Änderungen
Glaubenssätze sind die Überzeugungen und Leit[[Metamodell]]verletzungen -Ideenüblicherweise Modaloperatoren, die Menschen für wahr haltenNominalisierungen<ref>Identität, Glaubenssysteme und als Grundlage ihres alltäglichen Handelns und für den Einsatz ihrer Fähigkeiten anwenden, sie sind Interpretationen und Verallgemeinerungen aus früheren Erfahrungen, individuelle Theorien, warum etwas so und nicht anders istGesundheit. Glaubenssätze bestimmen, was wir denken und wahrnehmen, bzwHöhere Ebenen der NLP-Veränderungsarbeit. was wir uns erlauben zu denken und wahrzunehmen, was wir für möglich halten1998 - Robert B. Glaubenssätze Dilts - S.43 - ISBN 3873870304</ref> oder Konjunktionen (Ursache-Wirkung, Komplexe Äquivalenz) - und können Berechtigungen (Erlaubnis) aber auch Einschränkungen (Verbote) beinhalten. Sie treffen Aussagen darüber, was jemand (nicht) kann/darf/soll/muss/ist oder wie Dinge sich zueinander verhalten oder wie die Welt ist. Glaubenssätze sind oft nicht logisch herleitbar, sondern basieren auf der Verallgemeinerung subjektiver Erfahrung. ''Echte'' Glaubenssätze halten wir für so wahr, dass es schwer ist, sie als solche zu entdecken.(„Es weiß doch jeder, dass…“).
Mehrere sich gegenseitig stützender Glaubenssätze entstehen durch Gewöhnung - sie werden übernommen bilden ein Glaubenssystem (gesagt oder vorgelebtbelief system) - oder Prägung (. Besondere Glaubenssätze sind [[ImprintGedankenvirus|Gedankenviren]]) - in Signifikanten Emotionalen Ereignissen (S.E.E., Significant Emotional Event) diese haben sich von der Möglichkeit der sinnlichen Überprüfung abgekoppelt und können beziehen sich ausschließlich auf gleichem Wege verändert werden (Neuprägung, Re-Imprinting)andere Glaubenssätze.
Glaubenssätze halten wir iwerden [[Imprint|geprägt]]::*durch Wiederholung → Gewöhnung (Wenn man immer wieder das Gleiche erlebt oder hört, leitet man daraus irgendwann eine Regel ab).d:*durch Autoritäten:*in Prägungssituationen, Signifikanten Emotionalen Ereignissen ([[SEE|S.RE. für so wahrE.]]).Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, das es schwer ist dass sie als solche aufspüren auf gleichem Wege verändert werden („Es weiß doch wohl jederNeuprägung, dass…“[[Reimprinting]]).
Anthony Robbins gliedert "unsere Anschauungen" in der Reihenfolge ihrer Stärke in: Meinungen - Glaubenssätze - Überzeugungen (Wissen).
[[Dilts, Robert|Robert Dilts]]<ref>Dilts - S.37ff</ref> bietet eine weitere Unterteilung von Glaubenssätzen an:
:*Ursachen (Vergangenheit),
:*Bedeutungen (Gegenwart) und
:*Grenzen und Möglichkeiten (Zukunft).
diese 3 können sich beziehen auf: a) die Welt, die uns umgibt, b) unser Verhalten, c)unsere Fähigkeiten, d) unsere Identität.
Glaubenssätze sind weder Gut noch Schlecht, Glaubenssätze können jedoch eher möglichkeitenbegrenzend oder -erweiternd wirkenbefinden sich auf der [[logische Ebenen|logischen Ebene IV]].
;Nach Dilts <ref>Dilts - S.40f</ref> schützen sich Glaubenssätze gegen Veränderungen durch<nowiki>:</nowiki>
*Nebelwand (Konzentrationsschwäche - "Es ist dunkel" oder "Ich sehe nur noch Nebel" oder plötzlicher Themenwechsel)
::Mögliche Lösung bei Nebel: "Willst Du wissen was dahinter ist?", wenn klares JA: Ressourcen aufbauen und Nachschauen!
