angeborene, ''nicht inhaltlich zu verstehende'' Verknüpfung eines Reizes (z. B. Hammerschlag aufs Knie) mit einer meist Körperreaktion (Vorstrecken des Beins). Beispiele: Kniesehnenreflex, Lidschlussreflex, wenn sie in Gänsehaut*Assoziation (zweipolig): Es gibt eine ''inhaltlich verständliche'' Verknüpfung zwischen dem Reiz und der Gegenwart geprägt werdenReaktion. Zweipoligkeit meint hier die Tatsache, ohne das dass zum Verstehen der Reaktion nur der Reiz als bekannt gegeben sein muss.*Klassischer Anker (dreipolig): Ein Anker nutzt eine gegebene Assoziation, um die Person sich dafür Reaktion ''an etwas erinnern einen zusätzlichen Reiz zu knüpfen, der inhaltlich mit der Reaktion vordergründig nichts zu tun haben muss''. Die meisten Ist der Anker im NLP erst einmal installiert, wirkt er zweipolig. Um ihn allerdings setzen zu können, muss der zu ankernde Zustand anderweitig hergestellt werden. Durch unmittelbare Erfahrung, Erinnerung oder Imagination. Diese sind jedoch dreipoligzweipolig und inhaltsorientiert.
Ankern ist im NLP eine BasistechnikAnker können Assoziationen sein, die wenn sie in fast allen der Gegenwart geprägt werden, ohne dass die Person sich dafür an etwas erinnern muss. Die meisten Anker im NLP-Formaten eine Rolle spieltsind jedoch dreipolig.
== Historisches= Die Sinneskanäle ===Beim Ankern wird die klassische Konditionierungskette, nach [[Pawlow, Iwan Petrowitsch|Pawlow]], durchlaufen, für deren Beschreibung er 1904 den Nobelpreis für Physiologie und Medizin erhielt.
Pawlow zeigteAnker können über jeden der fünf [[Repräsentationssystem|Sinneskanäle]] installiert werden:*''visuelle Anker''**Einsatz von Gesten und Mimiken**Einnahme von bestimmten Orten auf der Bühne bei bestimmten Themen **Einsatz von Symbolen (z. B. auf Uniformen), dass nach einer Konditionierung ein neutraler Reiz eine Reaktion hervorruftBildern und Farben (z. B. auf Werbeplakaten) *''auditive Anker''** Worte, die vorher nur durch einen unbedingten Reiz ausgelöst besonders betont werden konnte. Er ersetzte einen unkonditionierten Reiz (Anblick von FutterLautstärke, Tonhöhe, Sprachgeschwindigkeit) für eine unkonditionierte Reaktion ** Geräusche, Melodien und akustische Signale (SpeichelflußAlarmsirenen der Feuerwehr) durch einen den konditionierten *''kinästhetische Anker''**[[Raumanker]] (=neutralenz.B. [[Bodenanker]], d.h. das Einnehmen einer bestimmten Position im Raum führt zum geankerten inneren Zustand) Reiz **gezielte Berührungen - leichter Druck auf das Knie oder einen Punkt am Rücken*''olfaktorische Anker'' (GlockentonGerüche)**Beispiel: Der Geruch einer erlöschenden Kerze ruft "Weihnachtsstimmung" hervor. Indem er regelmäßig kurz vor Darreichung des Futters einen Glockenton erklingen ließ, konnte er nach einigen Malen den Speichelfluss bereits durch den Glockenton auslösen*''gustatorische Anker'' (Geschmack)**Beispiel: Beim Genuss einer bestimmten koffeinhaltigen Limonade summt man eine bestimmte Melodie aus einem Werbespot.
Pawlow machte eine weitere sehr wichtige Entdeckung: Hatte er dem Hund über längere Zeit der konditionierten Reiz allein dargebotenDurch Kombination mehrerer Sinneskanäle, so verschwand allmählich die konditionierte Reaktion; er nannte diesen Prozess Löschung. Wiederholte er nach einiger Zeit beispielsweise das ExperimentZusammendrücken von Daumen und Zeigefinger (kinästhetischer Kanal) in Kombination mit dem betonten Ausprechen eines passenden Wortes (z.B. p''e''rfectam''e''nte), so zeigte der Hund nach wesentlich weniger Versuchsdurchführungen wieder die konditionierte Reaktion auf den konditionierten Reizkann man eindeutige Anker installieren.
Das heißt:=== Arten von Ankern ===# * Man kann Anker können sich abnutzen''neu setzen'' oder bereits vorhandene nutzen (›stealing‹anchors / Anker ›''stehlen''‹):Beispiel: Man kann einen Anker ''setzen'', sie werden jedoch nicht gänzlich gelöschtbei dem jemand in einen ressourcevollen Zustand geht, sondern lediglich gehemmtwenn man ihm mit der Hand auf die Schulter klopft und zuzwinkert (z.B. Motivation). Oder man kann ihn nutzen, wenn er schon vorhanden ist, also ''stehlen''. # * ''abgenutzteverdecktes'' Anker können oder ''offenes'' Ankern :Drückt aus, in einem verkürzten Prozess wieder welchem Grad die Person, bei der geankert wird, über das Geschehen informiert ist.* ''nachgeladeneinmal'' werdenoder ''wiederholt'':Je häufiger man ankert, desto stärker wird der Anker für gewöhnlich.
