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Freud war der Überzeugung, daß bestimmte Formen von Abwehr mehr oder weniger unausweichlich seien, weil zivilisatorische Gesetze und Regeln sich praktisch immer gegen bestimmte menschliche Wunschregungen richteten (vgl. Freud: "Das Unbehagen in der Kultur"); mehr, als sich den Zielkonflikt bewußtzumachen, hielt daher er nicht für möglich (kein Integrationsmodell, keine Zukunfts- und Lösungsorientierung).
"Abwehr" kann in der Psychoanalyse unter anderem auch bedeuten, Angst, Unlust, Kränkung oder Verletzung zu vermeiden oder unbewusst zu machen (vergessen, "verdrängen"). Während aber ein Psychoanalytiker das Bewußtmachen der Konflikte zum Ziel erklären würde, ohne sie dann unbedingt aufzulösen, wäre für einen NLPer eher das Ziel, Konflikte so gut wie möglich zu integrieren und dabei ggf. auch auf nützliche Weise Tilgung, Generalisierung und Verzerrung einzusetzen. Für einen NLPer kann also auch Abwehr (für einen NLPer eine Form der Löschung/Verzerrung) je nach Kontext durchaus nützlich sein (->[[Öko-Check]]). == Die Abwehrmechanismen in der Psychoanalyse == {| border="31" style="background-color:#F0F8FF"! Abwehrmechanismus width="20%" |Abwehrmechanismus ! width="80%" |Erläuterung
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| Verleugnung ||Das, was man an sich nicht wahrhaben will, wird mit (unlogischen) Argumenten wegdiskutiert. (Abwehrmechanismus → Abwehr der Hysteriker)
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| Projektion || Eigene, für das Ich gefährliche Impulse, werden auf einen Anderen geschoben, und als im Anderen entstanden erklärt. (→ ''"Nicht ich hasse Dich, sondern Du mich").''
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| Regression || Frühere Entwicklungsstufen (z.B. die orale, anale , ödipalen oder genitale Phase) werden wiederbelebt, um einen aktuellen, unlustbereitenden Impuls auszuweichen. (→ Durch Esssucht können z.B. Konfliktängste abgewehrt werden.)
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| Verdrängung || Angstbesetzte Impulse werden ins Unbewusste verdrängt, um Triebansprüche zu negieren. (Abwehrmechanismus des Phobikers)→ Abwehr der Phobiker
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| Reaktionsbildung || Der unlusterregende Impuls wird durch das Gegenteil ersetzt. (→ z.B.: statt Aggressivität, Zärtlichkeit zeigen. Abwehr des Zwangsneurotikers.)
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| Intellektualisierung || Die problematischen Impulse werden aus dem Gefühlsbereich ins Theoretische verlagert. (→ ''"Ich bin nicht aggressiv, ich rede nur über Aggression im Allgemeinen.)"''
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| Rationalisierung || Intellektuelle Scheinbegründungen, um damit unbewusste Triebinteressen zu verdecken (Pharisäertum).
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| Isolierung || Abspalten von Gefühlen aus dem Gesamterleben, indem eine Trennung von angstmachendem Inhalt und den dazugehörigen Affekten erreicht wird. (→ Abwehr des Zwangsneurotikers)der Zwangsneurotiker
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| Verschiebung || Der angstbesetzte Impuls wird von der Person, der er eigentlich gegolten hätte, auf eine weniger bedrohliche Person verschoben (häufig → Häufig bei Aggressionen innerhalb hierarchischer Strukturen).
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| Identifikation || Der problematische Konflikt wird dadurch gelöst, indem man die Meinungen des Anderen oder Gegners einfach übernimmt (→ Abwehr der neurotisch Depressiven).
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| Sublimierung || Das Umlenken von Triebimpulsen auf gesellschaftlich positiv bewertete Themen.
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| Vermeidung || Vermeidung der angstauslösenden Situation (→ Abwehr der Phobiker).
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== Hinweise & Beispiele ==