::Mögliche Lösung bei Themenwechsel: nicht mitgehen sondern zum Thema zurückkehren
*Fische im Traum<ref>Dilts - S.40: <small><i>Diese Bezeichnung stammt aus einer Kabarettsendung im Radio von Los Angeles, über die mir David Gordon (ein sehr bekannter NLP-Autor, -Entwickler und -Trainer) berichtete. Ein Mann porträtierte einen Psychoanalytiker, der den Glauben hatte, dass Fische im Traum die Wurzel aller psychologischen Probleme seien. Wenn Leute zu ihm kamen und anfingen, ihm von ihren Problemen zu erzählen, unterbrach er sie und fragte ... <br>
Psychoanalytiker: "Entschuldigen Sie, aber Sie haben nicht zufällig letzte Nacht einen Traum gehabt, oder?"<br>
Klient: Ich weiß nicht ... ich glaube, ja vielleicht." <br>
Psychoanalytiker: "Sie haben nicht von Fischen geträumt, nicht wahr?" <br>
Klient: "Ahm ... nein ... nein."<br>
Psychoanalytiker: "Wovon handelte Ihr Traum denn?"<br>
Klient: "Tja, ich ging so die Straße hinunter."<br>
Psychoanalytiker: "Gab es da irgendwelche Pfützen im Rinnstein?" <br>
Klient: "Also, ich weiß nicht."<br>
Psychoanalytiker: "Könnten dort welche gewesen sein?"<br>
Klient: "Ich schätze, da hätte Wasser oder so etwas in der Gosse gewesen sein können."<br>
Psychoanalytiker: "Hätten da irgend welche Fische in diesen Pfützen gewesen sein können?"<br>
Klient: "Nein ... nein."<br>
Psychoanalytiker: "Gab es da auf der Straße in dem Traum ein Restaurant?"<br>
Klient: "Nein."<br>
Psychoanalytiker: "Aber es hätte dort eins sein können. Sie gingen wirklich die Straße hinunter, nicht wahr?"<br>
Klient: "Tja, also, ich glaube, es hätte dort ein Restaurant geben können. "<br>
Psychoanalytiker: "Wurde in dem Restaurant Fisch serviert?"<br>
Klient: "Hm, tja also ... ich nehme an, in einem Restaurant könnte Fisch serviert werden."<br>
Psychoanalytiker: "Ah-ha! Ich wusste es doch. Fische im Traum."<br>
Eines der Probleme bei der Identifizierung von Glaubenssätzen ist, dass man als Helfer dazu tendiert, bei anderen Menschen Beweise für seine eigenen Glaubenssätze zu finden. </i></small>
</ref> ("eingeladene" Projektion)
::Gegen Projektion hilft nur: wach sein gegenüber den eigenen Erwartungen und dem Gefühl, man wüsste schon, was als nächstes kommt!
*Roter Hering <ref>Dilts - S.41: <i><small>"Wenn Ihnen Menschen über ihre Glaubenssätze berichten, erhalten Sie oft logische Konstrukte, die die Leute erfunden haben, um bestimmten ihrer Verhaltensweisen Sinn zu geben. Freud sprach über den Begriff frei-flottierender Angst. (Angst, die durch unbewusste Konflikte entsteht.) Nach Freud ist das Angstgefühl das einzige, dessen sich eine Person mit solch einem Problem bewusst ist. Daher denkt sie sich logische Gründe dafür aus, warum sie sich so fühlt. Ihre logischen Gründe haben nichts mit ihren Angstgefühlen zu tun. <br>
Ich nenne diese logischen Konstrukte "rote Heringe". Wenn Sie jemals mit "zwangsbesessenen" ("obsessive-compulsive") Menschen gearbeitet haben, sind Sie wahrscheinlich diesem Phänomen begegnet. Eine Frau hat vielleicht bestimmte Erklärungen über Mikroben und warum es ihr davon schlecht geht. Ihre Erklärungen haben im Allgemeinen gar nichts damit zu tun, wo diese Gefühle herkommen."
</small></i></ref>(Eine falsche Fährte wird gelegt, indem ein logisches Konstrukt für die Glaubenssätze / Gefühle / Verhalten geliefert wird)
;Weitere Merkmale von Glaubenssätzen<nowiki>:</nowiki>
*Glaubenssätze sind auch Wahrnehmungsfilter, denn wir nehmen verstärkt das wahr, was wir glauben.
*Auf einen Glaubenssatz bekommt man oft starke Reaktionen (deutliche Zustimmung oder Ablehnung).
*Erfolgreiche Glaubenssatzänderungen setzten deutliche Emotionen frei (Grinsen, Lachen, Verwirrung,...).
*Glaubenssätze sind weder gut noch schlecht. Glaubenssätze können einem Menschen jedoch mehr oder weniger Wahlmöglichkeiten und damit [[Flexibilität]] geben.
*Glaubenssätze kann man durch Anzweifeln und durch Hinterfragen verändern ([[Sleight of Mouth Pattern]]). ("Welchen Beweis hast du jetzt dafür, dass dein Problem wirklich besteht? Bist du dir wirklich sicher?")
*Glaubenssätze werden durch Zustimmung oder Widersprechen eher gestärkt.
*Glaubenssätze vertragen Ausnahmen ("Ausnahmen bestätigen die Regel"): "Geld verdirbt den Charakter - naja mein Freund Kurt - der Millionär - ist eine Ausnahme aber ..."
*Glaubenssätze sind nicht auf Logik angewiesen.
*Wo (Glaubenssatz-)Widerstand ist, ist nicht immer der Weg. Glaubenssätze haben stabilisierende Aufgaben! Glaubenssätze sollte man nie ohne Zustimmung ändern und nicht ohne [[Öko Check]], sonst kann sich die Lebensqualität der Person verschlechtern.
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Glaubenssätze erfahren Sie erfährt man mit den Fragen: Warum? Welche Bedeutung hat das? Was bedeutet das? Wie istder Zusammenhang? Was hält Dich davon ab?