== Ablauf, Kriterien ==
Das Grundprinzip des Ankerns ist, einen spezifischen Reiz zu setzen, wenn ein bestimmter Zustand erlebt wird. Ein guter Anker erfüllt die im nächsten Abschnitt erklärten T.I.G.E.R.-Kriterien.
== Anwendung, Einsatz = Zustand des Ankernden ===Der Zustand desjenigen, der den Anker werden eingesetztinstalliert, um ressourcevolle Zustände gezielt abrufbar zu machenist wesentlicher Bestandteil des Ankers.Das Feuern des Ankers erfolgt mit größerer Präzision, wenn sich der Ankernde im gleichen Zustand befindet, wie zum Zeitpunkt der Installation. Über den Zustand des Ankernden bei der Installation läßt sich der Anker auch an die Person des Ankernden binden.<ref>Gerd Castan: Professionell Ankern, Kapitel Intention und Zustand des Ankernden, eBook ISBN 978-3-00-042092-4, Taschenbuch ISBN 978-3-00-042333-8</ref>
== Ablauf, Kriterien ==Zitat: »Grundlage beim Ankern ist die Annahme, dass alle Erfahrungen Die Stärke des Zustandes des Ankernden läßt sich als ›Gestalten‹ sinnlicher Information repräsentiert werden[[Sliding Anchor]] installieren und nutzen. Immer wenn ein Teil einer gewissen Erfahrung wieder eingeführt wird, werden auch andere Teile dieser Erfahrung in einem gewissen Maß reproduziert. Jeder beliebige Teil einer Erfahrung kann also als Anker benutzt werden, um einen anderen Teil dieser Erfahrung auszulösen.« (Dilts u.a., Strukturen subjektiver Erfahrung, Seite 134, Zitat gekürzt)
Im NLP weit verbreitet ist das === Wahrnehmung des gewünschten Zustandes ===Der Prozess der Installation eines Ankers erfordert die Wahrnehmung des Gegenübers. Soll der Höhepunkt eines Zustandes geankert werden, so geschieht dies nicht zum Zeitpunkt des Höhepunktes der [[TIGERElizitieren|Elizitierung]] sondern zum Zeitpunkt des Höhepunktes der physiologischen Reaktionen des Gegenübers. === T.I.G.E.R.]]-Modell:<br>===Das Wort '''TIGER''' besteht aus den Anfangsbuchstaben von fünf wichtigen Kriterien für erfolgreiches Ankern (egal ob visuell, auditiv, kinästhetisch,...):*'''T'''iming : Den Anker setzen, wenn der zu ankernde Zustand in seinem Maximum erlebt wird. Noch besser - kurz ''vor'' dem Höhepunkt der Empfindung (dadurch wird das Anwachsen des Zustandes mit geankert).*'''I'''ntensität : Der zu ankernde Zustand muss eine hohe Intensität der Empfindung haben. Dazu ist es wichtig, den Zustand möglichst umfassend assoziiert zu erleben ([[VAKOG|VAK(OG)]]- Trance). In Dissoziation ist es schwer, intensive Gefühle aufzubauen.*'''G'''enauigkeit - : Den Anker präzise setzen. Nur wenn der Anker in gleicher Weise reproduziert werden kann, wird er seine volle Wirkung entfalten.*'''E'''inzigartigkeit - : Um einen Anker erfolgreich zu setzen und wieder benutzen zu können, ist es wichtig, dass der Reiz einen hohen Grad an Einzigartigkeit hat. So würde z.B. ein Händeschütteln als kinästhetischer Anker nicht funktionieren, da dieser Reiz mit Tausenden von anderen Erfahrungen überlagert ist.*'''R'''einheit<br>: Nur den gewünschten (positiven) Teil ankern! Dazu sollte der zu ankernde Zustand so rein wie möglich erlebt werden. Ein Beispiel: Jemand möchte den Zustand "Freude" ankern. Er erinnert sich an die Freude, als er seinen Neuwagen zum ersten mal fahren konnte. Später stellte sich dieser Wagen als Montagsauto heraus – was mit viel Ärger verbunden war. Das mischt sich auch an den Gedanken des Neuwagens hinein. Diese Freude ist nicht mehr pur.
Alternativ:<br>
'''Was''' wird geankert? - Die Gesamt-''Gestalt'' der Wahrnehmung (s.o.)<br>
'''Wo''' wird geankert? - Der Reiz muss spezifisch sein. Normalerweise wird automatisch in allen Sinnessystemen geankert.<br>
'''Wie''' wird geankert? - Am besten kurz vor dem Höhepunkt.<br>
== Hinweise & Beispiele ==
Die Intensität eines Ankers wird durch das Ausmaß des Ursprungserlebnisses oder/ und von der Häufigkeit der Wiederholungen beeinflusst.
