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<small><nowiki> [Grundannahmen; Axiome; Presuppositions of NLP] </nowiki></small> __NOTOC__
'''Grundannahmen''' oder Axiome sind üblicherweise Annahmen, die einer Lehre zugrunde liegen und die selber nicht widerlegt oder bewiesen werden (können). Dem strengen wissenschaftlichen Anspruch, der an Axiome gestellt wird, können die meisten NLP Grundannahmen nicht standhalten, da viele beispielsweise nicht unabhängig voneinander sind. <br> Die Grundannahmen im NLP sind Überzeugungen und Handlungsmaximen, die der Arbeit mit NLP zugrunde liegen. Aus diesen Überzeugungen heraus arbeiten die meisten NLP'ler mit ihren Coachees und Klienten - und gestalten natürlich auch ihr eigenes Leben.
==== Modell der Welt ====
*Die Landkarte ist nicht das Gebiet ([[Alfred Korzybski]]).
**Menschen reagieren nicht auf die Realität sondern auf ihr Abbild der Realität. Es gibt keine objektive Wahrheit. (Alfred Korzybski)
**Man isst nicht die Speisekarte. Nur der Schizophrene isst die Speisekarte und beschwert sich anschließend über den schalen Geschmack. ([[Gregory Bateson]])
**Nur der Wahnsinnige ist sich absolut sicher. ([[Robert Anton Wilson]])
*Jeder Mensch ist einzigartig. Jeder Mensch hat sein eigenes berechtigtes Modell der Welt. Jeder lebt in seinem eigenen Modell der Welt.
*Das beste Modell ist das mit den meisten Wahlmöglichkeiten.
====Menschenbild – Das Modell des Menschen====
*Geist, Körper und Seele sind Eins und sie sind systemische Prozesse. Sie sind Teile des gleichen Systems der gleichen kybernetischen Struktur und beeinflussen sich wechselseitig. Jeder Mensch ist eine unteilbare Einheit. Alles, was in einem Teil des Systems geschieht, hat Auswirkungen auf alle anderen Teile.
*Menschen treffen - innerhalb ihres Modells der Welt - zu jedem Zeitpunkt, die beste, ihnen mögliche, Wahl aus den ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und mit denen ihnen zu zur Verfügung stehenden Informationen.
*Alle Menschen funktionieren perfekt.
*Es gibt keine schlechten Menschen, es gibt nur schlechte Zustände. (Der positive Wert des Individuums bleibt konstant, die Angemessenheit des Verhaltens kann bezweifelt werden.)
==== Verhalten ====
*Jedes Verhalten ist nützlich. Es gibt jeweils zumindest einen Kontext, in dem jedes Verhalten nützlich ist.
==== Lernen & Veränderung ====
*Was ein Mensch erreichen kann, kann prinzipiell jeder erreichen (solange die Aufgabe in genügend kleine Schritte zerlegt wird). Wenn einer etwas gut kann, ist es möglich, ihn zu modellieren und diese Fähigkeit sich selbst und anderen beizubringen.
*Menschen verfügen bereits (potentiell) über alle [[Ressource]]n, die sie brauchen, um die von ihnen angestrebten Veränderungen zu erreichen!
*Wenn Du von jemandem etwas möchtest, schaffe einen Kontext, indem die erwünschte Veränderung, wie von allein geschehen kann.
*Veränderungen müssen nicht über das Bewusstsein laufen.
*Veränderungen müssen ökologisch sein, sonst gibt es Problemverschiebungen, oder sie werden überhaupt nicht umgesetzt.
*Man kann auch gute Zustände noch verbessern.
*Menschen lernen.
*Alles was Du brauchst , ist hier und jetzt vorhanden.
*Jedes Problem beinhaltet ein Geschenk.
*Willst Du Erkennen, lerne zu handeln. (Heinz von Foerster, der ethische Imperativ)
==== Flexibilität ====
*Wenn Du etwas machstdas, das was du tust nicht funktioniert, dann mache (irgend)solange etwas anderes(dann hat jedes andere Verhalten mehr Aussicht , bis du auf dem Weg zum Erfolg)bist.
*Handle stets so, dass weitere Möglichkeiten entstehen.(Heinz von Foerster, der ethische Imperativ)
*Es gibt in jeder Situation mindestens drei Möglichkeiten.
*In jedem System übernimmt dasjenige Element mit der größten [[Flexibilität]] die Kontrolle.
*Widerstand von A ist eine Aussagen Aussage über B. Widerstand des Klienten ist eine Aussage über den Therapeuten.
*Wahlmöglichkeiten sind besser als keine Wahlmöglichkeiten.
*Hast Du eine Möglichkeit , bist Du ein Roboter, hast Du zwei Möglichkeiten, hast Du ein Dilemma, ab drei Möglichkeiten hast Du Wahlmöglichkeiten.
==== Kommunikation & Interaktion ====
*Die Bedeutung von [[Kommunikation]] liegt in der Reaktion, die man erhält. Die Intention des Kommunikators ist nicht die Bedeutung der Kommunikation.
**Wahr ist nicht, was A meint, sondern was B versteht. (Watzlawick)*Es gibt kein Versagen, es gibt nur [[Feedback ]] (Rückmeldung, Er-Folge).*Man kann nicht nicht kommunizieren.([[Watzlawick%2C_Paul|Paul Watzlawick]])
*Kommunikation geschieht über den Austausch sinnlicher Erfahrungen. Man kommuniziert immer in mehreren Sinneskanälen gleichzeitig.
*Individuen haben zwei Ebenen der Kommunikation, die bewusste und die unbewusste.
*Die Basis für wirksame Kommunikation ist der [[Rapport]]. Rapport heißt, dem andern in seinem Modell der Welt zu begegnen.
*Kommunikation ist redundant. Kommunikation findet auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig statt.
*Es gibt keinen Ersatz für saubere sensorische Kanäle.
*Information is the difference that makes a difference. (Bateson)
*Verstehen geht vor verstanden werden.
*In gelungener Kommunikation gibt es nur Gewinner (win-win-Prinzip).
*Das Vorgehen des NLP ist ziel- und lösungsorientiert anstatt ursachen- und problemorientiert.
*Psychische Zustände und Physiologie stehen in wechselseitiger Verbindung, d.h., das eine lässt sich über das andere verändern.
*A goal is a dream with a deadline. (Napoleon Hill)
== Quellen ==
<references/>