Satzstrukturen:<br>
Nachdem jeder Satz ein Glaubenssatz ist, gibt es hier eine Fülle von möglichen Formulierungen:
*Typische Glaubenssätze erkennen Sie erkennst Du an:**::Wenn/dann; Es istnun mal so, dass...; Die Menschen/Das Leben/...; Weil...; X bedeutet y.*Eine weitere Gruppe von Glaubenssätzen verwenden die Modaloperatoren "müssen", "dürfen", "können", "sollen " und dürfen"sein":**::Ich muß muss arbeiten (weil ich sonst...). Ich sollte meine Eltern lieben ...**Ich darf mich nicht fürchten. Ich bin nun mal (k)ein...*und anderen Formulierungen, die im [[Metamodell der Sprache|Meta-Modell]] unter den Fragen zu Generalisierung und Verzerrung zufinden zu finden sind.
== Hinweise & Beispiele ==
Veränderung von Glaubenssätzen geschied geschieht bei jeder NLP -Intervention. Glaubenssätze verändert man durch Erkenntnis (Verständnis), in Zweifel ziehen oder Verwirrung. Will man gezielt Glaubenssätze verändern, eigenen eignen sich u.a. [[Sleight of Mouth Pattern]], [[Internale Verhandlung]]en mit konfliktierenden Glaubenssätzen, [[Change History]] oder [[Change Future]] sowie[[Reimprinting]].
'''Weitere interessante Glaubenssätze sind die [[Grundannahmen des NLP]]'''
Wollen – Wissen – Möglichkeit:
Dilts: »Sie brauchen den Wunsch und Willen, das Wollen (want to), sich zu verändern, das Wissen wie (know how to), und Sie müssen sich selbst die Chance zur Veränderung geben (chance to).« <ref>Dilts - S.25</ref>
Voraussetzungen (notwendige Glaubenssätze):
#Das Ziel existiert.
#Das Ziel ist erreichbar, es gibt einen Weg.
#Der Weg ist mir bekannt, ich kenne den Weg.
#Das Ziel ist von mir erreichbar, ich kann es erreichen, den Weg gehen.
#Ich mache es, ich gehe den Weg.
#Ich habe es verdient (dieses Ziel zu erreichen).
#Ich glaube an 1. – 6.
== Übung ==
;Auffinden von Glaubenssätzen
#Um hinderliche Glaubenssätze aufzuspüren, ist es wichtig, sich den eigenen Glaubenssätzen bewußt zu werden. Frage dich, was du über das Leben, deine Identität, deine Karriere, Arbeit, Zeit, Geld, zwischenmenschliche Beziehungen, Partnerschaft, Liebe, dein Selbstbild, deine Fähigkeiten, Veränderungsmöglichkeiten usw. denkst.
#Schreibe deine Antworten unreflektiert und ohne Bewertung auf, damit auch die unbewußten Glaubenssätze ans Licht kommen. Manchmal wirst du dich wundern, was du schreibst.
#Jetzt frage dich:
#* Welche Glaubenssätze möchte ich verändern, weil sie für mich einschränkend sind?
#* Welche Glaubenssätze kann ich für Veränderungen bewußt einsetzen, weil sie mich unterstützen?
#Weiter frage dich, was du auf keinen Fall willst.
#Schreibe auch hier deine Antworten unreflektiert auf, denn mit dieser Frage richtest du deinen Focus auf Situationen, die du eigentlich vermeiden möchtest und vielleicht wirst du feststellen, dass du dich gerade in diesen Situationen sehr häufig befindest.
#Jetzt frage dich, um die dahinterstehenden Glaubenssätze verändern zu können:
#* Wenn ich das nicht will, was will ich stattdessen? ... was soll stattdessen sein?
;Schwächung von Glaubenssätzen und Mehrung von Wahlmöglichkeiten
#Suche dir drei Glaubenssätze (A, B, C) von denen A und B im gleichen Kontext stehen und dich behindern. Du solltest dir
#* bei A 100% sicher sein, dass es stimmt (z.B. "Es ist wichtig, sich Namen merken zu können!")
#* bei B 100% sicher sein, dass es nicht stimmt, aber wäre schön, wenn es so wäre (z.B. "Ich kann mir gut Namen merken!")
#* bei C nicht sicher sein und es sollte dir auch eigentlich egal sein (z.B. "In Dänemark gibt es mehr Frauen als Männer!")
#Finde die Submodalitäten für starke und schwache Glaubenssätze (Gemeinsamkeiten von A und B im Gegensatz zu C) auf den Sinneskanälen V, A und K (VAK sind üblicherweise unterschiedlich stark).
#Erlebe nun A und B mit den Submodalitäten von C ([[Mapping across]]).
#Jetzt sollten deine Glaubenssätze deutlich schwächer und entspannter sein (z.B. "Kannst du dir Namen von Personen merken?" "Klar - aber ist das so wichtig?").
#Nun Kannst Du noch B in die Submos von A bringen.
== Siehe auch ==
=== Literatur ===
<references/>
=== Weblinks ===
Artikel von Robert Dilts zu [http://nlpuniversitypress.com/html/B23.html Glaubenssätzen] (englisch)
[[Kategorie:DefinitionBegriff]][[Kategorie:Grundbegriff]]