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== Entstehung und neue Entwicklungen ==
Die klassische Psychologie beschäftigte sich von Beginn an mit psychischen Störungen. In Studien sollte herausgefunden werden, was genau zu der Störung geführt hat. In der Therapie sollten Konflikte, Mängel und Störungen beseitigt werden. Kritiker der klassischen Psychologie monierten, daß durch Beobachtung von Krankheiten nichts darüber zu erfahren sei was zu einem gesunden und glücklichen Leben führt und verglichen Forschungen dieser Art mit einem Fahrzeugingeneur, der durch Untersuchen von kaputten Autos auf dem Schrottplatz lernen sollte, wie man funktionierende Autos baut. Die positive Psychologie sollte sich hingegen nicht mit den Mängeln sondern mit positiven Gegenständen wie beschäftigen. Diese sind: * '''Glück, '''* '''Optimismus, '''* '''Vertrauen, '''* '''Solidarität, '''* '''Geborgenheit und '''* '''Verzeihen beschäftigen. ''' Die Positive Psychologie mit ihrer ressourcenorientierten Sichtweise beinhaltet auch Ideen Ansätze der Humanistischen humanistischen Psychologie, sucht aber gleichzeitig eine empirisch-wissenschaftliche Fundierung.
Erkenntnisse der postivien Psychologie werden auch im Unternehmensumfeld genutzt und dafür das Positive-Leadership-Konzept entwickelt. Das GALLUP Institut hat das Clifton StrengthsFinder Instrument entwickelt, auf welchem Teamentwicklungsmodelle für die Anwendung der Positiven Psychologie basieren.
Im USEnglisch-amerikanischen und angelsächsischen sprachigem Raum spielen nehmen Charakterstärken bzw. Kernqualitäten eine bedeutende Rolle in der Forschung zur Positiven Psychologieein. Ziel ist es nicht zu versuchen Schwächen und Mängel auszumerzen, sondern sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren. Diese er einmal heraus zu finden , sich auf diese zu konzentrieren und sein Leben so zu gestalten, daß diese Stärken zum Tragen kommen und so effektiv wie möglich ausgespielt werden können.
Durch Studien fand Seligman die aus seiner Sicht wichtigen Elemente heraus, welche Menschen zu einem glücklichen Leben verhelfen. Wobei er in im weiteren Studien seinen Verlauf seiner Forschung den Fokus weniger auf Glück das Erreichen von Glücksgefühlen sondern mehr auf das menschliche Wohlbefinden der befragten Menschen setzte. Seiner Erkenntnis nach sind es die fünf Elemente Positive Gefühle, Engagement, Positive Beziehungen, Sinn, Zeilerreichung und Zielerreichung welche einen großen Einfluß auf das Wohlbefinden von Menschen haben. Diese Elemente werden durch das Akronym PERMA beschrieben, was im englischen . Es steht für * '''Positive Emotions, '''* '''Engagement, Positive '''* '''Relations, '''* '''Meaning und '''* '''Achievment steht.'''
== Ziel ==
Das Ziel der Positiven Psychologie ist den Pfad der die Beschränkung auf die Erforschung defizitärer Aspekte des Lebens zu verlassen und sich den Dingenaufzuheben, um die Dinge, welche Wohlbefinden und Lebensqualität steigern hinzuwendenhinzu zu nehmen. Die wissenschaftlich fundierte Erforschung konzentriert sich dabei auf empirische die Beobachtung des subjektiven Erlebens- und Verhaltensbeobachtungdem Verhalten des Menschen. Dabei stehen Erforscht werden positive Emotionen, positiver Charakter und positive Strukturen im Blickpunktsind. Weitere Themen der Forschung sind : * '''Zustand von Freude oder '''* '''Flow , '''* '''Werte, '''* '''Stärken, '''* '''Tugenden und '''* '''Talente. ''' Dabei will die Positive Psychologie nicht den traditionellen Zweig klassischen Bereich der Psychologie ersetzen oder ignorieren, sondern vielmehr um weitere Themen ergänzen.
== Siehe auch ==
* [[Flow (Psychologie)|Flow]]
* [[Positive Leadership]]
* [[Positive Psychotherapie]]
* [[Kernqualitäten]]
* [[Salutogenese]]
== Literatur ==
* Haas, Oliver: ''Corporate Happiness: glückliche Menschen leisten gerne mehr''. Erich Schmidt Verlag, 2010, ISBN 978-3-503-12657-6.
* Nansook Park, Christopher Petersen, Martin P. Seligman: ''Strengths of Character and Well-Being.'' In: ''Journal of Social and Clinical Psychology.'' Volume 23, Nr. 5, 2004.
* ''Oxford Handbook of Methods in Positive Psychology.'' Herausgegeben von Anthony D. Ong und Manfred H. M. van Dulmen. [[Oxford University Press]], Oxford 2007, ISBN 978-0-19-517218-8.
* Peter Alex Linley u. a.: ''Character Strengths in the United Kingdom: The VIA Inventory of Strengths.'' In: ''Personality and Individual Differences.'' Volume 43, 2007.
* Peter Ruit, Fred Korthagen: ''Bewustwording en ontwikkeling van kernkwaliteiten bij leerlingen.'' In: ''Tijdschrift voor orthopedagogiek.'' 51, 2012. (deutsche Übersetzung des Artikels hier: http://www.kernquadrat.de/das-kernquadrat-in-grundschulen)
* Peterson, Christopher; Seligman, Martin E. P.: ''Character strengths and virtues: A handbook and classification''. Oxford University Press, Oxford 2004, ISBN 0-19-516701-5.
* [[Max Ringlstetter|Ringlstetter, Max]]; [[Stephan Kaiser|Kaiser, Stephan]]; Müller-Seitz, Gordon: ''Positives Management: Zentrale Konzepte und Ideen des Positive Organizational Scholarship''. Gabler, Wiesbaden 2006, ISBN 978-3-8350-0276-0.* Rohmann, Elke; Herner, Michael Jürgen; Fetchenhauer, Detlef: ''Sozialpsychologische Beiträge zur Positiven Psychologie – Eine Festschrift für [[Hans-Werner Bierhoff]]''. Pabst Science Publishers, Lengrich/Berlin 2008, ISBN 978-3-89967-482-8.
* Seligman, Martin E. P.: ''Der Glücks-Faktor. Warum Optimisten länger leben''. Lübbe 2005, ISBN 978-3-404-60548-4.
* Ann Elisabeth Auhagen (Hrsg.): ''Religiosität und Spiritualität'', Kapitel ''Positive Psychologie. Anleitung zum „besseren“ Leben'', S. 67-85, BeltzPVU, Weinheim 2004, ISBN 978-3-621-27555-2.
* Martin Seligman: ''Flourish - Wie Menschen aufblühen''. Kösel-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-466-30934-4.
* [http://www.utho-creusen.com/download/creusen-0801-HBM.pdf Creusen, Utho; Eschemann, Nina-Ric: ''Talente finden und fördern''. In: Harvard Business Manager 01/2008.] (PDF-Datei; 871 kB)