Anker können "abgenutzt", umgewandelt oder verstärkt werden. Einen [[Circle Of Excellence]], der immer in unangenehmen Situationen eingesetzt wird, empfiehlt es sich wieder aufzuladen. Sonst "wandelt" er sich langsam in einen [[Stuck State]] Anker! Ist das Ergebnis des CoE allerdings i.d.R. ein Erfolg, stärkt er sich von allein.
*entwickeln bei den Menschen Phantasien: z.B. Hubschrauber fliegt über einem Dorf → Einsatz der Bundeswehr? Notlandung? Rettungsaktion?
*sind weniger nützlich: z. B. Prüfungssituationen → können Wissensleere auslösen
*erzeugen negative Befindlichkeit (Phobien): z. B. enge Räume → Platzangst(Klaustrophobie)
Ein Beispiel für einen Anker ist ein bestimmtes lang nicht gehörtes Lied, welches gerade im Autoradio läuft. Es führt unmittelbar dazu, dass man sich in eine Situation zurückversetzt fühlt, in der man das Lied oft und viel gehört hat (erste/bestimmte Liebe, Flirt, Strandparty im Urlaub, Beerdigung, "unser Lied" von Partnern, Feierabendsong im Supermarkt usw.). Hierbei handelt es sich um einen typischen Anker: eine Sinneswahrnehmung (lange nicht gehörtes Lied) führt unmittelbar zu einem emotionalen Zustand (fühlen wie in einer bestimmten Situation "damals"). Ähnliche Verbindungen können visuell, durch eine Berührung, einen Geruch oder einen Geschmack ausgelöst werden. Sehr typische gezielt eingesetzte akustische Anker sind Titelmelodien von TV-Serien/TV-Magazinen. Bekannt sind: Bonanza, Lindenstraße, Sesamstraße, Monitor, Spiegel-TV, Tagesschau. Hört man die Melodie, stellt sich bereits ein bestimmtes Gefühl ein, das von der Sendung erzeugt wird. <br>Eingesetzt werden akustische Anker auch in der Werbung (z.B. Bacardi, Telekom, Marlboro, Langnese). Der Leser prüfe sich, zu welcher Serie/Werbung ihm sofort die Melodie in den Sinn kommt. Das funktioniert so, als auch umgekehrt. Anker können auch Gegenden, Gebäude, Räume, Plätze in Räumen, Gegenstände oder Kleidungsstücke sein, ebenso wie Menschen oder Tiere (alles kann ein Anker sein). Wenn man zu bestimmten Gelegenheiten beispielsweise geraucht hat, kann es sinnvoll sein, auf dem Weg zum Nichtraucher, diese Gelegenheiten zu meiden oder konsequent umzuankern. Wenn man schnell in einen bestimmten Zustand, wie Kreativität, Meditation, Klarheit kommen will, kann es helfen, immer den selben Ort aufzusuchen, mit immer dem selben Ziel von Kreativität, Meditation, Klarheit. Auch Worte und Gesten sind Anker, beispielsweise in der Meditation das Mantra OM und der Meditationssitz (optimalerweise in bestimmter Kleidung, am besonderen Ort, umgeben mit bestimmten Symbolen und Gerüchen sowie spezieller Musik (VAKOG)). == '''Formate, in denen diese Technik angewendet wird '''== Ankern ist eine der Basistechniken im NLP, die in sehr vielen Formaten [[Format]]en vorkommt. <br> Ankerformate sind:*[[Re-Anchoring ]] (Umankern, Anker »löschen«)
*[[Collapsing Anchors]] (Anker verschmelzen)
*[[Sliding Anchors Anchor]] (gleitende Anker)*[[Stacking Anchors ]] (Anker stapeln)Mehrere zusammenpassende Reaktionen werden mit einem Reiz verbunden.
*[[Chaining Anchors]] (Anker verketten)
*[[Stealing Anchors ]] (Anker stehlen)Vorhandene Reiz-Reaktions-Kombinationen (natürliche Anker) werden erkannt und die bestehenden Anker genutzt.*[[Circle Of of Excellence]]*[[State of Excellence]]*[[Moment of Excellence]]
== Übung Übungen ==*Entdecken Sie Anker in Ihrem täglichen Umfeld: Welche unterstützen Sie, welche schränken Sie ein? Nutzen Sie die unterstützenden, ändern Sie die einschränkenden.
== Siehe auch ==
[[Bodenanker]]
== Verwandte Begriffe ==
=== Verwandte Begriffe =Einzelnachweise == === Literatur === <references/>
== Weblinks ==
=== Weblinks ===
[[Kategorie:Begriff]]
[[Kategorie:Grundbegriff]]