Änderungen
1939 Matura am Bundesrealgymnasium Villach,
Studium der Philologie und Philosophie in Venedig,
Ausbildung zum Psychotherapeuten am C.-G.-Jung-Institut in Zürich
1957 Ruf an die Universität von El Salvador
1976 Professor für Psychotherapie an der Stanford University
Am MRI ist Watzlawick in die Fussstapfen von Gregory Bateson getreten. In Zusammenarbeit mit dem Team (Don D. Jackson, John Weakland, Jay Haley) war er maßgeblich an der Entwicklung der Doppelbindungstheorie beteiligt. Die Doppelbindungstheorie[http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelbindungstheorie] beschreibt die doppelte Bindung von Menschen an paradoxe oder gegensprüchliche Aussagen, die zu schizophrenem Verhalten führen kann.
'''Inhalt und Beziehung'''
„Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, wobei Letzterer den Ersteren bestimmt.“ Kommunikation ist also nicht nur ein reiner Austausch von Information, sondern es wird auch immer der Beziehungsaspekt transportiert. So wird in der Kommunikation klar wie das Verhältnis der beiden Komunizierenden zueiander ist. Es wird z.B. auch bei Statusspielen bewußt. Ein Satz im Hochstatus zu der anderen Person gesagt, kann etwas ganz anderes bedeuten als im Tiefstatus kommuniziert.
'''Interpunktion'''„Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktionen der Kommunikationsabläufe seitens der Partner bedingt.“ Hier kommt die Annahme des radikalen Konstruktivismus, dass jede Wirklichkeitswahrnehmung subjektiv ist, ins Spiel. Jeder Partner hat eine subjektive Wahrnehmung des Gesprächs und konstruiert einen Anfangspunkt, den er für die Ursache der Wirkung hält. Da jedoch ein Gespräch sich auch auf sich selbst bezieht und rekursiv sein kann und die Ursache-Wirkungs-Bedingung auch nicht immer voraugesetzt werden kann (z.B. bei Self-fulfilling-prophecies), kann kein objektiver Beginn festgesetzt werden und die Gesprächspartner beweren den Gesprächsverlauf unter Umständen sehr unterschiedlich je nach dem, wo der Anfangspunkt gesetzt wir. Es handelt sich hier immer um einen Kreislauf. '''Digital und analog''' „Menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Modalitäten.“ Bei Watzlawick steht digital für die verbale, also eher eindeutige und sachliche Ebene. Während mit analoger Kommunikation alle nonverbalen und mehrdeutigen Signale gemeint sind. Bei der digitalen Komunikation handelt es sich also um logische, semantische, verbale Vermittlung. Bei der Analogen sind alle nonverbalen Signale, wie Emotionsausdrücke (Lachen), die durch Gestik, Mimik und Tonfall vermittelt weden. Diese analoge Kommunikation ist dabei mehrdeutig und kulturabhängig. Besonders auffällig werden diese beiden Aspekte der Kommunikation, wenn sie nicht übereinstimmend, also kongruent, sind. So kann verbal eine Zustimmung gegeben werden, die allerdings inkongruent analog durch Kopfschütteln negiert wird. '''Symmetrisch oder komplementär''' „Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch oder komplementär.“ Auf der Beziehungsebene kann eine Komunikation symmetrisch oder komplementär ablaufen. Dabei ist bei dem Streben nach Symmetrie ein Streben nach Gleichheit und Kommunikation auf Augenhöhe gemeint. Beim Rapportaufbau wird oft auch eher eine symmetrische Kommunikation angestrebt, in der der Partner gespiegelt wird. Bei der komplementären Kommunikation ist der Status der beiden Gesprächpartner im Status eher ungleich. Hoch und Tiefstatus stehen sich diametral gegenüber und es gibt kein Interesse, das anzugleichen oder Unterschiede zu vermindern. == Bedeutung für das NLP == == Werke und Schriften ==
Watzlawick veröffentlichte 18 Bücher unter anderem:
mit Janet H. Beavin/Don D. Jackson: Menschliche Kommunikation - Formen, Störungen, Paradoxien. Huber, Bern 1969, ISBN 3456834578
Wie wirklich ist die Wirklichkeit – Wahn, Täuschung, Verstehen. Piper, München 1976, ISBN 3-492-02182-4
Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns. Picus, Wien 1992, ISBN 3-85452-315-7
Wenn du mich wirklich liebtest, würdest du gern Knoblauch essen – Über das Glück und die Konstruktion der Wirklichkeit. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04942-7 <!--* ''Buch 1'', Erscheinungsort Erstes Erscheinungsjahrbei nicht-NLPlern evtl. mit einem Hinweis, warum das in der NLP(!)dia wichtig ist.--> <!-- == Literatur ==<!--* Erna Mustermannforscherin: ''Standardwerk überunseren Kerl''. Verlag, Erscheinungsort Jahr, ISBN3-12-1234523-2-->
== Weblinks ==
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