Änderungen
Beim Notfallschalter handelt es sich um ein Format aus dem Bereich der Arbeit mit [[Submodalität]]en (Submos).
Hierzu werden besonders starke oder kritische Submos identifiziert, und ihre positive Richtungsänderung an einen frei gewählten Auslöser („Schalter“) gekoppelt. Dazu wird ein Shift Anchor (Verschiebungs-Anker) etabliert.
== Anwendung, Einsatz ==
Im Vordergrund steht hierbei die Möglichkeit, eine Zustandsänderung in einer negativen Situation („Notfall“) über Beeinflussung von Submos recht
Neben Gesten können natürlich auch andere selbst generierbare, und differenziert wahrnehmbare Reize genutzt werden.
== Format des Notfallschalters == === Vorab:===
Das Format wird an besten zu zweit durchgeführt, da dies die Suche der entsprechend starken Submos vereinfacht. Ferner empflieht es sich im Vorfeld zu wissen, welches die bevorzugten Repräsentationssysteme sind. Bei genügender Erfahrung, kann das Format aber auch ohne Unterstützung zur Anwendung kommen.
=== 1. Situation finden:===
Wähle eine Situation welche Dir einen unangenehmes Gefühl macht. Diese kann in der Vergangenheit oder auch Zukunft liegen. Bewerte die Situation jetzt, z.B. auf einer Skala von 1 bis 10.
=== 2. Rapport aufbauen:===
Je nach Teilnehmerzahl bis zum dreifachen Rapport.
=== 3. Starke Submodalitäten identifizieren:===
Betrachte nacheinander die VAK(OG) Repräsentationen der Sitation, und verändere die Submodalitäten entsprechend ihrer Grundstruktur, analog oder digital. Halte fest welche Änderungen zu einer deutlichen Besserung des Zustandes geführt haben. Dazu einige Beispiele (Quelle s.u., Seite 106):
Position in der Ebene – Entfernung – Größe – Form, Begrenzung, Rahmen – Helligkeit – Schärfe – Farbe, schwarz/weiß/sepia – 2D,3D – Standbild, Diashow, Film – assoziiert, dissoziiert
Geräusche, Wörter, Musik – Position und Abstand der Quelle – Klar oder gedämpft – Lautstärke – Rhythmus, Melodie – Geschwindigkeit – Stimmlage, Tonhöhe – angenehm, unangenehm – internal oder external
Position, Zentrum – Größe – Form – Beschaffenheit, Struktur – Bewegung – strömen, strahlen, pulsieren – Intensität – Temperatur – Druck, Gewicht -
Farbe des Gefühls
=== 4. 3-5 starke Submodalitäten herausfiltern:===
Innerhalb der zur Auswahl stehenden Submodalitäten nochmals die stärksten oder kritischen herausfiltern. Diese nochmals auf die Situation anwenden und somit testen, ob die Zustandsänderung entsprechend schnell und einfach machbar ist.
=== 5. Ankern:===
Wähle nun eine Geste, welche die gefundenen Submodalitäten am besten auf sich vereint. Überlegenswert wäre hier die Möglichkeit, den Schalter auch dezent einsetzen zu können. Ein Entkleidungsszenario z.B. wäre dementsprechend eher kontroproduktiv. Die Geste kann auch unter Zuhilfenahme einer Trance gesucht werden.
So erfährt der Prozess des Ankerns, in diesem Kontext, eine handhabbare Strukturierung.
=== 6. Test:===
Begebe Dich nun in die Situation und wende die Geste an. Bewerte die Situation jetzt, z.B. auf einer Skala von 1 bis 10. Vergleiche sie mit der Bewertung unter Punkt 1. Hat sich sonst noch etwas verändert?
=== 7. Future Pace, Hausaufgabe===
Wähle 2 weitere Situationen und wende den Schalter auf diese an. Was ändert sich? Wie ist die Qualität des Ergebnisses? Ist die Stärke der Änderung wie gewünscht?